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Franzsepp Würtenberger

Malerei und Musik

Die Geschichte des Verhaltens zweier Künste zueinander - dargestellt nach den Quellen im Zeitraum von Leonardo da Vinci bis John Cage

INHALT

Zur Orientierung

Die Rangordnung der Künste und die philosophische Begründung des Primates der Musik über die bildenden Künste........... 13

Vasaris Begriff der Künste des Disegno, Leonardo da Vincis Bevorzugung der Malerei vor der Musik. Kant, Schiller, Schopenhauer, R. Wagner, H. Thode, W. Pinder.

Die Benutzung der Begriffe des Architektonischen, des Plastischen, Malerischen und des Musikalischen zur Einteilung von Geschichtsepochen.................. 17

E.T.A. Hoffmann, R. Wagner, H. Heine, O. Sprengler, M. Sauerlandt, W. Pinder, R. Benz. Die 5. Weltgeschichtsepoche der Moderne im Zeichen der Antikunst der Technik und Megatechnik.

Die historische Entwicklung

I

1) Bildende Künstler des 15. und 16. Jahrhunderts in Berührung mit der Musik........................................................ 23

Die Italiener: Alberti, Giorgione, Correggio, J. Tintoretto.

Die Niederländer und Altdeutschen: J. van Eyck, D. Barentsz, P. Vischer d.J., H. Baidung Grien, H. Mielich.

2) Die Einbeziehung der Musik in die Kunstlehre der italienischen Eklektriker um 1600 und die Modi-Lehre bei N. Poussin........................... 29

Die Carracci, G. Reni, G. Lanfranco, N. Poussin.

3) Musikalische Maler im 17. Jahrhundert............................... 32

S. Rosa und sein Nachruhm. Rembrandts Verhältnis zur Musik. Zusammenhänge zwischen dem musikalisch heiter-beschwingten Naturell des J. Steen und der Gestaltungsweise seiner Gemälde. G. de Lairesse.

4) Die Musikinstrumente und ihre Bilderwelt vom 16. bis zum 20. Jahrhundert....................................................... 36

Die bemalten Deckel der Cembali und der Spinette. Abbau der Bilderwelt an Musikinstrumenten im 19. und 20. Jahrhundert. Die bemalten Schutzflügel der Orgeln. Überschneidungen und Beeinflussungen der Gestalt der Orgeln und der großen Kirchenarchitektur.

5) Die bildenden Künstler und die musikfreundlich-bürgerliche Allgemeinbildung im Verlauf des 18. Jahrhunderts...................... 41

A. Watteau, R. Camera, M. Quentin de la Tour, N. Grund, J.H. Tischbein, der Kreis um den schwedischen Dichter K.M. Bellmann, Gainsborough, A.R. Mengs.

6) Musik im Sturm und Drang........................................ 46

W. Blake. Der musikbegeisterte Literat W. Heinse und der Typus des musikalischen Malers in der Dichtung.

II

7) Das Problem der Doppelbegabung in der Zeit um 1800................... 51

F. Weinbrenner, CM. von Weber, E.T.A. Hoffmann, Ph. O. Runges Freundschaft mit dem Komponisten L. Berger.

8) Die Bedeutung der Musik im Leben und in der Kunsttheorie von Ingres und Delacroix............................................. 54

Ingres als Geigenspieler und Musikgenießer. Ingres' Urteile über die Musik der verschiedenen Nationen. Ehrung des Cherubini durch sein Porträt. Eigener Vorschlag für ein Requiem. Die Musik als Lehrmeisterin der Malerei. Homer als der Urkünstler an sich. Delacroix als selbstausübender Musiker und als Konzertbesucher. Delacroixs Verkehr mit Musikern. Die Freundschaft mit Chopin. Delacroixs Urteile über die Musik in Vergangenheit und Gegenwart. Vergleichendes zwischen Malerei und Musik in Delacroixs Schriften. Stendhal als musikaesthetisches Vorbild.

9) M. von Schwind und F. Preller d.Ä. im Verkehr mit Musikern............. 64

Schwind als Fortsetzer des Lebenswerkes von F. Schubert. Der selbstmusizierende Schwind. Schwinds Abneigung gegen seine Malerkollegen und ostentative Hinneigung zu seinen Musikfreunden. Schwinds Stellungnahme gegen F. Liszt und R. Wagner. Die Rolle der Musik in Schwinds Malerei.

