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Ergebnisse für Musik
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    ... identisch mit der Idealität als auch konform mit der Realität seines «musikalischen Dramas». NIETZSCHE kritisiert denn auch, daß Wagner nicht nur «Kommentator der = Idee = » (6), sondern auch der Musik des «musikalischen Dramas» sei: Wem Musik viel mehr als nur Musik, nämlich «Unendliches bedeuten» solle (7), dem müsse sie - im Sinne Hegels (8) - selbst als eine Idee erscheinen. Daß die Spekulationen und Intentionen der Schriften Wagners tatsächlich für dessen ... der Kunst, in der fast prophetisch die Grundgedanken des Wagnerischen Programms antizipiert werden: «Ich bemerke nur noch, daß die vollkommenste Zusammensetzung aller Künste, die Vereinigung von Poesie und Musik durch Gesang, von Poesie und Malerei durch Tanz, selbst wieder synthesirt die componirteste Theatererscheinung ist, dergleichen das Drama des Alterthums war, wovon uns nur eine Karrikatur, die Oper geblieben ist, die in höherem und edlerem Styl von Seiten der Poesie sowohl als der übrigen concurrirenden Künste uns am ehesten zur Aufführung des alten mit Musik und Gesang verbundenen Dramas zurückführen könnte» (10). Der Kunst ihren höchsten Rang durch die Vereinigung verschiedener Gattungen wiederzugeben, mit dieser um 1800 revolutionären Vorstellung hatte sich Schelling ... >>

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    Michael Lingner Die Musikalisierung der Malerei bei Ph. O. Runge Zur Vorgeschichte der Vergeistigung von Kunst "Wenn ihr doch diese wunderliche Musik, die der Himmel heute dichtet, in eure Malerei hineinlocken könntet!" (1) - Dieses Wunschbild, das der Dichter Florestan dem Maler Sternbald in Ludwig Tiecks Roman "Franz Sternbalds Wanderungen" entwirft, charakterisiert einen der folgenreichsten Leitgedanken romantischer Kunst: Auserwählt zur "Führerin in eine neue Schauwelt" (2), gilt die Musik den Romantikern nicht nur als etwas "noch viel Höheres denn die bildende Kunst", (3) vielmehr nimmt sie, als eine himmlische Musik, als "urbildlicher Rhythmus der Natur und des Universums" (4) gedeutet, sogar "nächst der Theologie unter allen Wissenschaften und Künsten des menschlichen Geistes den ersten Platz ein". (5) Weit mehr als nur die Klangbilder traditioneller Tonkunst umfassend, ist dieser ihren höchsten Rang unter allen Künsten begründende romantische Begriff von Musik nicht durch Kanonisierung eines romantischen Musikstils entstanden, (6) sondern in naturphilosophisch fundierten Reflexionen über das Wesen des Musischen entwickelt und dabei "transmusikalisch" (7) erweitert worden: "Die musikalischen Verhältnisse scheinen recht eigentlich die Grundverhältnisse der Natur zu sein; (8) auch im Sonnensystem drückt sich das ganze System der Musik aus". (9) Die Entdeckung von musikalischen Organisationsformen in der Natur sowie die damit verbundene Vorstellung, daß "Urlaute der Schöpfung" (10) als ein und dieselbe "Grundmelodie" (11) im ... >>

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    ... auflöst" (6) und vollkommen "vergegenwärtigt" werde, denn "das Ungegenwärtige erfaßt nur der Gedanke, nur das Gegenwärtige aber das Gefühl" (7), verschmäht Wagner die rein musikalische Logik der "absoluten Musik", um Musik wieder ganz in den Dienst des Ausdrucks bestimmter Gefühle zu stellen, die durch den dramatischen Inhalt wortsprachlich vorgegeben sind. Bereits Nietzsche kritisiert mit äußerster Scharfsichtigkeit die Absicht und die aus ihr folgenden Konsequenzen, daß Wagner Musik ausschließlich instrumental zur Optimierung sinnlicher Gefühlswirkungen einsetzt: "Meine Einwände gegen die Musik Wagners sind physiologische Einwände: wozu dieselben erst noch unter ästhetische Formeln verkleiden? ... Meine Tatsache' ... ist, daß ich nicht mehr leicht atme, wenn diese Musik erst auf mich wirkt; daß alsbald mein Fuß gegen sie böse wird und revoltiert ... Protestiert aber nicht auch mein Magen? mein Herz? mein Blutlauf? betrübt sich nicht ... >>

