ask23 Textsuche

<< Zurück zum Archivbereich


Ergebnisse für Wirklichkeit
Seite 1 (1 bis 10 von 316 Treffern) || weiter >>
  1. 100%

    Michael Lingner Referent: Bazon Brock Koreferent: Franz Erhard Walther Hamburg, 18.Juni 1973 INHALTSVERZEICHNIS Wirklichkeitskonstitution als Imagebildung S. 1 Wirklichkeitskonstitution als Produktion entfremdeter Wirklichkeit S.6 Wirklichkeitsproduktion als Arbeit S.28 Literaturverzeichnis S.51 WIRKLICHKEITSKONSTITUTION ALS IMAGEBILDUNG Aus eigener Anschauung, vielleicht besonders aus dem Umgang mit älteren Menschen, weiß jeder, daß es ... Gegenstand zum Gebrauchsgegenstand und damit zum Bestandteil einer allen gemeinsamen Alltagswirklichkeit (1) erklärt, existiert dann für die betreffende Person eine durch die Materialität des Gegenstandes nicht ausgewiesene subjektive Wirklichkeit, die oft erst dann bemerkt werden kann, wenn sie verletzt wird. (A) So ist zum Beispiel eine übertrieben heftige Abwehrreaktion auf den Vorschlag des Schwiegersohnes, die alte Tapete ... alten Tapete zu verstehen, sondern nur noch durch die Annahme von ungegenständlichen Eigenschaften zu erklären, und es offenbart sich uns die Existenz des Gegenstandes auch im Zustand subjektiver Wirklichkeit, die gewöhnlich hinter der Selbstverständlichkeit der Alltagswirklichkeit verborgen bleibt und in ihrer Bedeutung für das Verhalten unterschätzt wird. Die oftmals tragischen Folgen einer besonders bedrohlich empfundenen Verletzung oder bewußten Mißachtung (B) dieser subjektiven Wirklichkeit weisen jedoch nachdrücklich darauf hin, daß die subjektive Wirklichkeit nicht irgendeine, sondern die Wirklichkeit ist, weil sich an ihr das Verhalten orientiert, daß jenseits der durch Habitualisierungen bestimmten Alltagswirklichkeit orientierungsbedürftig bleibt. Diese subjektive Wirklichkeit, dieses Bild ... >>

  2. 67%

    ... auf eine künstlerische Konkretisierung dieser Ideale gerichteten Erwartungen und Anstrengungen haben sich zu Unrecht und viel zu rasch entmutigen lassen. Denn nach wie vor fehlt es an einer wirklichen Durchdringung der Konsequenzen, die eine künftige Kunstpraxis aus solchen künstlerisch wie gesellschaftlich reformatorischen Gleichheitsansprüchen zu ziehen hätte. Durch feuilletonistisches Räsonnieren über das ,,Ende der Avantgarde" 2) oder durch ... Methodik Im Unterschied etwa zur Methodik der philosophischen Ästhetik, die ihren Gegenstand aus theoretischen Begriffssystemen entfaltet, sind diese kunstsoziologisch motivierten und kulturpolitisch engagierten Überlegungen zuerst an der empirischen Wirklichkeit orientiert. Allerdings ist die konkrete Wirklichkeit der Kunstproduktion und -rezeption in ihrer Komplexität weder unmittelbar noch umfassend zu erkennen, so daß von ihr - auch um der Allgemeingültigkeit der Aussagen willen - abstrahiert werden muß. Hierzu ... anerkannten Auffassung, daß die Selbstbestimmung als das konstitutive Prinzip alles Schöpferischen für die künstlerische Tätigkeit wesensnotwendig sei. Infolgedessen wird die Frage, ob und inwiefern die Praxis des Künstlers wirklich Arbeit sein kann, zwangsläufig zu paradoxen Antworten führen. 1. Paradoxie Wo die Ware als Form des wirtschaftlichen Verkehrs jeglichen gesellschaftlichen Austausch prägt, ist auch der künstlerische Wert von ... gilt solche immanent-ästhetische Fremdbestimmung der gesellschaftlich fundierten Fremdbestimmung denn auch nicht als gleichberechtigt, was zu einer dritten Paradoxie führt: OBWOHL DER KÜNSTLER SICH IM SCHÖPFERISCHEN AKT NICHT WIRKLICH SELBST BESTIMMT, IST ER AUCH NICHT EIGENTLICH FREMDBESTIMMT. 4. Paradoxie Durch die Kunst des 20. Jahrhunderts ziehen sich zwei starke Strömungen, die solcher Widersprüchlichkeit auf künstlerisch-praktischem ... >>

