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Gilles Deleuze

Nietzsche und die Philosophie

Inhaltsverzeichnis

Erstes Kapitel - Das Tragische

1. Der Begriff der Genealogie 5

Wert und Wertschätzung. - Kritik und Erschaffung. - Sinn des Wortes Genealogie.

2. Der Sinn 7

Sinn und Kraft. - Der Pluralismus. - Sinn und Interpretation. „In allen Dingen kommen nur die höheren Stufen in Betracht."

3. Die Philosophie des Willens 10

Beziehung der Kraft auf Kraft: der Wille. - Herkunft und Hierarchie.

4. Wider die Dialektik 13

Differenz und Widerspruch. - Einfluß des Sklaven auf die Dialektik.

5. Das Problem der Tragödie 15

Die dialektische Konzeption der Tragödie und „Die Geburt der Tragödie". - Die drei Thesen der Geburt der Tragödie.

6. Die Entwicklung Nietzsches 17

Neue Elemente in der Geburt der Tragödie. - Die Bejahung. - Sokrates. -Das Christentum.

7. Dionysos und Christus 20

Für oder gegen das Leben. - Christlicher Charakter des dialektischen Denkens. - Der Gegensatz von dialektischem und dionysischem Denken.

8. Das Wesen des Tragischen 22

Das Tragische und die Freude. - Vom Drama zum Helden. - Sinn des Daseins und die Gerechtigkeit.

9. Das Problem des Daseins 25

Das frevlerische Dasein und die Griechen. - Anaximander. - Das sündige/ schuldige Dasein und das Christentum. - Wert der Unverantwortlichkeit.

10. Dasein und Unschuld 28

Unschuld und Pluralismus. - Heraklit. - Das Werden und das Sein des Werdens, das Viele und das Eine des Vielen. - Die ewige Wiederkehr oder das Spiel.

11. Der Würfelwurf 31

Die zwei Momente. - Zufall und Notwendigkeit: die doppelte Bejahung. -Gegensatz zwischen dem Würfelwurf und der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten.

12. Folgen für die ewige Wiederkehr 33

Garkochen des Zufalls. - Chaos und Kreisbewegung.

13. Nietzsches Symbolismus 35

Erde, Feuer, Stern. - Bedeutsamkeit des Aphorismus und des Gedichts.

14. Nietzsche und Mallarmé 38

Die Ähnlichkeiten. - Der Gegensatz: Auslöschen oder Bejahen des Zufalls?

15. Das tragische Denken 40

Das Tragische gegen den Nihilismus. - Bejahung, Freude und Erschaffen.

16. Der Prüfstein 43

Unterschied zwischen Nietzsche und anderen tragischen Philosophen. - Die Wette Pascals. - Bedeutung des Problems des Nihilismus und des Ressentiments.

Zweites Kapitel - Aktiv und reaktiv

1. Der Körper/Der Leib 45

Was kann ein Körper? - Überlegenheit des Leibes über das Bewußtsein. -Die dem Leib/Körper konstitutiven aktiven und reaktiven Kräfte.

2. Die Distinktion der Kräfte 46

Die Reaktion. - Die reaktiven Konzeptionen vom Organismus. - Die plastische aktive Kraft.

3. Quantität und Qualität 48

Quantität und Qualität der Kraft. - Qualität und Quantitäts-Differenz.

4. Nietzsche und die Wissenschaft 50

Nietzsches Konzeption der Quantität. - Die ewige Wiederkehr und die Wissenschaft. - Die ewige Wiederkehr und die Differenz.

5. Erster Aspekt der ewigen Wiederkehr: als kosmologische und physikalische Doktrin 53

Kritik des Endzustandes. - Das Werden. - Synthese des Werdens und ewige Wiederkehr.

6. Was ist der Wille zur Macht? 56

Der Wille zur Macht als differentielles Element (Genealogie) der Kraft. -Wille zur Macht und Kräfte. - Ewige Wiederkehr und Synthesis. - Stellung Nietzsches zu Kant.

7. Die Terminologie Nietzsches 59 Aktion und Reaktion, Bejahung und Verneinung.

8. Herkunft und verkehrtes Bild 62

Verbindung der Reaktion mit der Verneinung. - Wie daraus ein verkehrtes Bild der Differenz entsteht. - Wie eine aktive Kraft reaktiv wird.

9. Das Problem des Messens der Kräfte 65

„Man hat die Starken immer zu beweisen gegen die Schwachen". - Die Unsinnigkeiten des Sokrates.

10. Die Rangfolge 66

Der Freigeist und der freie Geist. - Die Rangfolge. - Die verschiedenen Bedeutungen der Worte aktiv und reaktiv.

11. Wille zur Macht und Machtgefühl 69

Wille zur Macht und Sensibilität (Pathos). - Das Werden der Kräfte.

12. Das Reaktiv-werden der Kräfte 71

Reaktiv-werden. - Der Überdruß des Menschen. - Die ewige Wiederkehr als niederdrückender Gedanke.

