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Ergebnisse für Ornament
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    ... sondern auch erfolgreich in Funktion genommen. Denn so wenig die wahre, auf das Wesentliche reduzierte Gestalt eines Gebäudes oder Objektes ohne den Verweis auf das verstellende und verhüllende Ornament auskam, so wenig kann man die dekorative Gestaltung getrennt von ihrem Bezug zur Ursprungsform denken. Nur in dieser unlösbaren Verquickung konnte die idealistische Idee der reinen und ursprünglichen ... Fassade in ein Fenster. Der Unterschied zwischen Vorstadt und Alexanderplatz ist klar: Graham analysierte ein typisches amerikanisches Einfamilienhaus im Grünen; »Blinkenlights« hat mit der persönlichen Wahl der leuchtenden Ornamente den zunehmend privatisierten öffentlichen Raum samt seiner Vorschriften im Blick. Beider Untersuchungsobjekte treffen sich jedoch in der Fassade, die bei Graham die sozialen Strukturen verbarg, »Blinkenlights« aber die ... daher die Verflechtung von Architektur und Rhetorik des Dekorativen an einigen ästhetikgeschichtlich markanten Diskussionen zwischen 1800 und 1900 skizziert werden, nachdem im 18. Jahrhundert Praxis und Theorie des Ornaments auffällig divergiert hatten: vehement die Kritik, überaus üppig der Gebrauch. Ähnliches wird sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Jugendstil und Adolf Loos, dem Ornamentgegner, wiederholen. Der Ablehnung des Ornaments ist gemeinsam, dass sie Wertungen impliziert, die aus differenten Beschreibungen hervorgegangen sind und die bestimmte klassische Dichotomien wiederholen: So blieb es im Fall von Architekturen und menschlichen Körpern ... von Technik, Funktion und Zweck erscheint und nicht als schöpferische Leistung. Diese als mechanisch disqualifizierte Version ästhetischer Gestaltung, die, so der weitere Vorwurf, nur das sogenannte primitive geometrische Ornament kennen würde und kein naturnachahmendes pflanzlich-organisches, missfiel den damaligen Kunsthistorikern. Doch auch der nächste Schritt in der Ortnamentgeschichte wurde aus der angewandten Kunst motiviert: Gegen Sempers ... >>

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    Michael Lingner Zwischen Ausdrucksbewegung und Begriffsbildung Zur Vorgeschichte und Bedeutung von Adolf Hölzels Ornamentik als Übergangsphänomen der modernen Kunstgeschichte Die Folgen der vernichtenden Kritik von Adolf Loos (1) am Ornament als ein den Geschmack unablässig beherrschendes und verderbendes ästhetisches Stilmittel sind bis heute unabsehbar. Ob es aufgrund der argumentativen Kraft solcher kulturkritischen Überlegungen oder durch die faktische Macht gesellschaftlicher Veränderungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts indes tatsächlich zum "Tod des Ornaments" (2) gekommen ist, läßt sich letztlich kaum entscheiden. Unverkennbar ist allerdings, daß die mit der Jahrhundertwende einhergehenden tiefgreifenden kulturellen Traditionsbrüche auch Form, Funktion und Auffassung des Ornamentalen wesentlich verändert haben. Die aus dem Geist der Modernität geborenen Krisen des Ornaments und die Krisen des Geschichtsbewußtseins scheinen unauflöslich verbunden zu sein. Daß sich am Ornament die Bruch- und Nahtstellen der (Kunst)Geschichte besonders deutlich zeigen, dafür ist es schon von seinem Ursprung her prädestiniert. Nach Sempers (3) Überzeugung ist das Ornament aus ... >>