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    Michael Lingner Die Konvergenz der Künste Materialien zur Aktualität P.O. Runges 'Wenn ihr doch diese wunderliche Musik, die der Himmel heute dichtet, in eure Malerei hineinlocken könntet' (1)! - Dieses Wunschbild, das der Dichter Florestan dem Maler Sternbald in Ludwig Tiecks Roman 'Franz Sternbald's Wanderungen' entwirft, charakterisiert einen der folgenreichsten Leitgedanken romantischer Kunst: Auserwählt zur 'Führerin in eine neue Schauwelt' (2), gilt die Musik den Romantikern nicht nur als etwas 'noch viel Höheres denn die bildende Kunst' (3), sondern sie nimmt, als eine himmlische Musik, als 'urbildlicher Rhythmus der Natur und des Universums' (4) gedeutet, sogar 'nächst der Theologie unter allen Wissenschaften und Künsten des menschlichen Geistes den ersten Platz ein' (5). Weit mehr als nur die Klangbilder traditioneller Tonkunst umfassend, ist dieser, ihren höchsten Rang unter allen Künsten begründende, romantische Begriff von Musik nicht durch Kanonisierung eines romantischen Musikstils entstanden (6), sondern in naturphilosophisch fundierten Reflexionen über das Wesen des Musischen entwickelt und dabei 'transmusikalisch' (7) erweitert worden: 'Die musikalischen Verhältnisse scheinen recht eigentlich die Grundverhältnisse der Natur zu sein' (8); auch im Sonnensystem drückt sich das ganze System der Musik aus' (9). Die Entdeckung von musikalischen Organisationsformen in der Natur sowie die damit verbundene Vorstellung, daß 'Urlaute der Schöpfung' (10) als ein-und-dieselbe 'Grundmelodie' (11) im ... >>

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    INHALT Zur Orientierung Die Rangordnung der Künste und die philosophische Begründung des Primates der Musik über die bildenden Künste........... 13 Vasaris Begriff der Künste des Disegno, Leonardo da Vincis Bevorzugung der Malerei vor der Musik. Kant, Schiller, Schopenhauer, R. Wagner, H. Thode, W. Pinder. Die Benutzung der Begriffe des Architektonischen, des Plastischen, Malerischen und des Musikalischen zur Einteilung von Geschichtsepochen.................. 17 E.T ... 5. Weltgeschichtsepoche der Moderne im Zeichen der Antikunst der Technik und Megatechnik. Die historische Entwicklung I 1) Bildende Künstler des 15. und 16. Jahrhunderts in Berührung mit der Musik........................................................ 23 Die Italiener: Alberti, Giorgione, Correggio, J. Tintoretto. Die Niederländer und Altdeutschen: J. van Eyck, D. Barentsz, P. Vischer d.J., H. Baidung Grien, H. Mielich. 2) Die Einbeziehung der Musik in die Kunstlehre der italienischen Eklektriker um 1600 und die Modi-Lehre bei N. Poussin........................... 29 Die Carracci, G. Reni, G. Lanfranco, N. Poussin. 3) Musikalische Maler im 17. Jahrhundert............................... 32 S. Rosa und sein Nachruhm. Rembrandts Verhältnis zur Musik. Zusammenhänge zwischen dem musikalisch heiter-beschwingten Naturell des J. Steen und der Gestaltungsweise seiner Gemälde. G. de Lairesse. 4) Die Musikinstrumente und ihre Bilderwelt vom 16. bis ... >>

