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Philipp Otto Runge

An Daniel


2,224 # 16. Juli 1803

An Daniel


Deinen lieben Brief mit dem Gedicht: Dem väterlichen Hause,
habe ich erhalten, Ich danke dir, du Lieber, es ist recht schön. Nur thut es mir leid, daß mir das immer
weniger Hoffnung für dein Zuhauselommen mit uns giebt. Ich glaube beynahe, daß ich meine Zeichnungen
mit zu Hause nehme; es wäre auch so ein Lied. Ich könnte auch wohl so eines singen, auf die Art wie deines,
und möchte es euch Allen in die Seele hinein drücken und küssen; ich bin aber zu fleißig zum Singen, und
das Singen wird noch kommen, wenn ich erst werde mit dem Arbeiten aufhören. Sonst -ich weiß es wohl,
was ich euch Allen sagen möchte und womit es zu Hause, und grade diesmal zu Hause recht angebracht
wäre; nun es kommt vielleicht noch. Klinkowström wollte gestern Nachricht haben, daß 10 000 Mann
Schweden nach Pommern kämen. Etwa zu unserm Empfang? Nun mir ist's recht, wenn sie mir zu Ehren die
Kanonen abbrennen wollen, sie "haben so einen bündigen faßlichen Vortrag und man kann sein eigen Wort
nicht hören."


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