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Ergebnisse für Lehre
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    Michael Lingner Plädoyer für eine neue Kultur künstlerischen Lehrens und Lernens Zum Beispiel ein interdisziplinäres (10) Grund- und Orientierungsstudium Die Freiheit der Kunst ist nicht viel wert, wenn sie keinen anderen Sinn hat, als die Behaglichkeit des Künstlers zu sichern. Albert Camus I.) Plädoyer Lehren und Lernen, das primär Bildungsprozesse statt Ausbildungsziele im Sinn hat, befindet sich mitsamt den entsprechenden Institutionen in unserer Zeit und Gesellschaft in einer tiefen Krise. Sie hat an den künstlerischen Hochschulen und Akademien, die besonders sensible Lehr- und Lernbereiche sind, fatale Ausmaße angenommen: Es herrschen Unlust, Unvernunft und vor allem Unproduktivität, die vor dem Hintergrund des schöpferischen Selbstverständnisses und der nach wie vor privilegierten Studiensituation ... erkannt bzw. am meisten ignoriert wird. Von den Fachbereichen der "Freien Kunst" (und von vielen einem überkommenen Künstlerklischee verhafteten Vertretern anderer Fachbereiche) werden nach wie vor Fragen der Lehre und strukturelle Überlegungen weitestmöglich vermieden. Neben schlichtem Desinteresse ist unter vielen Künstlerinnen, obwohl sie sich zu Leitern von Klassen der "Freien Kunst" haben berufen lassen, eine tiefe, oft in Mißachtung unschlagende Berührungsangst gegenüber der Lehre verbreitet. Dabei lassen sich zwei einander verstärkende Grundeinstellungen beobachten, durch die jede auf strukturelle Veränderungen zielende Thematisierung von Lehren und Lernen geradezu systematisch verhindert wird: Auf der ... >>

  2. 97%

    ... in Bezug auf das formuliert, was allen, die an einer Kunsthochschule tätig sind - seien es Studierende oder Lehrende - gleichermaßen am Herzen liegen sollte, nämlich das Künstlerische und die Lehre. Also soll mein Thema lauten: Ist das Künstlerische heute durch Lehre noch fortsetzbar? Die Brisanz dieser Formulierung liegt in der Infragestellung der Fortsetzbarkeit; d.h. es wird nicht mehr davon ausgegangen, daß die Fortexistenz solch fundamentaler Kulturformen wie der Kunst garantiert ist oder eigentlich doch fraglos sein sollte. Und daß ausgerechnet - könnte man sagen - die Lehre für die Kunst eine wesentliche Funktion haben soll, was als unausgesprochene Behauptung jeder Kunsthochschule zugrundeliegt, setze ich auch nicht mehr selbstverständlich voraus. Nun ist es sicher nicht meine Lust am Untergang, sondern ganz im Gegenteil Liebe zur Kunst und ein Hang zur Lehre, die mich veranlassen, davon auszugehen, daß die Möglichkeit, Kunst durch Lehre fortzusetzen, heute bedroht ist. Zunächst möchte ich über einige Gründe sprechen, warum ich die Kunst heute für gefährdet halte, um dann auf die Problemlage einzugehen, in der ... >>

  3. 94%

    ... zahllosen Diskussionen mit Lehrenden und Studierenden, die der Autor in seiner Funktion als Angehöriger des Fachbereiches Kunstpädagogik und als langjähriges, aktives Mitglied und auch Vorsitzender des Ausschusses für "Lehre und Studium" geführt hat. Er hat versucht, wesentliche Aspekte der verschiedenen Beiträge, Argumente und Vorschläge so zusammenzufassen und zuzuspitzen, daß es in der Hochschule endlich zur Willensbildung über ... In diesem Sinn erweist sich die notwendig subjektive Sicht des Autors, die natürlich auch von theoretischen und bildungs- politischen Positionen geprägt ist, hoffentlich als förderlich. II.) PROBLEM a) Lehren und Lernen, das primär Bildungsprozesse statt Ausbildungsziele im Sinn hat, bedarf in besonderer Weise einer ständigen Selbstvergewisserung und Weiterentwicklung. Beides sind zunächst individuelle Prozesse, die aber eine institutionelle ... vollziehen. Je leichter veränderbar, d.h. je lernfähiger die Strukturen sind, umso besser können sie mit individuellen Reflexions- und Erfahrungsprozessen in Übereinstimmung gebracht werden. Umgekehrt sinkt die Motivation, Lehr- und Lernprozesse in ihren möglichen praktischen Konsequenzen zu reflektie ren, je starrer, unveränderbarer und damit überlebter die jeweiligen institutionellen Strukturen sind. Insofern ist die Flexibilisierung der institutionellen Strukturen ... sozialer, institutioneller Strukturen einher. Ihre Vernachlässigung hat trotz einer zweifellos überdurchschnittlichen Individualität der Lehrenden und der angestrebten Individualisierung der Studierenden paradoxerweise zu einer eklatanten Uniformität der künstlerischen/gestalterischen Lehr-und Lernstrukturen geführt.Der gesamte, als Kern des Studiums verstandene Praxisbereich,ist ausschließlich in "Klassen" organisiert und zudem ganz überwiegend in solchen eines einzigen Typus: Sie sind einer ... und zeitlich weitgehend selbstverantwortete künstlerische/gestalterische Einzelarbeit vpllziehen, deren Ergebnisse nach Bedarf zumeist in Einzel-"Korrekturen" mit Lehrpersonen besprochen werden. Sie leisten auf diese Weise den Hauptteil ihrer Lehre. c) Ob die aus den Kunstakademien des 19. Jahrhunderts überkommene Klassenstruktur in ihrer heutigen Ausprägung immer noch die einzig adäquate Organisationsform künstlerischer/gestalterischer Studien ist, muß allerdings ... >>

