ask23 Textsuche

<< Zurück zum Archivbereich


Ergebnisse für Theorie und Praxis
Seite 1 (1 bis 10 von 184 Treffern) || weiter >>
  1. 100%

    Paradoxien künstlerischer Praxis Die Aufhebung der Autonomie des Ästhetischen durch die Finalisierung der Kunst "Man muß den Begriff künstlerische Tätigkeit als eine konterrevolutionäre Auffassung des Schöpferischen ausmerzen." El Lissitzky Einleitung Die ... kompensieren. (39) Und erst recht wäre es eine Täuschung, die Kunst zur Szene erkünstelter Irrationalität (asylum ignorantiae) zu stilisieren und zu suggerieren, daß ihr am besten mit einer ,,Theorie der Nichttheorie" 3) geholfen sei, die - wie die 'wild' denkenden Propheten der ,,Neuen" glauben machen möchten - das Problem der Einheit von Kunst und Leben 'schon irgendwie' im Emotionalen ... Manier auf Trends des Zeitgeistes spekulieren noch dem Kulturpessimismus des Feuilleton folgen oder die Hoffnung in alternative Organisationsformen setzen, dann gilt es, sich zuerst den Struktureigentümlichkeiten der künstlerischen Praxis selbst zuzuwenden und zu fragen, inwieweit in ihr wesentliche Hinderungsgründe dafür liegen, daß sie bisher sich eben nicht im Sinne jener Gleichheitsansprüche der gesellschaftlichen Praxis anzuverwandeln vermochte. Aber nicht nur für die Kunstpraxis, sondern auch in der Kunsttheorie ist die Bestimmung des Verhältnisses von Kunst und Gesellschaft zentrales Thema geworden; kann doch - seitdem ... einer Weise, die es der Kunst erlaubt, ,,die soziale mit der ästhetischen Forderung in Einklang zu bringen und nicht in Gegensatz". 8) Soweit dieses gelänge, könnte die künstlerische Praxis ein Modell der Transformation von Fremdbestimmung in eine Form der Selbstbestimmung werden, die nicht mehr bloß individualistisch vom Genie, sondern verallgemeinert von jedermann praktizierbar wäre. (44) Methodik ... >>

  2. 91%

    ... Sammelbegriff für Konzepte, in denen davon ausgegangen wird, dass Prinzipien, Normen und Überzeugungen nur bedingt in Bezug auf etwas begründbar, also teilgültig im Verhältnis zum ‚Ganzen’ sind. Relativistischen Theorien zufolge ist die Geltung von Aussagen prinzipiell abhängig von Voraussetzungen, die ihrerseits keine allgemeine Geltung beanspruchen können. Relativismus wird häufig als Antonym zu Universalismus verwendet und als Gegenentwurf ... Frage des Müssens zu einer Frage des Wollens geworden sei, und ein Ausstieg aus dem gesellschaftlichen Moralkonsens hin zum Selbstinteresse nicht sanktioniert, sondern gleichgültig hingenommen werde.52 Diese Praxis wirkt sich auf zeitgenössische Gesellschaften weniger dramatisch aus, als es Tugendhats Kritik erwarten ließe: Kalupner geht eher davon aus, dass in der Wirklichkeit Menschen in einer bereits von ... sich die Argumente zur distributiven Gerechtigkeit zwischen den Nationen richten sollen.74 Eine umfassende Darstellung der distributiven Gerechtigkeit zwischen den Nationen würde O’Neill zufolge eine vollständig ausgearbeitete Theorie der menschlichen Bedürfnisse erforderlich machen. Angesichts der Komplexität und der Schwierigkeit derjenigen Fragen, die sich auf Handlungsinstanzen und Bedürfnisse beziehen, hätten die meisten Ansätze bisher beide Themenbereiche ausgeklammert ... Pluralität in der Idee von Freiheit und Menschenwürde Dieter Sturma umschreibt den Personbegriff Kants als eine weitreichende ethische Neuinterpretation, die anders verfasst sei, als beispielsweise John Lockes praktische Theorie personaler Identität. Die moralische Persönlichkeit bei Kant sei Ausdruck der Freiheit und Unabhängigkeit von bloßer Naturkausalität. Den ursprünglichen Einsichten Rousseaus folgend lasse sich so der Zusammenhang zwischen Person ... selbst in genau der gleichen Weise Zweck an sich selbst, wie das Ich Zweck an sich selbst ist.172 Kant baut auf die menschliche Existenz als Selbstzweck seine Theorie der Weltbürgerrechte auf. Die Menschlichkeit eines jeden besteht darin, den Selbstzweck als höchstmögliches Gut zu schützen. Die Fähigkeit, sich an diese normative Vorgabe zu halten, das heißt ... >>