  3. 61%

    ... die sich darum gekümmert haben, nie gelassen. Aber die Grundfragen, die sie eigentlich provoziert, die Erweiterungen, der Zugewinn, all die in ihr steckenden Möglichkeiten sind bis heute nicht wirklich aufgegriffen worden und haben nicht die Wirkungen entfaltet, die ich mir vorgestellt habe und für notwendig hielte. Das hindert mich aber überhaupt nicht, von dem Wert der Sache ... aufkommt. Vielleicht sind die Leute aber auch nur vorsichtiger geworden und haben aufgrund des Medieneinflusses so etwas wie Respekt. Wenn es allerdings zu dem Punkt kommt, wo man wirklich diskutiert und versucht, gründlicher auf die Sache einzugehen, dann begegne ich demselben alten Unverständnis. Es zeigt sich, daß sich die allgemeinen Kunstvorstellungen eigentlich nicht geändert haben und nach ... Sache haben und ihre mögliche Bedeutung erkennen können. M.L.: Das Ausmaß der allgemeinen Akzeptierung und auch finanziellen Honorierung deiner Arbeit täuscht also darüber hinweg, daß sich das wirkliche Interesse an ihr immer noch auf einen nur sehr kleinen Kreis beschränkt. Den primären Grund dafür sehe ich weder in der heute gern gepflegten Unverbindlichkeit, mit der Dinge ... meine Arbeit bzw. was substantiell davon bleiben mag, recht hat. Es gibt aber natürlich auch heute, in der Gegenwart Verbündete, die sich ernsthaft interessieren und mit denen ich wirklich reden kann. So wie wir miteinander sprechen, ist das z. B. auch noch mit einigen wenigen anderen Menschen möglich. Dann treffe ich immer wieder junge Leute, die Kunst ... Käthe Kollwitz sowie Heartfield, die Dadaisten und die Mexikaner Orozco, Siqueiros, Rivera. Aber es ist fraglich, ob das, was sie möglicherweise an unmittelbarer politischer Wirkung erzielt haben, sich wirklich dem Einsatz künstlerischer Mittel verdankt ... M.L.: ... Und ob die Verwendung dieser Mittel antiquiert oder aber auf der Höhe des künstlerischen Entwicklungsstandes war. Daß etwa wie bei ... >>

  4. 58%

    ... der Renaissance sich vertiefenden Trennung von Kunst und Wissenschaft. Auch wenn diese Abgrenzung in der historischen Entwicklung immer wieder aufgebrochen worden ist, so konnte sie doch nie wieder wirklich durchbrochen werden. Vielmehr hat die Wissenschaft, die mit ihren Technologien heute selbst das Bildmonopol der Kunst in Frage stellt, sich des Begriffsmonopols total bemächtigt, und in meinen "Vorbemerkungen ... auch die sprachlichen Artikulationen der Künstler spielten beim Informel nur eine untergeordnete Rolle? F.E.W.: Ja, das glaube ich. Ich konnte die Entwicklung des Informel ja nicht wirklich miterleben. Aber in fremden und eigenen Arbeiten habe ich die Ausläufer noch sehr intensiv erfahren, und vor allem sind mir einige wichtige Autoren des Informel persönlich begegnet, wie ... Übergestülptes, es erklärt mir im Grunde überhaupt nichts über seine Arbeiten. Ich glaube, die Künstler haben aus dem Gefühl heraus theoretisiert, daß ihre Ideen von den Arbeiten nicht wirklich getragen werden - vielleicht spielt da auch so etwas wie Selbstschutz eine Rolle. Doch wie auch immer, man hat auf die Begriffe reagiert, sie sind bedacht worden und haben ... nicht als Kunst durchsetzbar gewesen. F.E.W.: Die große Leistung von Wols besteht darin, das von Breton und den Surrealisten theoretisch formulierte Programm der 'ecriture automatique' bildnerisch wirklich umgesetzt zu haben, was vor ihm niemand - allemal nicht die surrealistischen Maler - mit solcher Konsequenz vermocht hatte. Es ist schon komisch, wenn unter dem Vorzeichen des Unbewußten, der ... als produktive Verwirrung, als Euphorie, die Kraft gibt und mich frei macht, durchaus brauchbar sind. Selbst die schrägsten Gedanken können so funktionieren. Ich darf nur das Ganze nicht wirklich ernst nehmen und es auf keinen Fall zur Erklärung neben das Werk stellen. Denn das, was der Künstler äußert und was er tut, muß nicht unbedingt miteinander ... >>