13. Die Ambivalenz des Sinns und der Werte 73

Die Ambivalenz der Reaktion. - Die Diversität der reaktiven Kräfte. -Reaktion und Verneinung.

14. Zweiter Aspekt der ewigen Wiederkehr: als ethischer und züchtender Gedanke 75

Die ewige Wiederkunft als gesundmachender Gedanke. - Erste Auslese: Elimination des nur halb Gewollten. - Zweite Auslese: Vollendung des Nihilismus, Umwertung des Negativen.

15. Das Problem der ewigen Wiederkehr 78 Aktiv-werden. - Das Ganze und der Augenblick.

Drittes Kapitel - Die Kritik

1. Die Transformation der Wissenschaften vom Menschen 81 Reaktives Modell der Wissenschaften. - Für eine aktive Wissenschaft: die Linguistik. - Der Philosoph als Arzt, Künstler und Gesetzgeber.

2. Die Formulierung der Frage bei Nietzsche 84

Die Frage 'Was ist?' und die Metaphysik. - Die Frage 'Wer' und die Sophisten. - Dionysos und die Frage ,Wer?'.

3. Nietzsches Methode 86

Wer? . . . Was will er? ... - Dramatisierungsmethode: differentiel, typologisch, genealogisch.

4. Gegen seine Vorläufer 88

Der dreifache Widersinn in der Philosophie des Willens. - Aus der Macht ein Repräsentationsobjekt machen. - Ihn von kursierenden Werten abhängen lassen. - Ihn zum Einsatz in einem Kampf oder einem Wettstreit machen.

5. Gegen den Pessimismus und gegen Schopenhauer 91

Wie jene Unsinnigkeiten den Philosophen dazu verleiten, den Willen zu beschränken und selbst zu verneinen. - Schopenhauer, Vollendung dieser Tradition.

6. Grundsätze der Philosophie des Willens 92

Wille, Erschaffen und Freude. - Die Macht nicht das, was der Wille will, sondern das, was im Willen will. - Die schenkende Tugend.

7. Plan der Genealogie der Moral 95

Die wirkliche Kritik entwerfen. - Die drei Abhandlungen in der Genealogie der Moral: Paralogismus, Antinomie und Ideal.

8. Nietzsche und Kant - unter dem Gesichtspunkt der Grundsätze 98

Das Ungenügen der kantischen Kritik. - In welchem Sinn sie keineswegs „Kritik" ist.

9. Realisierung der Kritik 100

Die Kritik und der Wille zur Macht. - Transzendentales und genealogisches Prinzip. - Der Philosoph als Gesetzgeber. - ,Der Erfolg Kants ist bloß ein Theologen-Erfolg'.

10. Nietzsche und Kant - unter dem Gesichtspunkt der Konsequenzen 102

Irrationalismus und kritische Instanz.

11. Der Begriff der Wahrheit 104

Ausübung der Dramatisierungsmethode. - Spekulative Position, moralische Opposition, asketischer Widerspruch. - Die über dem Leben stehenden Werte.

12. Erkenntnis, Moral und Religion 107 Die zwei Bewegungen. - „Der stärkste Schluß".

13. Denken und Leben 109

Der Gegensatz zwischen Erkenntnis und Leben. - Die Affinität zwischen dem Denken und dem Leben. - Die neuen Lebensmöglichkeiten.

14. Die Kunst lll

Die Kunst als Erregung des Wollens. - Die Kunst als starke Macht des Falschen.

15. Ein neues Bild des Denkens 113

Die Postulate in der Wahrheitsdoktrin. - Sinn und Wert als Elemente des Denkens. - Die Niedrigkeit. - Rolle des Philosophen: als Komet. - Der Unzeitgemäße. - Gegensatz von Methode und Kultur. - Ist die Kultur griechisch oder deutsch? - Das Denken und die drei Anekdoten.

Viertes Kapitel -Vom Ressentiment zum schlechten Gewissen

1. Reaktion und Ressentiment 122

Die Reaktion als Gegenstoß. - Das Ressentiment als Ohnmacht zu reagieren.

2. Das Prinzip des Ressentiments 123

Die topische Annahme Freuds. - Erregung und Spur nach Nietzsche. - Wie eine Reaktion aufhört, zum Wirken gebracht zu werden. - Alles spielt sich zwischen reaktiven Kräften ab.

3. Die Typologie des Ressentiments 125

Die zwei Aspekte des Ressentiments: der topologische und der typologische. - Der Geist der Rache. - Das Spuren-Gedächtnis.

4. Die Eigenschaften des Ressentiments 128

Die Ohnmacht, zu bewundern. - Die Passivität. - Die Anklage.

5. Ist er gut? Ist er böse? 130

Ich bin gut, also bist du böse. - Du bist böse, also bin ich gut. - Die Sicht des Sklaven.