  3. 86%

    ... nach meinem Kunststudium arbeitete ich etliche Jahre hauptsächlich künstlerisch-praktisch und dabei drängte es mich zunehmend, meine eigene um die Thematik „Zeit“ kreisende Kunst durch das Betreiben von „Theorie“ zu befördern . Nicht zuletzt beeinflusst von Bazon Brock war mir recht rasch klar geworden, dass speziell auf einen Künstler wie Franz Erhard Walther, bei dem ich studiert hatte ... gedanklich reagieren ließ, um irgendwie weiter zu kommen. Deswegen habe ich nicht nur bald mit einem zusätzlichen geisteswissenschaftlichen Studium begonnen, sondern vor allem auch durch die Beschäftigung mit Theorien mir wichtig erscheinender Künstler versucht, deren Ideen und Werke besser verstehen und zugleich bei dieser Auseinandersetzung Inspirationen für die Entwicklung meiner eigenen künstlerischen Arbeit gewinnen zu können. Zwar ... Nichts zu kreieren und darüber hinaus auch noch Sinn und Wert dieses Tuns zu rechtfertigen. Mit einer trefflichen Beschreibung dieser Situation des modernen Künstlers leitet Adorno seine „Ästhetische Theorie“ ein: „Zur Selbstverständlichkeit wurde, dass nichts was die Kunst betrifft, mehr selbstverständlich ist, weder in ihr, noch in ihrem Verhältnis zum Ganzen, nicht einmal ihr Existenzrecht.“(Adorno 1970 ... ästhetisch geprägt ist und das die einem „Werk“ zugrunde liegenden Kunstkonzeption erschließbar macht. In jedem Fall gehören seit der Romantik Künstlertheorien zu den impliziten oder expliziten Voraussetzungen künstlerischer Praxis und sind insofern, zumindest für die Kunst der Moderne und Avantgarde, zu einem wesentlichen Produktivfaktor geworden. Als in praktischer Absicht auf die eigene künstlerische Praxis gerichtete, also durchaus pragmatisch orientierte begriffliche Überlegungen lassen sich Künstlertheorien denn auch verallgemeinernd bestimmen. Sie sind insofern theorieförmig , als sie mehr oder minder diskursiv einen Aussagenzusammenhang bilden. ... >>

  4. 84%

    ... 1) zumeist verkannt wird, bisher nie tatsächlich vollzogen. Gerade angesichts jenes fatalen Paradoxons einer historistischen Geschichtslosigkeit, die sich als postmodernes Denken in den 80er Jahren auch der künstlerischen Praxis bemächtigt hat, ist die geschichtliche Kontinuität, in der die avantgardistische Kunst steht, umso deutlicher geworden. Obwohl unaufhörlich das Bestehende überwindend und ins Unbekannte (2) vordringend, hat sie sich ... eigentlich wendet. Im "Athenaeum" (8) etwa kritisieren die Romantiker mit rationalen Mitteln auf eine ausgesprochen theoretische Weise das Rationalistische. Doch erschöpft sich diese Kritik (9) keineswegs in bloßer Theorie und abstrakter Negation, sondern ist ganz im Gegenteil ausgesprochen produktiv. Denn in aller Ausdrücklichkeit argumentiert die Romantik weniger gegen die aufklärerische Rationalität, als vielmehr für eine jenes Reich ... allgemeingültiger Wahrheit" (10) zu geben sucht. Die das gesamte Denken derart auf die Kunst konzentrierende romantische Rationalismuskritik ist im Kern nichts anderes als eine sich Wissenschaftlichkeit (11) abverlangende Theorie der Kunst. In seinem die Romantik einleitenden Aufsatz von 1795, dessen Titel "Über das Studium der griechischen Poesie" etwas irreführend ist, weil "Ursprung, Zusammenhang und Grund so vieler seltsamer Eigenheiten der modernen Poesie ... erklärbar" (12) gemacht werden sollen, begründet F. Schlegel die konstitutive Bedeutung der Kunsttheorie für die moderne künstlerische Praxis: "Die Erfahrung belehrt uns" zwar, so Schlegel, "daß unter allen Zonen, in jedem Zeitalter, bei allen Nationen und in jedem Teil der menschlichen Bildung (= Kultur) die Praxis der Theorie voranging". (13) Aber dieses Prinzip, nach dem "nur auf Natur ... Kunst, nur auf eine natürliche Bildung ... die künstliche folgen" (14) kann, wird außer Kraft gesetzt, ... >>

