Michael Lingner

Das ideale Atelier

Das sich in der Welt bietende, rohe und bearbeitete Zeug eignen sich Künstler zuallererst dadurch an, daß sie es - in welcher Form auch immer - in ihre Produktionsstätte als Werkstoff einbringen oder aber es verschmähen und ausschließen. Durch diesen Aneignungsprozeß der ersten Arbeits- und Schöpfungstat, die Künstler vollbringen, wird aus der ersten Arbeitsstelle ihr »Atelier«: Das Atelier als eigentliche künstlerische »Idee«, die von Werken bestenfalls reproduziert oder dokumentiert werden kann.

Wie kann als ursprünglicher Ort, wo Kunst authentisch sich ereignet, das Atelier selbst zur öffentlich wirksamen Kunstform und damit zu einem »Umschlagplatz« ästhetischer Erfahrung werden?


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