6. Der Paralogismus 134

Der Syllogismus des Lammes. - Der Fiktionsmechanismus im Ressentiment.

7. Die Entwicklung des Ressentiments: der jüdische Priester 136 Vom topologischen zum typologischen Aspekt. - Rolle des Priesters. - Der Priester in seiner jüdischen Gestalt.

8. Schlechtes Gewissen und Innerlichkeit 139 Die Wendung gegen sich. - Die Verinnenichung.

9. Das Problem des Leidens 141

Die zwei Aspekte des schlechten Gewissens. - Externer und interner Sinn des Leidens.

10. Die Entwicklung des schlechten, Gewissens: der christliche Priester 143

Der Priester in seiner christlichen Gestalt. - Die Sünde. - Christentum und Judentum. - Fiktionsmechanismus im schlechten Gewissen.

11. Die Kultur aus prähistorischer Sicht 145

Die Kultur als Zucht und Züchtung. - Die Gattungstätigkeit des Menschen. - Das Gedächtnis der Worte. - Die Schuld(en) und die Gleichung der Strafe.

12. Die Kultur aus posthistorischer Sicht 148 Das Produkt der Kultur. - Das souveräne Individuum.

13. Die Kultur aus historischer Sicht 151

Die Ablenkung der Kultur. - Der Feuerhund. - Wie die Fiktion des schlechten Gewissens sich zwangsläufig an die Kultur hängt.

14. Schlechtes Gewissen, Verantwortlichkeit, Schuld 154

Die zwei Formen der Verantwortlichkeit. - Die Assoziation der reaktiven Kräfte.

15. Das asketische Ideal und das Wesen der Religion 156 Pluralismus und Religion. - Das Wesen oder die Affinität der Religion. -Das Bündnis der reaktiven Kräfte mit dem Willen zum Nichts: Nihilismus und Reaktion.

16. Der Triumph der reaktiven Kräfte 159 Schautafel

Fünftes Kapitel - Der Übermensch: Wider die Dialektik

1. Den Nihilismus 161 Was „nihil" bedeutet.

2. Die Analyse des Mitleids 162

Die drei Nihilismen: der negative, reaktive und der passive Nihilismus. -Gott ist am Mitleid gestorben. - Der letzte Mensch.

3. Gott ist tot 166

Die dramatische Behauptung. - Multipler Sinn von „Gott ist tot". - Das jüdische, das christliche (Paulus), das buddhistische Bewußtsein/Gewissen. -Christus und Buddha.

4. Wider den Hegelianismus 170

Allgemeines und Besonderes in der Dialektik. - Abstrakter Charakter der Gegensätze. - Die Frage Wer? gegen die Dialektik. - Fiktion, Nihilismus und Reaktion in der Dialektik.

5. Die Anverwandlungen der Dialektik 174

Bedeutung Stirners innerhalb der Geschichte der Dialektik. - Problem der Wiederaneignung. - Dialektik als Theorie des Ich.

6. Nietzsche und die Dialektik 177

Bedeutung des Übermenschen und der Umwertung.

7. Die Theorie des höheren Menschen 179

Der höhere Mensch: aus mehreren Personen bestehend. - Die Ambivalenz des höheren Menschen.

8. Ist der Mensch seinem Wesen nach „reaktiv"? 181

Der Mensch ist das Reaktiv-werden. „Ihr seid Mißratene". - Aktion und Bejahung. - Nietzsches Symbolik in Hinblick auf den höheren Menschen. -Die zwei Feuerhunde.

9. Nihilismus und Umwertung: der Brennpunkt 185

Der vollendete Nihilismus, seine Selbstüberwindung. - Der Wille zur Macht: ratio cognoscendi und ratio essendi. - Der Mensch, der zugrunde gehen will, oder die aktive Verneinung. - Die Konversion des Negativen, der Konversionspunkt.

10. Bejahung und Verneinung 190

Das Ja des Esels. - Der Affe Zarathustras, der böse Geist. - Die Negativität des Positiven.

11. Der Sinn der Bejahung 195

Der Esel und der Nihilismus. - Gegen die vorgebliche Positivität des Wirklichen. - „Die Gegenwärtigen". - Bejahen ist weder Tragen noch Auf-sich-nehmen. - Gegen die Theorie des Seins.

12. Die doppelte Bejahung: Ariadne 201

Die Bejahung der Bejahung (doppelte Bejahung). - Das Geheimnis der Ariadne, das Labyrinth. - Die bejahte Bejahung (zweite Macht). - Differenz, Bejahung und ewige Wiederkunft. - Sinn von Dionysos.

13. Dionysos und Zarathustra 204

Das Sein als Auslese, Züchtung. - Zarathustra und die Umwertung: der Löwe. - Von der Umwertung zur ewigen Wiederkunft, und umgekehrt. -Lachen, Spiel, Tanz.

Zusammenfassung 210

Anmerkungen 215



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