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Ergebnisse für Mensch
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    ... der Menschenrechte 1.1 Einleitung: Die Menschenrechtsidee und menschenrechtliche Geltungsansprüche – eine Übersicht der normativen und empirischen Debatten Der Grundgedanke der Menschenrechte besteht darin, die gleiche Achtung, derer alle Menschen würdig sind, als etwas nicht Aufteilbares aufzufassen. Die Idee der Menschenrechte schließt alle Menschen gleichermaßen ein und besitzt einen universellen Geltungsanspruch. Die zunehmende weltweite Anerkennung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 als politischer und rechtlicher Maßstab wirkt sich auf alle Menschen und sämtliche Lebensbereiche aus. Die universelle menschenrechtliche Konzeption und die damit einhergehende Forderung nach faktischer Verwirklichung wird von einer Vielzahl von Problemen begleitet. Menschenrechte sollen für jeden und ... Ansicht vertritt, dass, wer sich für Menschenrechte entscheidet, sich auch für ihre Universalität entscheiden muss, kommt an einer Bestimmung der Gründe und Grenzen menschenrechtlicher Geltungsansprüche nicht vorbei. Wenn Menschen sich einer selbst geschaffenen Institution, wie es die Menschenrechte sind, unterwerfen und sich davon abhängig machen2, muss die elementare Unantastbarkeit dieser Institution immer wieder kritisch und von vielen ... nicht nur die Freiheit Einzelner, sondern ebenso gesellschaftliche Bereiche der Teilhabe und Entfaltungsmöglichkeit. Den Menschenrechten liegt die universelle und egalitäre Moral gleicher Würde zu Grunde, nach der jeder Mensch als gleich und autonom anzuerkennen ist. Das heißt nicht nur, dass Menschen ein moralisches Recht darauf haben, mit gleicher Achtung und Respekt behandelt zu werden, sondern auch, ... >>

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    Michael Lingner und Franz Erhard Walther im Gespräch über das Menschenbild in der Kunst M. L. Das Verhältnis von ,Mensch und Bild' ist wohl erstmals während des byzantinischen Bilderstreits ausdrücklich zum Thema und dann auch gleich auf gravierende Weise zum Problem geworden. Daß um die Bedeutung des Bildes ... Herrschaft sich vollziehenden Veränderungen werden beschrieben (1) als der immer stärker werdende Hang zu einer Vitalisierung des religiösen Bildes. Der Glaube, daß es menschliche Eigenschaften habe und wie Menschen etwa sprechen, bluten, heilen oder Schutz geben könne, diese wunderbaren Fähigkeiten haben seine höchste Verehrung zur Folge. Zunehmend werden Formen der Huldigung auf das religiöse Bild übertragen, wie ... den orthodoxen religiösen Auffassungen genausowenig wie mit den weltlichen Herrschaftsansprüchen noch verträgt. Der in Fanatismus umschlagende Glaube der byzantinischen Bilderverehrer an die Möglichkeit einer übermenschlichen, d.h. vom Menschen unabhängigen Bildentstehung macht die Tatsache umso bewußter, daß alle Bilder eigentlich Bilder von Menschen sind. Selbst die Bilder, die ihn nicht darstellen, sind einfach deswegen, weil er sie gemacht hat, im weitesten und eigentlichen Sinn des Wortes auch Bilder von Menschen. Aus dieser Perspektive erweist sich der an die ungegenständliche, nicht-figurative Kunst des 20. Jahrhunderts immer wieder gerichtete Vorwurf, daß ihr mit der Preisgabe des Menschenbildes der " ... >>