  5. 82%

    ... daß die Existenz von Kunst keineswegs etwas Selbstverständliches, sondern ganz im Gegenteil, von höchster Unwahrscheinlichkeit ist. Darum sollte beim Betreiben der Kunstwissenschaften auch bedacht werden, ob und wie Theorien eine produktive Funktion für die künstlerische Praxis haben können. Meinen folgenden Überlegungen liegt jedenfalls die Absicht zugrunde, einige Voraussetzungen der Fortsetzbarkeit von Kunst theoretisch zu reflektieren und so der künftigen Kunstproduktion eine mögliche Perspektive zu ... ihrer Phobie vor gesellschaftlicher Anpassung verfolgt die Avantgardekunst das Prinzip der Autonomisierung immer radikaler und kulminiert schließlich in der sogenannten Konzeptkunst der 60er Jahre, die sich nach der Theorie von Joseph Kosuth als "Untersuchung über das Wesen von Kunst" versteht. Sozusagen als Höhepunkt der Avantgardekunst verlegt sich diese Kunstpraxis auf das Ausarbeiten und Durchdenken sämtlicher Implikationen des ... Die Fortsetzung der Autonomie scheint möglich, wenn Kunst sich jene, ihr nun unentbehrlichen heteronomen Zwecke nicht oktroyieren läßt, sondern aus sich selbst heraus autonom setzt. Für die künstlerische Praxis bedeutet die Notwendigkeit der Zwecksetzung konkret, daß sie Außenperspektiven aufnimmt und mögliche, künstlerisch zu erfüllende Funktionen, die von allgemeinem Interesse sein können, als heteronome Zwecke erfindet oder bereits ... weil sie der Kunst nicht nur zur Selbstbestimmung dienen, aber eben auch autonomen Charakter haben, weil sie von der Kunst selbst bestimmt werden, ist die Struktur solcher künstlerischen Praxis als heautonom zu begreifen. Daß Autonomie und Heteronomie nicht mehr als einander ausschließend gedacht werden, ist keineswegs eine auf die vorliegende Problematik speziell zugeschnittene Erfindung. Vielmehr handelt ... >>

  6. 80%

    ... a keystone of modern painting Hölzel believes that a 'concept of art' is indispensable and calls for 'the necessary intellectual precedence' for creative production (Hess, p. 112). His theories along these lines, which center around research into the 'artistic medium', is an expression of what had already begun with the Romantics, when in 1910 a new phase ... zumeist verkannt wird (1), bisher nie tatsächlich vollzogen. Gerade angesichts jenes fatalen Paradoxons einer historischen Geschichtslosigkeit, die sich als postmodernes Denken in den 80er Jahren auch der künstlerischen Praxis bemächtigt hat, ist die geschichtliche Kontinuität, in der die avantgardistische Kunst steht, umso deutlicher geworden. Obwohl unaufhörlich das Bestehende überwindend und ins Unbekannte vordringend (2), hat sie sich ... eigentlich wendet. Im 'Athenaeum' (8) etwa kritisieren die Romantiker mit rationalen Mitteln auf eine ausgesprochen theoretische Weise das Rationalistische. Doch erschöpft sich diese Kritik (9) keineswegs in bloßer Theorie und abstrakter Negation, sondern ist ganz im Gegenteil ausgesprochen produktiv. Denn in aller Ausdrücklichkeit argumentiert die Romantik weniger gegen die aufklärerische Rationalität, als vielmehr für eine jenes Reich ... allgemeingültiger Wahrheit' (10) zu geben sucht. Die das gesamte Denken derart auf die Kunst konzentrierende romantische Rationalismuskritik ist im Kern nichts anderes als eine sich Wissenschaftlichkeit (11) abverlangende Theorie der Kunst. In seinem die Romantik einleitenden Aufsatz von 1795, dessen Titel 'Über das Studium der griechischen Poesie' etwas irreführend ist, weil 'Ursprung, Zusammenhang und Grund so vieler seltsamer Eigenheiten der modernen Poesie... erklärbar' (12) gemacht werden sollen, begründet F. Schlegel die konstitutive Bedeutung der Kunsttheorie für die moderne künstlerische Praxis: 'Die Erfahrung belehrt uns' zwar, so Schlegel, 'daß unter allen Zonen, in jedem Zeitalter, bei allen Nationen und in jedem Teil der menschlichen Bildung (= Kultur) die Praxis ... >>

