Tilman Reitz

Die Grenzen der Zweckästhetik

Sinnliche Vergegenwärtigung in Repräsentation, Distinktion und Warenwelt

Mein Thema ergibt sich aus wenig mehr als der Kreuzung zweier Reflexionsformen. Ich will einige sozialtheoretische Annahmen zur Bedeutung sinnlichen Scheins entwickeln und ihre im klassischen Sinn ästhetischen, die Möglichkeit künstlerischer Produktion betreffenden Konsequenzen erörtern. Die fast formale Grundannahme lautet dabei: Ästhetische Artefakte haben gewöhnlich die Funktion, uns sozial zu orientieren. Dass sie inhaltlich zutrifft, legen die bekannten Fragen nahe, wozu ein Bild gut ist, auf dem man ‚nichts erkennen’ kann, oder eine Musik, zu der sich nicht tanzen lässt. Schwieriger ist es, die fraglichen Funktionen auf das zu beziehen, was wir Kunst nennen – und diese Schwierigkeit hat eine sozialtheoretische Ästhetik lange blockiert bzw. marginal gehalten. Aber der Reihe nach; zunächst begrifflich.



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