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    ... bringen, jedoch die Frage nach einem Ornamentbegriff, der gleichermaßen alle verschiedenen Phänomene zusammenfassen kann, bleibt unbeantwortet. Das Gemeinsame dieser Phänomene muss offensichtlich in einer sehr generellen Beziehung von Ornament und Entwurf liegen. Die Frage, ob es einen allen ornamentalen Phänotypen zu Grunde liegenden Genotyp gibt, lässt den Blick in die Ornamentdebatte der 60er und 70er Jahre über eine Neue Ornamentik gleiten. Der dort maßgeblich entwickelte strukturalistische Ornamentbegriff ermöglicht es zwar, eine Vielzahl ornamentaler Phänomene zusammen zu fassen, aber für einen gerade heute benötigten prozessorientierten Ornamentbegriff stellen die strukturalistischen ... Theorien ein ausgezeichnetes Begriffsinstrumentarium für die Beschreibung von Prozessen der Transformation herausgebildet hat: Die Systemtheorie Niklas Luhmanns. Dieser hatte 1995 in seinem Buch Die Kunst der Gesellschaft das Ornament als Grundform des Entwickelns von Formen aus Formen definiert. Mit dieser prozessorientierten Definition verschiebt Luhmann den Fokus vom Ornament als einer Gestaltform zum Ornamentalen als einer Prozessform: Das Ornamentale wird zum grundlegenden künstlerischen Formengenerierungsprinzip. Die Arbeit greift den Luhmann’schen Ornamentbegriff auf und sucht nach einer architekturtheoretische ... Form und Funktion des Ornamentalen auf jeweils unterschiedliche, aber sich ergänzende theoretische Konzeptionen zurückgreift. Diese Dekomprimierung geschieht in architekturtheoretische Themenkomplexe, so dass vier Facetten des Ornamentalen herausgearbeitet werden: Ornament & Wahrnehmung, Ornament & Kalkül, Ornament & Geometrie und Ornament & Struktur. Die einzelnen Beobachtungen werden jeweils bis zu dem Punkt gebracht, an dem ein neuer Themenkomplex, eine neue Fragestellung sich ... >>

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    Michael Lingner Exerzitien-Ornamente-Konzepte. Zur Eigenart der Schrift(sockel)bilder im Theoretischen Nachlass von Adolf Hölzel Die Thematisierung von Hölzels Schriftsockelbildern im Zusammenhang mit einem Konvolut seiner hinterlassenen Aufzeichnungen, verspricht besonders ... dem Typus der bekannten kalligrafischen Schnörkelschwünge. Noch vor 1900 verdichten sich die linearen Bewegungsspuren durch das Ausschöpfen der grafischen Mittel in eigendynamischer Weise auch bereits zu komplexen abstrakten Ornamenten+. Zunächst noch jugendstilartig an figürliche Formen oder Buchstaben angelehnt und isoliert für sich stehend, bezieht Hölzel die ornamentalen Formen im Wechselspiel von Figur und Grund später auch auf ... Nachahmungsabsicht frei ist. Dass sich diese Entwicklung einerseits sowohl als Verlust wie andererseits auch als Entfaltung der Ornamenthaftigkeit interpretieren lässt, ist bezeichnend für den dialektischen Charakter, der dem Ornament und seinem Begriff innewohnt. Während es einerseits als die einzige Kunstgattung gilt, "welche autonom nicht bestehen, ja nicht einmal gedacht werden kann"16, wird andererseits in seiner Autonomie gerade nicht das Ende, sondern die Wesenserfüllung des Ornaments gesehen: "Das echte Ornament, das Ornament von Bedeutung und Wert, (kann) nur das abstrakte sein, das heißt jenes, welches [...] organisch aus dem Stoff heraus sich seine Form schafft."17 Indem die ... >>