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    ... eure Beine, ihr guten Tänzer, und besser noch: ihr steht auch auf dem Kopf! Friedrich Nietzsche Daß die höchste Kunstform der Griechen: die Tragödie aus dem "Geiste der Musik" geboren sei, ist nicht nur eine kulturhistorische These, sondern auch ein Credo, mit dem FRIEDRICH NIETZSCHE vor gut einhundert Jahren die kulturelle Bedeutung des Rausches beschworen hat. Ihre ... an die beiden Gottheiten Apollo und Dionysus geknüpft und so dem ungeheuren Gegensatz Gestalt gegeben, der zwischen der Kunst des Bildners, der apollinischen, und der unbildlichen Kunst der Musik, als der des Dionysus besteht. Um uns jene beiden Triebe näherzubringen, denken wir sie uns zunächst als die getrennten Kunstwelten des Traumes und des Rausches. Apollo, der seiner ... den Fortschritt aus der Einbildung in die Wirklichkeit, das ist Sinnlichkeit. Doch schon bald, aus der wachsenden Vertrautheit mit der Person und aus der näheren Beschäftigung mit der Musik WAGNERS, findet NIETZSCHE dort seine Idee des Dionysischen verkannt und schließlich - während seine widermoralische Philosophie an Schärfe gewinnt - sogar verraten. Inzwischen hatte er hoffnungslos und schonungslos genug von diesem "deutschen Wesen" und der jetzigen deutschen Musik denken gelernt, welche ihm nun die ungriechischste aller möglichen Kunstformen, überdies aber eine Nervenverderberin ersten Ranges war: WAGNER macht Musik, deren Ehrgeiz nicht weiter geht, als die Nerven zu überreden. Er will die Wirkung, nichts als die Wirkung. Das Lohengrin-Vorspiel gab das erste, nur zu gut ... >>

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    MATERIALIEN ZU EINER DIALEKTIK DER MUSIK Inhalt Dialektik der Musikbetrachtung - Einige Vorbemerkungen .. 5 Kurze Selbstbiographie ............................ 27 [Brief an Arnold Schönberg] .......................... 31 Zum hundertsten Todestage Beethovens.................. 33 Über moderne Musik................................. 37 Strawinsky-Abend.................................... 40 Die neue Religiosität in der Musik...................... 42 Relative Stabilisierung der Musik...................... 46 Zur Situation der modernen Musik...................... 49 Fortschritte in der Arbeitermusikbewegung .............. 54 Die Erbauer einer neuen Musikkultur .................. 57 Einige Ratschläge zur Einstudierung der Maßnahme........ 80 Unsere Kampfmusik.................................. 81 [Musik für Arbeiterorchester].......................... 83 Einiges ... >>

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    ... wichtigsten Aspekt gegenwärtiger Kunstproduktion und -rezeption ganz direkt vorgezeichnet: Die problemgeschichtliche, forschungslogische Kontinuität der Kunstentwicklung von der Romantik bis zur Gegenwart reflektiert sich im Prozeß des Konvergierens von Musik und Malerei, dem Runge einzigartige und entscheidende Impulse gegeben hat. Durch verschiedene, teilweise konstruiert wirkende musik-analoge Kompositionsprinzipien will Runge seinen Bildern den in der Natur lebendig empfundenen Zusammenhang des Unendlichen als Klang einbilden. Die Vier Zeiten (1803/1808-09) unterscheiden sich von der ... entspringen ... am allernothwendigsten» (4) ist. In einer ihm eigenen, architektonisch anmutenden Schematik (5) «entwickelt, bestätigt, variiert und kontrastiert» Runge sein Zeitenthema so, wie es F. SCHLEGEL für die Musik als «philosophische Sprache des Gefühls» (6) fordert. Über solche formalen, aber an Ideen reichen Operationen findet er zur höchsten Potenzierung des Sinnes - sein Bruder Daniel erkennt fünf prinzipiell ... immer mit der neuen Kunst gemeynt habe», und ist ganz überwältigt, «wie nicht nur eine Idee ausgesprochen, sondern der Zusammenhang der Mathematik (im Sinne des Mystikers Jakob Böhme), Musik und Farben hier sichtbar in großen Blumen, Figuren und Linien hingeschrieben stehe» (9). Ihre Bedeutung als Hauptwerk Runges gewinnen die Vier Zeiten aber nicht nur aus dem weitestgehenden ... Gebäude aufführen sollte» (11). «Die Analogie des Sehens, oder der Grunderscheinung aller Sichtbarkeit mit der Grunderscheinung des Gehörs, führt auf sehr schöne Resultate für eine zukünftige Vereinigung der Musik und Mahlerey, oder der Töne und Farben ...» (12). - Mit einer derart physiologisch-organischen Vereinigung der Künste zielt Runge auf eine wissenschaftlich fundierte (13) und innere, rezeptiv-imaginäre ... >>