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    ... Wirklichkeitskonstitution als Produktion entfremdeter Wirklichkeit S.6 Wirklichkeitsproduktion als Arbeit S.28 Literaturverzeichnis S.51 WIRKLICHKEITSKONSTITUTION ALS IMAGEBILDUNG Aus eigener Anschauung, vielleicht besonders aus dem Umgang mit älteren Menschen, weiß jeder, daß es Gegenstände gibt, die für den Einzelnen mit einer ganz besonderen Bedeutung behaftet sind. Anstelle der sichtbar materialisierten Eigenschaften, deren gebräuchliche (!) Entfaltung den Gegenstand zum ... Bild der objektiven, bewußtseinsunabhängigen Wirklichkeit bezeichnet die amerikanische Wissenssoziologie mit einem Begriff, der wissenschaftlich zuerst von der Marktpsychologie in Anspruch genommen wurde, als Image :"Die Wirklichkeit die der Mensch erlebt, wird offenbar vermittelt durch ein Bild, das sich zwischen ihn und die Außenwelt schiebt, und das durchaus anderen Gesetzen folgt als jene. ...Was zunächst die Bildhaftigkeit des ... anhaften, sondern daß sie gewissermaßen die Begleitumstände sind, unter denen die Informationen empfangen werden. Diese Begleitumstände sind nicht exakt abzugrenzen, sie sind nicht für alle Empfänger gleich. Jeder Mensch hat einen anderen Informationsrahmen gespeichert. Daraus erfolgt, daß die Bedeutung einer Information je nach dem Empfänger anders ist. Die Bedeutung haftet der Information weder als Faßbares noch als ... reagieren, werden sie von der Werbeindustrie in Zielgruppen zusammengefaßt - notwendige Voraussetzung für die Konditionierung, die allein die Wirkung der Anzeigen optimal zur Geltung bringen kann. (T) Zielgruppen umfassen Menschen mit gleichen oder sehr ähnlichen Wünschen, Hoffnungen, Ängsten und Bedürfnissen als den Erscheinungsformen des jeweiligen individuellen Normen- und Wertgefüges und demnach auch mit gleichen oder sehr ähnlichen Mustern, nach denen bestimmte Reize mit bestimmten Reflexen verknüpft sind. "Menschen einer Gruppe oder eines Status gleichen sich viel stärker als es die tägliche Erfahrung für möglich hält. ...Dann nämlich, wenn sie alle von einer Situation, einem Gegenstand ... >>

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    ... einen eigenen Gemeinwillen, der dann aber von der „mitgliederstärkeren Sozialformation“14 relativiert werden kann. „Die Pflichten des Bürgers gehen vor den Pflichten des Senators und die Pflichten des Menschen vor den Pflichten des Bürgers.“15 Letztlich steht das Menschheitsprinzip über allen Gemeinwillen. Es findet somit eine Gemeinwillenhierarchie statt. Eine solche wird dann im Gesellschaftsvertrag nicht mehr angeführt ... bis dahin verhaftet ist. Es ist vorauszusehen, dass Rousseau sich im Folgenden von dem Modell Lockes distanzieren muss, um seine Vorstellung einer Republik zu entwickeln. Eine Versöhnung von Mensch und Bürger unter der Herrschaft der „volonté générale“ kommt nicht mehr in Betracht. Aus diesem Grund kann es auch keine Regierung geben, die dem Gemeinwillen am Volk vorbei ... somit im Vollzug des allgemeinen Willens. Dabei kann der Einzelne nicht über Zukünftiges abstimmen. „Der Souverän kann sehr wohl sagen: In diesem Augenblick will ich, was ein bestimmter Mensch will oder wenigstens angibt zu wollen; aber er kann nicht sagen: Was dieser Mensch morgen will, das werde auch ich wollen; es ist nämlich unsinnig, dass sich der Wille Ketten angelegt für die Zukunft.“30 Wenn Rousseau die Möglichkeit zulassen würde, dass ... direkt an der Gesetzgebung beteiligt sein. Die reale und erlebte Anwesenheit jedes Bürgers ist unausweichlich. Eine Fremdrepräsentation kommt für Rousseau nicht in Frage. 1. Bürgerliche Freiheit „Was der Mensch durch den Gesellschaftsvertrag verliert, ist seine natürliche Freiheit und ein Recht auf alles wonach ihn gelüstet und was er erreichen kann; was er erhält ist die bürgerliche ... >>

