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Horst Kurnitzky

Die unzivilisierte Zivilisation

Wie die Gesellschaft ihre Zukunft verspielt

Inhalt

Vorwort ............................. 9

I. Der befreite Markt ....................... 15

Die Mont Pèlerin-Gesellschaft. Freiheit versus Knechtschaft. Historische Grundlagen des Marktes: Opfer-Geld-Tausch. Luca Pacioli, ein Held der Renaissance. Kapitalismus und doppelte Buchführung. Adam Smiths Konzept. Tausch und täuschen. Hermes, der Gott der Diebe und Kaufleute. Ökonomischer Fundamentalismus. Neoliberalismus, ein Pseudonym. Vom Gewinnprinzip zur Globalisierung. Die unsichtbare Hand, eine Schicksalsmacht. Der befreite Markt und seine Widersacher.

II. Sparen um jeden Preis .................... 42

Ziel der neuen Ökonomie: Austerity und Geldwertstabilität. Quellen der Sparwut. Sparen durch Vernichtung. Ein Konzept des 20.Jahrhunderts: die soziale Wirtschaftsverfassung. Etymologisches über das Sparen. Renaissance destruktiver Sparmaßnahmen.

III. Anstiftung zur Gewalt ..................... 52

Globalisierung der Gewalt. Kriege und Bürgerkriege. Fremdenfeindlichkeit. Kampfsprache der Wirtschaft. Kriegsmoden und Kriegsspielzeug. Aggression und Autoaggression. Gewalt und Geschlechterspannung. Free Market als Kampfplatz. Gournays Motto. Überleben, ein Naturgesetz. Kapitalkonzentration und Gewalt.

IV. Ethnische Gemeinschaft oder Corporate Identity? ...... 69

Ethno- und Glaubenskriege. Die erfundene Nation. Wagner und der deutsche Mythos. Der Führer und seine Masse. Machtmittel Bürokratie. Ursprungsmythische Konstruktionen. Ethnos und Ethnarchen. Viktimismus der Glaubenskrieger. Kunstgebilde und Kunstsprachen. Wal-Mart, die Firma als ethnische Gemeinschaft. Auflösung der Gesellschaft durch Ethnisierung.

V. Die Korrosion der Gesellschaft ................ 98

Die Utopie von der zivilen Gesellschaft. Menschenrechte oder Völkerrecht. Der Contrat Social steht zur Disposition. Der Kant-sche Imperativ. The Pursuit of Happiness, ein ökonomisches Menschenrecht. Kultur versus Zivilisation. Suche nach Geborgenheit und Identität. Vermeintliche Rettung in der Gemeinschaft.

VI. Der neue Mensch ...................... 115

Aufruf zu mehr Flexibilität. Handel, Händel und Marktfriede. Die unternehmerische Wissensgesellschaft. Das Verschwinden der Arbeitsgesellschaft. Der Job - das neue Bindemittel. Der neue Mensch, ein Unternehmer seiner Arbeitskraft. Wer nicht mittanzt, wird weggeschlossen. Der Konformist — ein Mensch ohne Eigenwillen.

VII. Leben im Paradies ...................... 133

Postmoderne und Posthistoire. Ende der Geschichte, eine Erlösungsmetapher. Drei Propheten: Hegel, Kojève, Fukuyama. Walter Benjamin: Der Ursprung ist das Ziel.Venetian, McGuggenheim. Von der Realität zur Authentizität. Disney: Die Welt als Themenpark. Festivalisierung der Städte. Urlaub in der Mall. Totalitärer Jugendkult. Die IKEA-Gemeinschaft. Streben nach Subjektlosigkeit. Goyas Traum. Halluzinierte Wunschbefriedigung. Flucht in die Droge.

VIII. Welcome to Global Village ................. 155

Emigration und Kultur. Austausch und Welthandel. Kolonialwaren: Tabak und Rum. Der Tango zum Beispiel. Tomaten und Kartoffeln. Gesellschaftsbildung durch Kaffee. Globalkapital. Vermarktung der Einheitskultur. Mediale Globalisierung. Standort Global Village.

IX. Rasende Bewegungslosigkeit ................ 175

Omnipräsenz im Cyberspace. Zeit ist Geld. Das Schicksal der Primärsinne. Wir glauben, was wir sehen. Das virtuelle Bild, eine Halluzination. Kultplatz im Internet. Das Museum: Ort der Erinnerung oder Hall of Events? Eine Welt des Verschwindens. Elektronischer Mystizismus. Heimkehr in die Netzgemeinschaft.

X. Auf eigenes Risiko ...................... 203

Die Börse als Modell.Thales von Milet, ein erster Monopolist? Von der Handelskompanie zur Aktiengesellschaft. Die Kapergesellschaften — Fortsetzung des Handels mit anderen Mitteln.Tulpenfieber in Holland. Futures und Derivate —Wetten über Wetten. Schneller, schneller, schneller. Der Crash von 1929. Die Gesellschaft der Zukunft — eine Aktiengesellschaft.

XI. Die Wiederkehr des Schicksals ............... 220

Aberglaube und Massel. Tyche und Fortuna, zwei Schicksalsgöttinnen. Zufall und Notwendigkeit. Orakel der Pythia. Hasard: wie die Würfel fallen. Lotto und Lotterie: Unternehmen der Geldbeschaffung. Machiavelli: Dammbau gegen das Schicksal. Weltmarkt, Gewalt und Glaube. Zivilisation in der Krise.

Anmerkungen .......................... 238



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