F. Preller d.Ä. und seine Freundschaft mit Liszt. Ein Gegenstück: der zeichnende Komponist F. Mendelssohn.

10) A. Feuerbachs und A. Boecklins Musikempfinden....................... 71

III

11) Die Programmusik und die Historienmalerei........................... 75

Berlioz und Genelli, Liszt und Delacroix, Maler und Musiker des Exotismus. Das Pro und Contra des Programmes.

12) Die Landschaft als musikerfüllter Raum............................. 80

Die Vorstellung des Naturkonzerts in den Landschaftsbeschreibungen von S. Gessner, M. Vigée-Lebrun und H. Thoma. Runges Zeichnung des „tönenden Waldes" und Schinkels Zyklus ,,Herbst des Lebens". Die musikerfüllte Landschaft bei den Dichtern: L. Tieck, E.T.A. Hoffmann und W. Heinse. Das Problem der Darstellbarkeit der „Musik" der Wasserfälle. L. Richters musikalisches Landschaftsempfinden. Die mythologischen Staffagefiguren in Boecklins Landschaften und ihre Interpretation durch G. Simmel. N. Gysis' „Frühlingssymphonie". Whistlers und Segantinis reine musikalische Stimmungslandschaften. Rilkes Interpretation der Landschaften von H. Am Ende und Clemenceaus Interpretation derjenigen von Monet. Das Aufgehen des Menschen in der musikerfüllten Landschaft bei A. Kubin, H.A. Bühler und W. Kandinsky. Die Landschaft als gewaltiger Orchesterapparat in den Beschreibungen von Kandinsky und Babberger.

13) Naturalismus und Impressionismus bei den Musikern................... 93

Mendelssohn, Bruckner, Liszt, Rich. Strauss, Respighi, Smetana, Debussy, Mahler, Ciurlionis.

IV

14) Die Musikbegeisterung der impressionistischen Maler................... 105

Musik um Manet, seine Freundschaft mit dem Komponisten Chabrier; Bazille, Fantin-Latour, Whistler, Redon, Renoir, Degas, Cézanne. Baudelaires Theorie der Synaesthesie in seiner Abhandlung „Die künstlichen Paradiese".

15) Die bildenden Künstler als Wagner- Verehrer oder als Wagner-Gegner........ 119

Die Wirkung der Musik von R. Wagner auf die Zeitgenossen. Hans Thoma und Bayreuth. Der besondere Widerhall der Oper „Tristan und Isolde". Der Wagnerismus in Spanien bei A. Gaudi und S. Dali. Stimmen gegen das Gesamtkunstwerk (G. Segantini, A. Renoir, A. v. Hildebrandt, Strawinsky).

16) Nachwirkungen des Gesamtkunstwerkes von Richard Wagner in Kultbauprojekten der Maler und Musiker............................ 126

Die Hans-Thoma-Kapelle in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Der Traum eines Museums von E. Nolde. Das Tempel-Projekt von Hans Adolf Bühler. Die Idee der Heiterkeitskapelle von Max Ackermann. Die Konzert-Kugel für elektronische Musik von Karlheinz Stockhausen. Das Traumhaus für ewige Musik von La Monte Young. Der Halbkugel-Raum für das „Lichtballett" von Otto Piene.

17) Der Beethoven-Kult um 1900.................................... 132

Beethoven als der große Leidende (Äußerungen von Preller d.Ä., Redon, Feuerbach, Gauguin, Morgenstern, R. Rolland). Beethoven und Michelangelo. Die Beethoven-Vorstellung bei Klinger, Klimt, Rodin und Bourdelle.

V

18) Forderung nach intensiver Beziehung zwischen Malerei und Musik um die Wende des 20. Jahrhundert................................ 139

Van Gogh, Gauguin, Signac, Beardsley, Endell. Die Kubisten um Klee.

19) Die Bedeutung der Musik im Kreise um den „Blauen Reiter"............ 150

Kandinsky, Marc, Macke, Jawlensky. Schönberg und Webern.

20) Paul Klee/und die Musik........................................ 159

Klee als ausübender Musiker. Das anfängliche Schwanken zwischen den Begabungen. Musikalische Elemente und Formen in Klees Schaffen (Rhythmus und Takt, Melodie und Begleitung, Polyphonie, das Lied). Eine französische Parallele zu Klee: R. Dufy.