  7. 75%

    Zwischen Theorie und Praxis Adolf Hölzels Beispiel und seine Bedeutung für die heutige Grundlagen-Diskussion an Kunsthochschulen Wie kein anderer Künstler seiner Generation hat Adolf Hölzel die Entwicklung der abstrakten Malerei in ... Hölzel zurückzugreifen, um der Diskussion über die künstlerischen Grundlagenstudien einen anderen Ansatz und Impuls zu geben. Dabei soll die folgende Betrachtung auf das immer wichtiger werdende Problem des Theorie-Praxis-Verhältnisses eingehen. Dem hat sich Hölzel in extremer Weise ausgesetzt und mit seiner ganzen Arbeit auf beispielhafte und anregende Weise verschrieben. I. Bei allem pädagogischen Engagement sah Hölzel als den eigentlichen Mittelpunkt seiner Arbeit das künstlerische Schaffen an. Dessen gründliche gedankliche Durchdringung gehörte für ihn allerdings ebenso unabdingbar zur Praxis, wie ihm ohne diese jede Theorie undenkbar war. Es ist umso erstaunlicher, daß er trotz dieses umfassenden, das Theoretische einbeziehenden künstlerischen Anspruchs sich auch noch - kontrapunktisch - der ... >>

  8. 74%

    ... als künstlerisches Produktionsprinzip zunehmend unbrauchbar geworden. Bis auf wenige Ausnahmen vermag es die gegenwärtige Kunstpraxis noch nicht, ihrem postmodernen Bewußtseins- und Entwicklungsstand gerecht zu werden und in der Praxis ohne die Inanspruchnahme von Notwendigkeiten auszukommen: Ob es sich etwa um die Zwänge des Betriebssystems Kunst, die Gefahren der neuen Medien und Technologien, die Rigorismen der political correctness ... Eingebungen handelt, immer und überall wird nun nach äußeren Notwendigkeiten gesucht, nachdem die der Kunst immanenten obsolet geworden sind. Statt sich von der Notwendigkeit als primären Orientierungspunkt ihrer Praxis endlich überhaupt zu verabschieden, konstruieren die Künstler weiter pseudo-objektive Notwendigkeiten, die zwar manchmal auch von moralischer und gesellschaftlicher Verantwortung motiviert sein mögen. Aber immer dienen sie vor ... gegründete »Bauhaus«, mit dem der neue Typus »Staatlicher Kunsthochschulen« eingeführt wurde, hat die »Synthese aller werkkünstlerischen Disziplinen« programmatisch betrieben. Als institutionelle Voraussetzung, um dieses interdisziplinäre Programm in die Praxis umzusetzen, die auf eine neue Baukunst zielte, wurde eine »Vor«- oder »Grundlehre« am Bauhaus eingerichtet. Nach dem »Lehrschema« war sie für alle Studierenden verbindlich, bevor die Spezialisierung auf ... Zurecht erklärte ihn Walter Gropius zur »Schlagader der Bauhausarbeit«, weil damit etwas Vermittelndes zwischen den unterschiedlichen Arbeitsbereichen existierte, das es den Studierenden erleichterte, vielfältige Aspekte in ihre eigene Praxis zu integrieren und die Hochschule als einen Gesamtorganismus zu begreifen. Nach 1945 hat nicht nur die Hochschule für Gestaltung in Ulm, sondern auf ihre Weise auch die Hochschule ... Grundlage gekommen ist. Damit nicht genug, ist es in Hamburg durch die Verwissenschaftlichung, die an keiner anderen Kunsthochschule ein vergleichbares Ausmaß hat, zusätzlich zu einem antipodischen Spannungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis gekommen, durch das die desintegrativen Tendenzen in dieser Institution noch verstärkt bzw. die integrativen Anforderungen an die hier Studierenden drastisch erhöht worden sind. Es hat ... >>