  5. 58%

    ... daraufgebracht worden ist. kann man im Zudecken, Um- und Einschlagen, Schichten und Aufschneiden, in den Packungen, Teilungen und Reihungen die normalen Hantierungen eines Bäckers wiedererkennen. Und es besteht wirklich auch vom Machen her eine frappierende Ähnlichkeit, wie ich in der Lehre mit dem Teig und wie ich später mit Papier umgegangen bin. Da ich historische Formen auf ... formlos, bis es etwa durch zeitlich-räumliche Vorstellungen strukturiert wird, die derjenige entwickeln muß, der handelt. Die Überantwortung der eigentlichen Werkformung an denjenigen, der vom bloßen Betrachter zum wirklichen Handelnden geworden ist, dieser für mich fundamentale Fortschritt hat sich als Konsequenz aus dem ,Machen' unabhängig von äußeren Einflüssen ergeben. Nicht daß ich das unbedingt so gewollt habe ... Basilika zu bekommen. Diese Vorstellung hat mir lange Zeit mehr gegeben als die zeitgenössischen Bilder, denen ich begegnet bin, und ist für mich viel mehr als diese eine wirkliche Kunsterfahrung gewesen. Die erste Arbeit von einem Zeitgenossen, die da herangereicht hat, habe ich 1963 in einer Ausstellung in Frankfurt gesehen. Es war die Tonne mit der 1 ... damals zu wandeln begann. Ich bin in diese Diskussion nur langsam hineingewachsen, da ich sehr in meinem eigenen Denkkreis befangen war. Aber gerade weil ich mit meinen Kunstvorstellungen wirklich Erfahrungen im Expandieren gemacht hatte, war ich empfänglich für die Gefahr, die darin steckt, wenn man das Expandieren zum Prinzip erhebt. Man kann nicht unendlich expandieren, das ist ... andere künstlerische Dimension zu geben. Das war aber auf dem bisherigen DIN-A4-Format nur begrenzt möglich, weil alles immer sehr abstrakt blieb und bestenfalls nachzuempfinden, aber nicht wirklich körperlich erlebbar war. Darum wollte ich das, was in den „Werkzeichnungen" überwiegend der Vorstellungskraft überlassen blieb, nun groß, auch plastisch, material und sinnlich vor mir sehen, was ... >>

  6. 55%

    ... der Renaissance sich vertiefenden Trennung von Kunst und Wissenschaft. Auch wenn diese Abgrenzung in der historischen Entwicklung immer wieder aufgebrochen worden ist, so konnte sie doch nie wieder wirklich durchbrochen werden. Vielmehr hat die Wissenschaft, die mit ihren Technologien heute selbst das Bildmonopol der Kunst in Frage stellt, sich des Begriffsmonopols total bemächtigt, und in meinen "Vorbemerkungen ... auch die sprachlichen Artikulationen der Künstler spielten beim Informel nur eine untergeordnete Rolle? F.E.W.: Ja, das glaube ich. Ich konnte die Entwicklung des Informel ja nicht wirklich miterleben. Aber in fremden und eigenen Arbeiten habe ich die Ausläufer noch sehr intensiv erfahren, und vor allem sind mir einige wichtige Autoren des Informel persönlich begegnet, wie ... Übergestülptes, es erklärt mir im Grunde überhaupt nichts über seine Arbeiten. Ich glaube, die Künstler haben aus dem Gefühl heraus theoretisiert, daß ihre Ideen von den Arbeiten nicht wirklich getragen werden - vielleicht spielt da auch so etwas wie Selbstschutz eine Rolle. Doch wie auch immer, man hat auf die Begriffe reagiert, sie sind bedacht worden und haben ... nicht als Kunst durchsetzbar gewesen. F.E.W.: Die große Leistung von Wols besteht darin, das von Breton und den Surrealisten theoretisch formulierte Programm der 'écriture automatique' bildnerisch wirklich umgesetzt zu haben, was vor ihm niemand - allemal nicht die surrealistischen Maler - mit solcher Konsequenz vermocht hatte. Es ist schon komisch, wenn unter dem Vorzeichen des Unbewußten, der ... als produktive Verwirrung, als Euphorie, die Kraft gibt und mich frei macht, durchaus brauchbar sind. Selbst die schrägsten Gedanken können so funktionieren. Ich darf nur das Ganze nicht wirklich ernst nehmen und es auf keinen Fall zur Erklärung neben das Werk stellen. Denn das, was der Künstler äußert und was er tut, muß nicht unbedingt miteinander ... >>