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    ... einen eigenen Gemeinwillen, der dann aber von der „mitgliederstärkeren Sozialformation“14 relativiert werden kann. „Die Pflichten des Bürgers gehen vor den Pflichten des Senators und die Pflichten des Menschen vor den Pflichten des Bürgers.“15 Letztlich steht das Menschheitsprinzip über allen Gemeinwillen. Es findet somit eine Gemeinwillenhierarchie statt. Eine solche wird dann im Gesellschaftsvertrag nicht mehr angeführt ... bis dahin verhaftet ist. Es ist vorauszusehen, dass Rousseau sich im Folgenden von dem Modell Lockes distanzieren muss, um seine Vorstellung einer Republik zu entwickeln. Eine Versöhnung von Mensch und Bürger unter der Herrschaft der „volonté générale“ kommt nicht mehr in Betracht. Aus diesem Grund kann es auch keine Regierung geben, die dem Gemeinwillen am Volk vorbei ... somit im Vollzug des allgemeinen Willens. Dabei kann der Einzelne nicht über Zukünftiges abstimmen. „Der Souverän kann sehr wohl sagen: In diesem Augenblick will ich, was ein bestimmter Mensch will oder wenigstens angibt zu wollen; aber er kann nicht sagen: Was dieser Mensch morgen will, das werde auch ich wollen; es ist nämlich unsinnig, dass sich der Wille Ketten angelegt für die Zukunft.“30 Wenn Rousseau die Möglichkeit zulassen würde, dass ... direkt an der Gesetzgebung beteiligt sein. Die reale und erlebte Anwesenheit jedes Bürgers ist unausweichlich. Eine Fremdrepräsentation kommt für Rousseau nicht in Frage. 1. Bürgerliche Freiheit „Was der Mensch durch den Gesellschaftsvertrag verliert, ist seine natürliche Freiheit und ein Recht auf alles wonach ihn gelüstet und was er erreichen kann; was er erhält ist die bürgerliche ... >>

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    ... Gegenwart Verbündete, die sich ernsthaft interessieren und mit denen ich wirklich reden kann. So wie wir miteinander sprechen, ist das z. B. auch noch mit einigen wenigen anderen Menschen möglich. Dann treffe ich immer wieder junge Leute, die Kunst machen wollen und auf die meine Arbeit eine merkwürdige Faszination ausübt. Ich habe weiter mit Sammlern und Museumsleuten ... Publikum und für die Künstler nach wie vor sehr fordernd und schwierig zu sein, und es ist natürlich weiterhin ein großes Problem, daß aufs Ganze gesehen sehr wenige Menschen tatsächlich mit den Stücken gearbeitet haben. Wahrscheinlich auch deswegen, weil es nicht leicht ist, gerade an diese Arbeiten, mit denen real gehandelt werden soll, überhaupt ranzukommen. Nur sehr ... finde, es ist ja schon etwas, wenn durch die Arbeiten Mängel und Verarmungen, die in der Gegenwart bestehen, erkennbar werden. Nicht nur Mängel solch grundsätzlicher Art, daß der Mensch heute bestimmte Erfahrungsdimensionen nicht mehr nutzt, vielleicht gar nicht mehr nutzen kann, sondern auch Mängel ganz praktischer Natur. Aufgrund der sehr elementaren Erfahrungen etwa mit Raum, seinen Proportionen und Maßen, die meine Arbeiten ermöglichen, habe ich z.B. immer wieder erlebt, daß Menschen nun Straßen, Plätze und Häuser völlig anders angucken und darüber kritisch nachzudenken beginnen. Ich bin froh, daß es gerade auch Architekturstudenten sind, die von solchen Erfahrungen berichten. Dies ... Probleme heute überflüssig sind und keiner Bearbeitung mehr bedürfen. Wenn ich beispielsweise ,Proportionen' nicht als rein formales Mittel benutze, sondern in meiner Arbeit Proportionalität als eine Grunderfahrung des Menschen thematisiere, dann kann ich nicht glauben, daß das generell uninteressant sein soll. Ich meine vielmehr, daß sie als elementare Voraussetzung jeglichen Wahrnehmens und Handelns zur Natur des ... >>

