Michael Lingner, Rainer Walther

Summary of: Zum Paradoxen Verhältnis schöpferischer Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Fremdbestimmung in der Tätigkeit des Künstlers

- Aneignung der Natur in zwei prinzipiell unterscheidbaren Formen von Arbeit: Gesellschaftliche Arbeit als produktiv-materiale Aneignung der "Natur ojektiv"; individuelle Arbeit als rezeptiv-mentale Aneignung der "Natur subjektiv"

- Ausdifferenzierung beider Formen von Arbeit zu exemplarischer Gestalt technologischer Wissenschaft und ästhetischer Kunst

- Gesellschaftliche Geltung künsterlischer Prokuktion als Arbeit als Voraussetzung zeitgenössisch unmittelbarer (statt museal vermittelter) Wirksamkeit der Kunst

- Divergenz zwischen dem für Arbeit gesellschaftlich geltenden Kriterium der Fremdbestimmung und dem künstlerischen Anspruch auf schöpferische Selbstbestimmung als Ursache dreier wesentlicher Paradoyien künstlerischer Tätigkeit

- Versuch der Auflösung der Widersprüchlichkeiten durch zwei konträre Tendenzen zeitgenössicher Kunst: Aufhebung der immanent-ästhetischen Fremdbestimmung unter Verlust des gesellschaftlichen Moments der Arbeit im autonomen Formalismus; Unterwerfung unter das Ditktat externer gesellschaftlicher Fremdbestimmung unter Verlust des künstlerischen Moments der Ästhetik im heteronomen Realismus

- Kritik des Begriffs künstlerischer Selbstbestimmung: naturhaft-vorsoziale vs. denksoziale Tätigkeitsbedingungen

- Künstlerische Selbstbestimmung als foschungslogische Rekonstruktion einer eigenständigen kunstinternen Problemgeschichte

- Gesellschaftliche Fremdbestimmung des Künstler durch Autorisierung des Rezipienten

- Finalisierung der Kunst als Transformation ästhetischer Praxis in künstlerische Arbeit


Alle Rechte vorbehalten.
URL dieser Ressource: http://www.ask23.de/draft/archiv/ml_publikationen/kt80ii.html
Das ist die Originalversion der Ressource: Verfügbar gemacht von ask23 am 2004-05-26, Hashwert a5c49e8a824746ce93e8e32d68b9783681933d33