  7. 55%

    ... ist nichts als Kunst", droht sie nach der systemtheoretischen Analyse von Niklas Luhmann "in einer Art von logischem Kurzschluß zu kollabieren". Jedenfalls hat das Autonomiestreben der Kunst keinen wirklichen Widerpart mehr und läuft ins Leere, weil das, wogegen sie sich noch verselbständigen könnte, eigentlich aufgebraucht ist. An diesem End- und Wendepunkt der Geschichte moderner Kunst hat sie ... Kontext-Kunst"-Aktivitäten zu unterscheiden. Aber zumindest soll der grundsätzliche Unterschied zwischen ästhetischem Erleben und Handeln noch umrissen werden: Erleben und Handeln sind zwar zwei zusammengehörige Aneigungsweisen von Wirklichkeit. In der Kunstrezeption überwiegt aber bisher das Erleben als einsame passive Kontemplation vor einem Werk. Um die ausschließlich konsumtive Haltung zu überwinden, kommt es darauf an, soziales, aktives ... vor allem durch den höheren Aktivitätsgrad, sondern durch die gesteigerte Intensität, Soziabilität, Kommunikativität, Parität und vor allem: Realität. Denn nicht mehr wird Kunst lediglich ästhetisch betrachtet, sondern auch Wirklichkeit durch ästhetisches Handeln verändert. Daß dann nicht mehr der künstlerische Schaffensprozeß und sein Ergebnis, sondern der den Beteiligten gelingende Entscheidungs- und Handlungsprozeß die ästhetische Wertvorstellung begründet, die wir ... emotionale Ebene bringen möchte. Ich muß sagen, manches Mal beobachte ich sehr unterschiedliche Einstellungen auch bei den Museumsdirektoren. ... Da gibt es auf der einen Seite Direktoren, die sich wirklich nur im Elfenbeinturm der Wissenschaft, der Kunst zu Hause sehen und eigentlich jede auch nur entfernten Kontakte zu Kommerz und Wirtschaft ... [ablehnen]. Auf der anderen Seite sehe ich ... nicht weiter. ... Es ist völlig egal, ob es ein Pleitestaat ist wie Bremen oder noch ein eher prosperierender Staat wie das Land Baden-Württemberg, die öffentlichen Haushalte sind wirklich in einer schlechten Situation. Ich beschreibe erst einmal das Faktum, und damit muß man auf eine konstruktive Art und Weise umgehen . Ich finde, daß diese Diskussion, die ... >>

  8. 49%

    ... Nachweis der These, welche den systematischen Anspruch der innerhalb der Einleitung begründeten Untersuchung formuliert................................ 22 a) Das Apriorische der Geschichte..................... 23 b) Das kategoriale Verhältnis von Möglichkeit und Wirklichkeit........ 25 c) Die Entstehung der Prozessualität des Fortschritts.................. 27 d) Die Kategorie der Möglichkeit und der Index dessen, was »wirklich werden soll« ................. 28 e) Die ontologisch begründete Dialektik der anthropologischen Frage des Selbstwerdens............... 29 II. KAPITEL B Voruntersuchung: Die konkrete Frage der Entstehungsproblematik einer Ontologie des »Noch-Nicht-Seins« innerhalb der Phänomenologie des Geistes ........................................................ 32 a) Wirklichkeit als Werden, Bewegung, Prozeß in der Vorrede der Phänomenologie des Geistes.......................................... 34 b) Die Stufen der Entstehung von Wirklichkeit und die Rolle der historischen Handlung (Kapitel I.-V., der subjektive Faktor) ........... 47 1. Die Frage der revolutionären Situationsdialektik und die besondere Stellung des Kapitels IV. A. der ... des Geistes: »Herrschaft« und »Knechtschaft« ................................... 52 2. »Der Mensch ist die Tat«. Zur anthropologischen Bestimmung des Aktivismus ............................................... 59 3. Die subjektive Frage der Verwirklichung von Möglichkeit........ 63 c) Wirklichkeit und Möglichkeit innerhalb der Weltgestalten (Kapitel VI., der objektive Faktor).............................. 75 1. Die Deszendenz der bürgerlichen aus der aristokratischen Gesellschaft 76 2. Die entfremdete Wirklichkeit und die ... >>