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    Lust an der Musik Ein Lesebuch Herausgegeben von Klaus Stadler Inhalt Vorwort......................... 9 I. MUSIK UND ZEIT Ernest Ansermet: Die harmonische Ära....... 15 Kurt Blaukopf: Zum Verhältnis von musikalischem Kunstwerk und Gesellschaft........... 23 Ernst Block: Verständnis und Verständlichkeit ... 33 Carl Dahlhaus: Zum musikalischen Realismus im 19. Jahrhundert................ 37 Reinhard Piper: Musik in meiner Zeit........ 49 Arthur Schopenhauer: Musik als allgemeine Sprache................ 52 II. ÜBER KOMPONISTEN UND KOMPOSITIONEN Reinhard Raffalt: Palestrina - der Bewahrer der Kirchenmusik................ 57 Martin Gregor-Dellin: Der »Schwanengesang« des Heinrich Schütz ............... 68 Hans Heinrich ... Magnani: Die Neunte Symphonie in Beethovens Konversationsheften ........ 87 W.A. Thomas-San-Galli: Beethovens Streichquartette op. 127,130 und 132...... 95 Martin Gregor-Dellin: Wagner und die »Rheingold«-Musik............... 103 Martin Gregor-Dellin: Die Uraufführung von »Tristan und Isolde«............... 107 Franz Graeflinger: Anton Bruckners frühe Jahre . . 112 W.A. Thomas-San-Galli: Die erste Symphonie von ... >>

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    ... 35 Finsternis über Berlin 36 Die geteilte Gesellschaft 38 Ort der Freiheit für die Kunst 40 Skizzen aus einer Theaterstadt 42 Literatur im technischen Zeitalter 43 Weltstadt der Musik 44 Berlin baut besser 46 Berlin bleibt Berlin 48 Kultur-Standort-Planung 49 Berlin plant weiter 50 Bilanz Berlin Sebastian Haffner 27 Berlin - Hauptstadt und sonst nichts! Joachim ... Silex 55 Wer trägt das Berlin-Risiko? Johann B. Gradl 56 Menschen nach Berlin Kurt Pritzkoleit 56 Berlin: Leben und Sterben H. H. Stuckenschmidt 60 Berlin - Hauptstadt der Musik Werner Düttmann 62 Die Demokratie als Bauherr Friedrich Luft 65 Berliner Theater - mehr als Theater Gustav Rudolf Seltner 66 Leitbild Berlin Will Grohmann 66 Kunststadt, Ja oder Nein ... Jürgen Rühle 58 Genieepoche der Sowjetkunst Siegfried Melchinger 60 Not und Verklärung Karl Pawek 64 Wirklichkeit ist mehr als ein Mythos Helmut Kirchmeyer 66 Die Konstruktion der neuen Musik Helmut Plessner 68 Ihr Geheimnis Ulrich Gembardt 70 Blick zurück in Bitterkeit Joachim Kaiser 72 Unsere zwanziger Jahre 75 Kulturchronik der zwanziger Jahre Herbert Küsel 79 Vor dem ... Im Querschnitt: 40 Gegenwärtiges Land 49 Triennale 1960 Erik Ortvad 51 Modern ist besser Robinson 64 Panorama Karl Pawek 66 Schöner wohnen? Massimo Mila 68 Venedig - Treffpunkt neuer Musik Horst Koegler 68 Radikale Neudefinitionen 69 Vorschau: Konzert und Ballett 70 Die Form auf dem Markt -Das konkrete Angebot 87 Deutsche Ur- und Erstaufführungen 1960/61 magnum Die ... sehe Richard Friedenthal 64 Londoner Theater 68 Berlin — Ort der Freiheit für die Kunst Horst Koegler 71 Schallplatten für den individuellen Geschmack 73 Leonard Bernstein — Publicity-Agent der Musik magnum Die Zeitschrift für das moderne Leben Juni 1960 Heft 30 Wie geht es weiter? Alfred Schmeller 19 Comeback der Außenwelt Umbro Apollonio 20 Die Zukunft der ... >>

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