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    Ornament und Geschichte Studien zum Strukturwandel des Ornaments in der Moderne Herausgegeben von Ursula Franke und Heinz Paetzold Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft Herausgegeben von Lorenz Dittmann, Ursula Franke, Frank-Lothar Kroll und Maria Moog-Grünewald Beiheft 2 INHALTSVERZEICHNIS Vorwort der Herausgeber 7 Ursula Franke / Heinz Paetzold Auf der Suche nach einer Ästhetik des Ornaments 9 Gerard Raulet Strukturwandel der repräsentativen Öffentlichkeit und Statuswandel des Ornaments in der Ästhetik des 18. Jahrhunderts 19 Heinrich Niehues-Pröbsting Das Schöne am Nützlichen. Architektur und Rhetorik bei Batteux 45 Frank-Lothar Kroll Zur Problematik des Ornaments im 18. Jahrhundert 63 Ursula Franke Bausteine für eine Theorie ornamentaler Kunst. Zur Autonomisierung des Ornaments bei Karl Philipp Moritz 89 Josef Fürnkäs Allegorie und Experiment. Zur ... >>

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    ... manchmal entstehen auch ähnlich bizarr und archaisch anmutende Figurationen. Vor 1900 gehen die linearen Bewegungsspuren aber auch bereits in völlig ungegenständliche, aber höchst gestalthafte Zeichengebilde über. Diese »abstrakten Ornamente« waren zunächst noch jugendstilartig direkt aus figürlichen Formen oder aus Buchstaben abgeleitet. Doch bald sieht Hölzel die einzelnen Ornamente nicht mehr isoliert für sich, sondern setzt sie als freie Formen im Wechselspiel von Figur und Grund in Beziehung zum gesamten Blatt, so daß eine über jede konventionelle kalligraphische Gestaltung hinausgehende Bildhaftigkeit erreicht wird. Indem allmählich aus den Ornamenten autonome abstrakte Bilder werden, entfernt sich Hölzel auch in seiner eigentlichen Kunst von jeder gegenständlichen Darstellung und leitet vor Kandinsky die »Epoche des großen Geistigen« (7) in der ... Stuck. München 1980. S. 22. (5) A. Hölzel zit. nach W. Venzmer: Adolf Hölzel. Leben und Werk. Stuttgart 1982. (6) A. Hölzel zit. nach A.Roeßler: Das abstrakte Ornament ... In: C. Haenlein (Hg.): Adolf Hölzel. Bilder, Pastelle, Zeichnungen, Collagen. Katalog der Kestner-Gesellschaft Hannover 1982. S. 79. (7) W. Kandinsky: Über das Geistige in der Kunst. Bern ... Transformationen. Exemplarische Übergangsformen zwischen künstlerischem Schaffen und begrifflichem Denken. In: Die Sprache der Kunst. Wien 1993. M. Lingner: Zwischen Ausdrucksbewegung und Begriffsbildung. Zur Vorgeschichte und Bedeutung von Hölzels Ornamentik als Übergangsphänomen der modernen Kunstgeschichte. In: Ornament und Geschichte. Studien zum Strukturwandel des Ornaments in der Moderne. Hg. U. Frank/H. Paetzold. Bonn 1996. >>

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    ornamental Architekturtheoretische Beobachtungen zum Ornamentbegriff in der Systemtheorie Niklas Luhmanns Michael Dürfeld INHALT I. EINFÜHRUNG 1. Ornament & Entwurf 9 Vom Ornament zum Ornamentalen 1.1. Stand der Diskussion 10 1.2. Methodischer Zugriff 1.3. Zur Relevanz des Luhmann'schen Ornamentbegriffs 24 II. GRUNDLAGEN 2. Systemtheorie & Architektur 29 Von ... Von einer funktionalen zu einer formalen Bestimmung der Architektur 63 3.3. Zwischen Innen/Außen und Schließung/Öffnung 66 3.4. Ein medientheoretisches Entwurfsmodell 72 III. FACETTEN 4. Ornament & Wahrnehmung 77 Zur Fundierung des Ornamentalen 4.1. Ordnungswille und Ornamentik bei August Schmarsow 78 4.2. wahrnehmen - rechnen - ordnen - ornamentieren 82 4.3. Die Abwertung des Ornamentalen in der Moderne 91 4.4. Kosmos - Vom Ordnungssinn im Ornamentalen 96 5. Ornament & Form 103 Zur Formulierung des Ornamentalen 5.1. Ornament und Kalkül 104 5.2. Kunstwerk und Ornament als Unterscheidungskette 108 5.3. Die Laws of Form 112 ... >>

