"Lernen ist sch�n" | Prof. Dr. Matthias Lehnhardt, Hochschule f�r bildende K�nste Hamburg| Anmerkungen zur �sthetik des E-Lernen
Ein E-Lern-Modul mag logisch noch so konsistent, fachlich richtig oder didaktisch geschickt sein es kann dennoch als langweilig, bieder und uninteressant erscheinen und von den Lernenden mit Widerstand bedacht werden. Andererseits erweckt eine sch�ne Gestalt Aufmerksamkeit, Motivation und Spass. Anhand von Projekt-Beispielen werden �sthetische Aspekte der Content-Produktion demonstriert und aufgekl�rt.
Der folgende grobe Abriss der Thesen und Materialien m�gen einen Eindruck bieten, dass E-Lernen auch als ein Prozess jenseits von Kognition und Softwaretechnik beschreibbar ist.


Projektion


Bild Workshop
1 | Das Medium ist die Botschaft. Die Perspektive �sthetischer Theorien zum E-Lernen setzt an der sogenannten "Form-Inhalt" Frage an: Nach Marshall McLuhan ("Understanding Media") ist das Medium die Botschaft und der "Inhalt" eines Mediums wiederum ein Medium. Demnach liegt eine Vorstellung bei der Formung (Formulierung Formgebung) vor, von der der Autor hofft, dass sie bei der Deutung der Form (Interpretation/ Bedeutungsaufladung) durch Andere reproduziert werden kann. Dabei wird in der Regel missachtet, dass das Medium selbst Bedeutungsfelder nach eigenen (kulturierten/ medienspezifischen) Mechanismen erzeugt (M�glichkeiten/ Grenzen). Formung und Deutung w�ren hier Begriffe aus der �sthetischen Theorie.

2 | E-Lernen ist ein Ph�nomen in der Wahrnehmung. Die Gestalt- und die Wahrnehmungspsychologie behaupten wahrnehmungsspezifische Mechanismen der Bedeutungsaufladung, zum Beispiel eine Pr�gnanztendenz, die bei offenen interpretierbaren Formen Interesse weckt (R�tsell�sen in der Selbstbeobachtung mentaler Leistungen bei Oswald Wiener "Schriften zur Erkenntnistheorie"), bei "fertigen" Formen ins Leere l�uft und Langeweile wenn nicht gar Abwehr nach sich zieht (F. W. Heubach: "Das Ungef�hre").
Skizze Linkpr�sentation 1

Skizze Linkpr�sentation 2


Stichwortliste
3 | Lernen ist sch�n. In der Neubestimmung von Lernphasen beim vermischten Lernen ("Blended Learning") greifen aus der Perspektive �sthetischer Theorien rein auf Kognition (Funktionalit�t/ Inhalt) abziehlende Kriterien zu kurz. Dramaturgien vom Theater, vom Spiel und vom R�tsell�sen k�nnten die sozialen Komponenten des Lernprozesses mittragen, Motivation und Spass beg�nstigen. Auch wenn es zun�chst altv�terlich klingen mag - Sch�nheit kann wieder zum Mass des Lernens werden. 4 | Linkliste (gezeigte Beispiele)
_desktopimage
_Sinnzeug
_Contexta
_habbohotel
_visual thesaurus
_Word Perhect
_soundpark
_PuppetTool
_re-move
_dextro
_hoogerbrugge

19. Januar 2006 | HfbK


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