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    Michael Lingner Das Menschenbild im Umbruch In unserem Kulturkreis hat sich die christliche Lehre von der "Gottebenbildlichkeit" des Menschen ebenso wie das biblische Bilderverbot als überaus folgenreich erwiesen. Jede den Menschen zum Motiv machende bildliche Darstellung war von daher nicht nur mit einer besonderen Bedeutung, sondern auch Problematik beladen. Gemäß der theologischen Auffassung, daß "die gesamte Schöpfung etwas vom göttlichen Sein abbildet" (l), wird nämlich im Bild des Menschen und erst recht im Bild von Christus, "der das Abbild Gottes ist" (2), "die abgebildete Person als im Bild anwesende vorgestellt". (3) Um den Wahrheitsanspruch dieser Interpretation und ... Bilderkrieges. (4) Der historische Rückblick auf die Zeiten, wo an die Möglichkeiten einer übermenschlichen Bildentstehung geglaubt wurde, rückt den Umstand ins Bewußtsein, daß eigentlich alle Bilder, die ein Mensch gemacht hat, Menschenbilder sind. So verstanden wäre dieser Begriff heute recht nichtssagend und überflüssig. Aber natürlich war mit der Rede vom "Menschenbild" auch nie die an sich triviale Tatsache der menschlichen Autorschaft gemeint, die sich freilich inzwischen wieder als überhaupt nicht mehr so selbstverständlich darstellt. Vom Bild des Menschen - im emphatischen Sinn verstanden - ist vielmehr immer ein wahres, ein das Wesen des Menschen in seiner ganzen Tiefe erfassendes und veranschaulichendes Menschenbild erwartet worden. Jede Epoche hatte ... >>

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    ... 1921)................ 74 Beilage VI. Das Problem der Konstitution des Leibes als eines physischen Dinges in der solipsistischen Erfahrung (1921 oder etwas später)...................... 75 Beilage VII. Als Deskription: der Mensch in reiner Erfahrung, als Objekt in der objektiven Welt (um 1921)......... 78 Beilage VIII. Stufen der Konstitution der Seele als naturale Einheit, ebenso der solipsistischen Person und der menschlichen Person und der psychophysischen Einheit Mensch (um 1921)......... 81 Beilage IX. Einfühlung und Leib (um 1921)......... 88 Beilage X. Personale Ichgeistigkeit und unterichliches, leibliches Leben (zwanziger Jahre)................. 89 Nr. 4. Kann es getrennte Subjekte ... XIV. Das Problem der Identität und Wahrheit der Welt in den Erfahrungen verschiedenartiger Subjekte (St. Märgen, 1. Oktober 1921)..................... 131 Beilage XV. Zur Lehre von der Evidenz. Jeder Mensch „kann" logisch denken etc. (aus 1920/1921)............ 136 Nr. 7. Als Einleitung zur Lehre von der Einfühlung: Denkmöglichkeit anderer Ich - das Universum möglicher (aber miteinander unverträglicher) Ichsubjekte durch ... Beilage XXIX. Konventionelle Handlungen als Kulturhandlungen (1921/1922).....................225 Nr. 11. Weder der fremde Leib noch die fremde Subjektivität ist originaliter mir gegeben, und doch ist mir der Mensch dort in meiner Umwelt originär gegeben (um 1921)......233 Beilage XXX. Der fremde Leib ist nicht ursprüngliche Einheit der Identität in meinem Erzeugen, er ist durch Analogie gedeutet ... Ich in dor Subjektivität und die intersubjektive Identifikation der konstitutiven Einheiten. Die Monaden haben Fenster.....258 § 5. Die phänomenologische Reduktion auf meine Monade und eine mögliche Monade überhaupt. Menschen und Tiere als intentionale Korrelate..........261 § 6. Die solitäre Reduktion und die Erübrigung der Ausschaltung der Natur...............263 § 7. Übergang zur Monadenvielheit als dem Absoluten . . 265 § 8. ... >>