  9. 49%

    ... zwischen Künstler und Publikum . . . unüberbrückbar" (1) geblieben ist. Dennoch - die auf eine künstlerische Einlösung dieser Gleichungen zielenden Erwartungen und Anstrengungen haben sich zu rasch entmutigen lassen, da eine wirkliche Durchdringung der Konsequenzen solcher künstlerisch und gesellschaftlich reformatorischen Gleichheitsansprüche nach wie vor fehlt. Mit feuilletonistischem Räsonnement über das "Ende der Avantgarde" (2) oder mit notorischem Ressentiment gegen die ... ebenfalls anerkannten Auffassung, daß Selbstbestimmung als das konstitutive Prinzip alles Schöpferischen für die künstlerische Tätigkeit wesensnotwendig ist. Infolgedessen wird die Frage, ob und inwiefern die Praxis des Künstlers wirklich Arbeit sein kann, zwangsläufig zu paradoxen Antworten führen. 1. Paradoxie Wo die Ware als Form des wirtschaftlichen Verkehrs jeglichen gesellschaftlichen Austausch prägt, ist auch der künstlerische Wert von ... gilt die immanent-ästhetische Fremdbestimmung der gesellschaftlich fundierten Fremdbestimmung denn auch nicht als gleichwertig, was zu einer dritten Paradoxie führt: Obwohl der Künstler sich im schöpferischen Akt nicht wirklich selbst bestimmt, ist er auch nicht eigentlich fremdbestimmt. 4. Paradoxie Zwei starke Strömungen ziehen sich durch die Kunst des 20. Jahrhunderts, die solcher Widersprüchlichkeit auf künstlerisch-praktischem Wege ... analytische Kraft gedanklicher Reflexion nicht möglich. Aber zur Umsetzung der Ideen bedarf es ebenso des synthetisierenden Vermögens der Intuition, damit gegen die vorhandenen Faktizitäten die Totalität einer andern Wirklichkeit entstehen kann. Selbst wenn sich deswegen das realisierende, eigentliche künstlerische Produzieren jeder Selbstbestimmung entzieht, können zuvor doch die Inhalte des Produzierens: die ästhetischen Ideen in einem Akt subjektiver ... jedoch noch keine Geltung als gesellschaftliche Arbeit. Dazu bedarf sie überdies der Fremdbestimmung, die ihr freilich nicht vom immanent-ästhetischen Sach- und/oder Naturzwang her, sondern - wie jedem wirklichen Arbeiten - ausschließlich aus der Orientierung an einem externen gesellschaftlichen Zweck zuwachsen kann. Diese Art der Zweckorientierung ist der Kunst allerdings verwehrt, wenn sie ihre große Errungenschaft in ... >>

  10. 47%

    ... Weg zum Verstand weisen, welcher doch allein, indem er die sinnliche Wahrnehmung sinnvoll organisiert, eine Intelligenz der Empfindung ermöglichen kann und so den Rezipienten befähigt, zum Produzenten seiner Wirklichkeit zu werden. Formalismus bezeichnet also nicht mehr eine bestimmte Weise der künstlerischen Produktion von Kunstgegenständen, sondern deren tätige Aneignung als eine bestimmte Weise ihrer Rezeption. Gegen die als ... Erst Kunst könnte eine dieser theoretischen Aussage entsprechende Rezeptionsweise gegenständlich ermöglichen, um ihr dadurch Wirklichkeitscharakter zu verleihen. Das theoretisch Mögliche wäre durch die tätige Rezeption der Kunstgegenstände in Wirklichkeit überführbar. Solche Gegenstände, welche die kategoriale Dimension der Wahrnehmungsprozesse beobachtbar machen, beförderten die Aufhebung der Differenz zwischen Theorie und Praxis. Die Erfüllung dieses Wunsches bedarf solcher Gegenstände, die ... Befindlichkeit gekennzeichnet ist. Die materiale Organisation der Gegenstände erzwingt diese Abweichung durch die Störung des gewohnten, gleichgewichtigen Anteils, den die einzelnen Sinne sonst am Zustandekommen unseres Bildes der Wirklichkeit haben. Bei Walthers "Blindobjekt" z. B. ist der Gesichtssinn weitgehend eingeschränkt und der Benutzer muß sich mit den anders gewichteten Daten seiner Sinne die Wirklichkeit auf eine neue Weise erschließen. So ist mit dem Blindobjekt eine Differenz zwischen dem bekannten Bild der Wirklichkeit und der sich durch die Benutzung des Objektes erschließenden Wirklichkeit beobachtbar. Diese existiert einerseits als gedankliche, kategoriale Ergänzung des "ausgeschalteten" Sinns in der Vorstellung bildhaft und wird ... >>

Ergebnisse für Wirklichkeit
Seite 1 (1 bis 10 von 316 Treffern) || weiter >>