Diese Ressource ist vollständig im Bestand von archiv k23 einsehbar. ( Kennung: 166-16)

Sabine Rehlich

skriptural

galerie renate kammer Hamburg

LETTERN

Ein Begriff wird zum Bildmotiv, oder vielmehr seine Lettern. Ohne ihre ursprüngliche Gestalt aufzugeben, verdichten die Buchstaben sich zu neuen Figuren und gewinnen Autonomie.

CHIFFREN

Die Chiffrierung entlastet das Zeichen vorübergehend von der Bedeutung und taucht den Blick in die Form. Jenseits der Achse gespiegelter Wörter öffnet sich ein Denk-Raum, und das Entziffern kann beginnen.

WÖRTER

Was bewegt die Entscheidung für ein bestimmtes Wort als Bildmotiv? Um sich der Faszination eines Begriffs zu versichern, wird die Fülle seiner Bedeutung erkundet, gesammelt, erforscht. Ist seine Kostbarkeit erwogen, kann die Verwandlung der Form gewagt werden. Das Wort bewahrt sich und entfaltet Sinnlichkeit.

WERKTITEL

Manchmal rufen Wort oder Satz als Bildmotiv den Titel auf. Dann beschreiben, bezeichnen oder kennzeichnen sie einander. Manchmal entzieht sich das Bildmotiv der Lesbarkeit, dann bietet ihm der Titel Unterkunft.

TAFELWERK

Die Raumarbeiten haben Vorläufer. Die Papierarbeiten: gestische Selbstgespräche, Einfälle. Und das Tafelwerk: konzipierte Bilder, die Schrift betreffend, gemalt in leuchtenden Farben, oft als Reihungen, Serien oder Zyklen. Bildträger ist die Holztafel. Sie steht auch mit ihrer plastischen Dimension in der Tradition alter Tafelbilder.



URL dieser Ressource: http://www.ask23.de/draft/archiv/md47_fachliteratur/166-16.html