21) Die Verehrung von J. S. Bach. Der Begriff der Fuge bei den Kunsthistorikern und ihre Vorbildlichkeit bei den Malern................... 172

Bachs Ruhm im 19. Jahrhundert. Die gleichzeitige Wiederentdeckung von Bach und Dürer. Der Begriff der Fuge bei den Kunsthistorikern (Meier-Graefe, Kokoschka, Pinder, Feulner, Paatz, Clemens Sommer, Röthel). Die Fuge bei den Malern (Runge, Veit, Delacroix, Redon, Hölzel, Feininger, Klee, H. Richter, Albers, Nay).

22) Die Reihen- und Rollenbilder und die direkte Übertragung von Gemälden in Musikstücke....................................... 184

R. Delaunay, V. Eggeling, H. Richter, O. Fischinger, K. Kranz, R. Strübin.

Die Versuche von E. Doser und G. Maas.

VI

23) Die Theorie der korrespondierenden Töne und Farben................. 191

Cardano, Arcimboldo, A. Kircher, Newton, Pater Castel, Goethe, Runge, L. Richter, J. Sattler, Kandinsky, Skrjabin, J.M. Hauer, H.A. Bühler, A. Herbin.

24) Werke der bildenden Kunst, die unter dem direkten Einfluß von Musik entstanden sind........................................ 198

Zitate von Verkade, Nolde, Valery, Hesse über die Auslösung visueller Vorstellungen beim Anhören von Musik, oder über die Auslösung von akustischen Vorstellungen beim Ansehen von Bildern. Das Schaffen unter dem Einfluß der Musik bei Klinger, Rodin, Maillol, Beckmann, Marc, Kokoschka, M. Ackermann, Babberger, C. Richters. Das Schaffen der Philosophen und Dichter unter dem Einfluß der Musik. Die Schriften von O. Rainer und G. Anschütz. Eine Darstellung von Gesprächen bei S. Steinberg.

25) Musikstücke, die durch Werke der bildenden Künste angeregt wurden....................................................... 208

Beispiele aus den Werken von: Liszt, Mussorgsky, Debussy, Ravel, Janacék, Frances Grun, Reger, J. van Domselaer, Hindemith, Schostakowitsch, Nono, H. E. Apostel, H. Chr. Wolff, G. Schuller, D. Schönbach. Ostasiatische Malereien als Anregungsquelle bei Debussy und Strawinsky.

VII

26) Der Einbruch des Graphischen in das Schaffen der Komponisten........... 215

Die Nachfolge Klees bei den zeichnenden Musikern P. Hindemith und W. Egk. Die Verwendung von Farben in den Partituren. Frühe Ansätze zu bildhaften Partituren bei I. I. Grandville, M.v. Schwind, P. Hindemith, M. Slevogt, P. Klee, K. Stockhausen, M. Kagel, E. Brown, R. Kayn. Der Einfluß von P. Klee bei John Cage, P. Boulez, G. Ligeti, M. Kagel, J. Whitney. Die Verwendung der Raumperspektive bei Partituren von W. Schulze-Andresen und H. Eimert. Die perfekten graphischen Bildpartituren bei S. Bussotti, A. Logothetis, R. Moran, R. Haubenstock-Ramati, G. Ligeti, D. Schnebel. Die Partitur als selbständiges Kunstwerk. Collage- und Montageverfahren in Malerei und Musik.

27) Vitalismus und die malenden Jazz-Musiker............................ 238

Gauguin als Begründer des Vitalismus. Primitives Musikempfinden bei Ensor, Hodler, Munch, M. Lauterburg, O. Dix, A. Babberger, M. Beckmann, Picasso. Das gespaltene Musikempfinden bei Babberger und Beckmann. Russolos Musik der Geräusche. Mondrians Forderung an die Musik. Die Laut-Musik oder die onomatopoetische Sprache bei R. Haussmann und K. Schwitters. Einfluß des Jazz bei den Malern Mondrian, Vlaminck und Matisse. Paralleler Primitivismus bei Nolde. Wols' Absage an das traditionelle Musizieren. Malende Jazz-Musiker: Gershwin, Ellington, C. Richters, H. Koller, B. Walldorf. Die Kunstauffassung von Hortense von Gelmini.

28) Kunst ohne Hierarchie der Künste...................................... 249

Der Vorrang des elementaren Erlebnisses vor der Wahl der speziellen Kunstarten im Erfindungsprozeß des Künstlers. Absage an die Musik durch W. Busch, de Chirico, Dali und Savino. Eine Zukunftsprognose von John Cage

29) Künstlerverzeichnis................................................. 253

30) Autorenverzeichnis der Literaturangaben................................ 259



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