Mirjam Schaub

Der Horror des Alltäglichen

Das Spiel mit dem Unerträglichen und die verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen Monstern und Liebhabern

Gliederung

1. Das deutliche Gefühl ……………………………………………………… 2

2. Die Zwischenstellung des Horrors: weder Tragödie noch Komödie, jedoch komisch und tragisch zugleich ……………………………… 4

3. Vom Einbruch in die Intim-Welt und dem Sinn des Privaten ……………… 6

4. Freuds Deutung des Unheimlichen ………………………………………… 9

4.1 Das Symptom, ein ekelhaftes Partialobjekt (Freud mit Žižek) … 10

4.2 Das Unheimliche des Überwundenen und des Verdrängten …… 11

4.3 Von der Inszenierbarkeit des Unheimlichen …………………… 11

5. These ……………………………………………………………………… 12

6. Ähnlichkeit zwischen Horrorfilmen und romantischen Komödien ………… 13

6.1 Albtraum-Szenarien ………………………………………………14

6.2 Unterschiede (Lösung des Konflikts) …………………………… 16

7. Fazit ………………………………………………………………………… 17

8. Literaturverzeichnis ………………………………………………………… 18

Abstract

Horror – das ist der Einbruch von etwas Unerträglichem. In vielen Filmen nimmt er Ausgang in gewöhnlichen, oft idyllisch gezeichneten Alltagszenen: Bei David Lynch taucht in Blue Velvet ein abgeschnittenes Ohr auf einer frisch gemähten Wiese auf, die adrett von einem weißen Zaun wie in Tom Sawyer umrahmt wird. In Angriff der Killertomaten nimmt die Horrorparodie beim einfachen Waschen derselben im Spülbecken einer Hausfrau seinen Lauf. In diesem Vortrag möchte ich die These verfolgen, ob das Alltägliche statt als Kontrastfolie gegenüber dem Einbruch des Entsetzlichen zu dienen, nicht selbst Brutstätte von Unerträglichkeit sein könnte. Was, wenn der als däuende Wiederholung empfundene Alltag selbst auf verschwiegene Weise die Leinwandmonster und deren Exzesse gebiert, als Gegengift und Weckmittel gegen die Lethargie und Leblosigkeit, die ganz gewöhnliche Menschen in ihrem ganz alltäglichen Leben befällt? Erweist sich dieses Motiv als stimmig, treten über die Genre-Grenzen hinweg überraschende strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen Horrorfilm und seinem scheinbaren Antipoden, der romantischen Komödie, zu Tage. Vorhang auf für neue Schrecken und Schrecklichkeiten.



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