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    Michael Müller Die Verdrängung des Ornaments Zum Verhältnis von Architektur und Lebenspraxis Inhalt Vorbemerkung Problemstellungen. Notwendige Aufhebung oder falsche Verdrängung des Ornaments? 7 I. Handwerk, Ornament und die aufkommende maschinelle Produktionsweise im 19. Jahrhundert 26 1. Die Krise des Ornaments 16 2. Erste Konsequenzen für die Architektur 31 II. Der Doppelcharakter bürgerlich-kapitalistischer Repräsentation in der funktionalen Architektur zwischen 1918 und 1933 36 1. Die alte und die neue bürgerliche Kultur 36 2. »Klassenlose« Architektur als Scheinsynthese 41 III. Das >Ornament der Masse >>

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    ... entstehen auch ähnlich bizarr und archaisch anmutende Figurationen. Noch vor 1900 gehen die linearen Bewegungsspuren aber auch bereits in völlig ungegenständliche, aber höchst gestalthafte Zeichengebilde über. Diese „abstrakten Ornamente“ waren zunächst noch jugendstilartig direkt aus figürlichen Formen oder aus Buchstaben abgeleitet. Doch bald zeichnet Hölzel die einzelnen Ornamente nicht mehr isoliert für sich, sondern setzt sie als freie Formen im Wechselspiel von Figur und Grund in Beziehung zum gesamten Blatt, so dass eine über jede konventionelle kalligraphische Gestaltung hinausgehende Bildhaftigkeit erreicht wird. Indem allmählich aus den Ornamenten autonome abstrakte Bilder werden, entfernt sich Hölzel auch in seiner eigentlichen Kunst von jeder gegenständlichen Darstellung und leitet vor Kandinsky (1952, S.143) die „Epoche des großen Geistigen ... unendlichen Landschaft. Diss. phil. Heidelberg 1929 Ritter, J.: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Darmstadt 1971. Bd. 1 Roch, W.: Ph. O. Runges Kunstanschauung. Straßburg 1909 Roeßler, A.: Das abstrakte Ornament... In: C. Haenlein (Hg.): Adolf Hölzel. Bilder, Pastelle, Zeichnungen, Collagen. Katalog der Kestner-Gesellschaft Hannover 1982 Runge, Ph. O.: Hinterlassene Schriften. Bd.1+ 2, Göttingen 1965 (zitiert als ... >>

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    ... ensue. But there are drawings even from before 1900, in which the linear traces of motion turn into completely abstract, but extremely suggestive combination of signs. These "abstract ornaments" initially had a Jugendstil appearance, taken directly from figurative designs or typography. And Hölzel would soon stop seeing these ornaments as isolated shapes, but as free forms in an interplay between figure and background, in relation to the whole surface, thereby achieving an imagery which goes beyond all conventional calligraphic design. , As abstract pictures gradually develop out of the autonomous ornaments, Hölzel distances himself also in his own main work from any kind of figurative art and introduces the "epoch of great spirituality"48 in art before Wassily Kandinsky ... Stuck, Munich 1980,p.22. 46—A. Hölzel quoted from W. Venzmer, Adolf Hölzel. Leben und Werk, Stuttgart 1982. 47_A. Hölzel quoted from A. Roessler, "Dos abstrakte Ornament...," C. Haenlein (ed.), Adolf Hölzel. Bilder, Pastelle Zeichnungen, Collagen, Kestner-Gesellschaft, Hannover 1982, p. 79. 48—W. Kandinsky, Über das Geistige in der Kunst, Berne 19S2, p. 143 ... >>

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