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    ... an Bedeutung gewinnt, weil es z.B. eben noch eine Lücke darstellt. Es wird damit geworben, dass Investitionen in Kunst als eine Ergänzung des normalen Portfolios von vermögenden Menschen heute eigentlich zwangsläufig mit dazu gehören sollten. Insofern handelt es sich im Moment im Bereich der Geldanlage um einen wachsenden Markt. Brigitte Neumann: Die Künstlersozialkasse gab kürzlich bekannt ... Risiko zu minimieren, und andererseits die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass dieser ohnehin schon relativ sichere Wert noch durch ähnliche Spekulationsabsichten weiter gesteigert wird. Dadurch dass dann immer mehr Menschen jetzt z.B. den Kunstmarkt als einen Anlagemarkt entdecken, entsteht natürlich eine Konkurrenz, die den Charakter verdirbt aber das Geschäft belebt und die Preise im Hinblick auf die ... gemeinsame Überzeugung, dass eine solche Wertvorstellung gelten soll. Wenn ich die Geltung rein an materielle Werte binde, ist diese ja nicht im Bewusstsein einer Gesellschaft, im Bewusstsein der Menschen vorhanden, sondern ist sozusagen verdinglicht, vergegenständlicht. Aber kulturelle Werte sind nun mal als solche innere Werte, sie können nicht durch Materialisierungen leben. Insofern lauert hinter jeder extremen Form ... schlafen nicht". Da hat sie 30 Unternehmensberater begleitet über mehrere Wochen lang und hat mit denen geredet und das Ergebnis liest man in diesem Buch. Das sind alles Menschen die wir als Charaktermasken bezeichnen würden, die in einem Hamsterrad leben, da sind Chefs, die ihre Privatadresse nicht mehr kennen, weil sie so oft umziehen und weil sie ... sind, da scheue ich mich, solche Urteile zu fällen oder Prognosen abzugeben. Aber völlig klar ist doch, dass die Verwirtschaftlichung nicht äußerlich bleibt, sondern in die Struktur der Menschen übergeht. Wenn die Marktbedingungen, wie sie sonst für die anderen Märkte jenseits der Kunst gelten auch auf den Kunstmarkt übertragen werden, übertragen sie sich auch auf die ... >>

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    ... wie Ausdruck einer "Enthumanisierung der Kunst" (2). Konservative Kritiker sahen darin zugleich aber auch den ästhetischen Niedergang der Kunst, da für sie, gemäß der philosophischen Tradition, allein der Mensch und seine Darstellung dem "Ideal der Schönheit" (3) gerecht werden konnten. Nach dieser Auffassung beraubte die Kunst mit dem Verzicht auf Menschendarstellungen sich der Schönheit als ihrer substantiellen ... den gesellschaftlichen und vor allem technischen Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten auch wieder in Frage gestellt worden und hat sich sogar teilweise ins Gegenteil verkehrt. Je weniger der Mensch sich noch als Naturwesen verstand und immer stärker seine eigene Machbarkeit entdeckte und betrieb, um so mehr hat er für seine Selbstkonstruktionen wieder einen direkten bildhaften Ausdruck gesucht ... um so besser, wenn sie mit der Geschichte kontrastiert und vor dem Hintergrund der religiösen Problematik der Menschendarstellung betrachtet wird. Aufgrund der christlichen Lehre von der "Gottebenbildlichkeit" des Menschen war jede Darstellung, die ihn zum Motiv machte, nicht nur überaus bedeutungsbeladen, sondern wegen des eklatanten Verstoßes gegen das biblische Bilderverbot auch von höchster Problematik: Um den Geltungsanspruch ... nicht nur mit äußerstem Scharfsinn, sondern auch mit Waffengewalt gekämpft worden. Gemäß der theologischen Auffassung, daß "die gesamte Schöpfung etwas vom göttlichen Sein abbildet", wurde im Bild des Menschen und erst recht im Bild von Christus, "der das Abbild Gottes ist, die abgebildete Person als im Bild anwesende vorgestellt". (5) Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich ... Um diesen Konflikt ging es im byzantinischen Bilderkrieg. (6) Der im historischen Rückblick offenbar werdende Glaube an eine übermenschliche Bildentstehung macht bewußt, daß alle Bilder eigentlich Bilder vom Menschen sind, insofern er sie gemacht hat. So verstanden wäre der Begriff des Menschenbildnisses völlig nichtssagend und überflüssig. Aber natürlich war diese - heute freilich längst nicht mehr - selbstverständliche ... >>

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