  9. 70%

    Zur gesellschaftlichen Orientierung autonomer Kunst Über Michael Lingner / Rainer Walther: Paradoxien künstlerischer Praxis. Die Aufhebung der Autonomie des Ästhetischen durch die Finalisierung der Kunst. Kunstforum International Bd. 76, S. 60-113. Zusammenfassung An Paradoxien haben schon die Philosophen der Antike ihren ... zu durchbrechen, entweder ihre ästhetische Qualität dem Gesellschaftlichen opfern, oder aber auf ihre gesellschaftliche Funktion zugunsten des Ästhetischen verzichten zu müssen, wird hier zur Maxime jeder künftigen künstlerischen Praxis erhoben. Die schlechte Alternative, nur ästhetisch oder nur gesellschaftlich wirksam sein zu können, wird als Folge der Autonomie dargestellt, welche die Kunst am Anfang des 19. Jahrhunderts erlangte ... klassischen Werkbegriffs für unerlässlich und fordern die Künstler auf, nicht länger im eigenen Werk, sondern in der «Autorisierung der Rezipienten zu Produzenten (mentaler) immaterieller WERKE» die Vollendung ihrer Praxis zu suchen. Diese aus der Entwicklungsgeschichte der Kunst selbst hervorgehende Zwecksetzung der gesellschaftlichen Verallgemeinerung des Ästhetischen, die Gesellschaftliches und Ästhetisches, Fremd- und Selbstbestimmung vereinbar macht, bestimmen Lingner / Walther ... als endgültigen Abschied vom Individuellen interpretieren sollte, den mag Adorno trösten: «Die Emanzipation des Individuellen ... gelänge einzig, wofern sie das Allgemeine ergriffe, von dem alle Individuen abhängen». (Ästhetische Theorie, Frankfurt/Main 1970, S. 452) Spuren ästhetischer Erfahrung Iris Pompesius im Gespräch mit Michael Lingner und Rainer Walther über ihren «Paradoxien»-Aufsatz I.P. So wie ich Euren ... vor allem dort anzutreffen ist, wo der Künstler selbst tätig ist. Kunst ist ganz Kunst vor allem in den Ideen der Künstler, in der an seine Person gebundenen Praxis. I.P. Das erinnert aber sehr an verstaubte Genietheorien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. M.L. Mit einer genialischen Auffassung des künstlerischen Tuns hat das nicht viel zu ... >>

  10. 70%

    ... kreieren und darüber hinaus auch noch Sinn und Wert dieses Tuns zu rechtfertigen. Mit einer trefflichen Beschreibung dieser Situation des modernen Künstlers leitet Theodor W. Adorno seine Ästhetische Theorie ein: «Zur Selbstverständlichkeit wurde, dass nichts was die Kunst betrifft, mehr selbstverständlich ist, weder in ihr, noch in ihrem Verhältnis zum Ganzen, nicht einmal ihr Existenzrecht.»3 Es ... ästhetisch geprägt ist und das die einem «Werk» zugrunde liegende «Kunstkonzeption» erschliessbar macht. In jedem Fall gehören seit der Romantik Künstlertheorien zu den impliziten oder expliziten Voraussetzungen künstlerischer Praxis und sind insofern, zumindest für die Kunst der Moderne und Avantgarde, zu einem wesentlichen Produktivfaktor geworden. Als in produktiver Absicht auf die eigene künstlerische Praxis gerichtete, also durchaus pragmatisch orientierte, begriffliche Überlegungen lassen sich Künstlertheorien denn auch verallgemeinernd bestimmen. Sie sind insofern theorieförmig, als sie mehr oder minder diskursiv einen Aussagenzusammenhang bilden. Dabei ... Hinweisenden) oder Deskriptiven, Appellativen oder Apodiktischen und Rhetorischen oder gar Redundanten erschöpfen - um einige Gefahren des üblichen künstlerischen Sprachgebrauchs zu charakterisieren. Und selbst zu einem sehr weit gefassten Theorie-Begriff gehört die erkennbare Absicht und Bereitschaft des theoretisierenden Künstlers, sich dabei auch auf etwas Allgemeines einzulassen. Naturgemäss neigen Künstler allerdings eher dazu, das Besondere, Einmalige, ja Einzigartige ... sich in den verschiedenen Versionen seines Hauptwerkes, der Vier (Tages)Zeiten, bis zu seinem Lebensende beschäftigt. Die wesentliche und überaus deutlich erkennbare Bedeutung, die Runges Theoretisieren für seine Praxis hat, lässt sich zusammenfassend am besten als «konstitutive Funktion» charakterisieren. Diese ist mehr oder minder ausgeprägt zwar den allermeisten Künstlertheorien der Moderne eigen. Aber bei Runge ist ... >>

Ergebnisse für Theorie und Praxis
Seite 1 (1 bis 10 von 184 Treffern) || weiter >>