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    Grundfragen zu den Grundlagen Fritz Seitz und Michael Lingner im Gespräch über die "Grundlehre" Vorwort Das im Mittelpunkt des Symposiums stehende Thema "Lehre" auf die "Grundlehre" und auf die am Bauhaus entwickelte Form des Eingangsstudiums einzuengen und es in einer abgeklärten, rein historisierenden Weise zu betrachten, wäre heute verfehlt. Denn das Thema "Lehre" bekommt in einem erweiterten und allgemeineren, aber mit dem Bauhaus durchaus übereinstimmenden Sinn, als Problem der Grundlegung und der Lehr- bzw. Lernbarkeit des Künstlerischen höchste Aktualität, wenn die Kunstakademien und -hochschulen den längst überfälligen Versuch unternehmen, ihr Selbstverständnis und ihre Strukturen zu überdenken und neu zu bestimmen. Daß ... und rein Intuitiven mystifiziert. Aufgrund dieser nicht völlig falschen, aber sehr reduzierten, nur einen einzigen Aspekt des Künstlerischen verabsolutierenden Einstellung, wird es von vornherein aus dem Bereich des Lehr- und Lernbaren ausgeschlossen. Dadurch geht den künstlerischen Hochschulen selbst in einem wohlverstandenen, weder akademistisch noch pädagogisierend gemeinten Sinn, ihr schulischer Charakter völlig verloren. Wenn zudem am Künstlerischen überhaupt ... um der falschen Verabsolutierung der Kunst willen ihre Funktion als Schule und ihre Verantwortung für die Produkt- und Umweltgestaltung nicht schlechterdings aufgeben, ist es für sie unumgänglich, dem Lehr- und Lernbaren strukturell wieder mehr Geltung zu verschaffen. Die am Bauhaus gemachten Erfahrungen legen es nahe, damit zu allererst und auf exemplarische Weise im Bereich der Grundlagen ... >>

  5. 72%

    ... nach der Funktion oder dem Stellenwert des Ästhetischen. Sie fragt auch nach den Erkenntnissen. Wer sich und die Wirklichkeit in Erfahrung bringen will, muß auch die Frage nach Lehre und Lehrbarkeit stellen. Bis heute werden - vornehmlich in Kunsthochschulen - grundlegende Voraussetzungen von Kunst überwiegend nonverbal und praktisch, auf dem Wege des Vormachens bzw. durch «Nachfolge» tradiert. Schulen und Akademien streben oft genug als Organisationsform für das Lehren und Lernen möglichst individualistische Betreuungs- sowie Meister-Schüler-Verhältnisse an. Dagegen steht ein anderes nicht minder kunstspezifisches Konzept: Lehren und Lernen lassen sich als Momente eines Kommunikationsprozesses auffassen. Dabei spielt Sprache eine besondere Rolle. Kommunikation über Kunst wird durch die Werke, bzw. deren Produktion initiiert. Adolf Hölzel - Lingners Kronzeuge - steht für solche Lehre. Lehren und Lernen lassen sich als Momente eines an sich unwahrscheinlichen, im Erfolgsfall aber besonders gelungenen Kommunikationsprozesses auffassen. Welche wesentliche Bedeutung für dessen positiven Verlauf gerade der Sprache ... >>

  6. 70%

    vorWand Ein kunstkritisches Plädoyer für das Dekorative Dr. Hanne Loreck kann am Beispiel vom »Haus des Lehrers« zeigen, wie die ambivalente Geschichte des Dekorativen sich in ästhetischen und ideologischen Polarisierungen wie etwa Außen und Innen, Schein und Sein, Hülle und Kern und ähnlichen Positivismen vollzieht ... Dekorativen. In ihren Ausführungen bezieht sie sich auf die Projekte »Blinkenlight« und »Bilderbucharchitekturen« sowie auf die Künstler Dan Graham und Dan Flavin. Das 54 Meter hohe Haus des Lehrers (kurz HdL) wurde zwischen 1962 und 1964 am »Alexanderplatz« errichtet. Es war das erste Hochhaus im Osten Berlins. Das Gebäude des Architekten Hermann Henselmann mit seinen 12 Stockwerken ... bis Januar 2004, im Oktober 2004 und nochmals im Oktober 2005 wurde das Gebäude für die interaktive Lichtinstallation »Blinkenlights« des Chaos Computer Clubs genutzt. Hermann Henselmanns »Haus des Lehrers« mit Kongresszentrum, weist auf drei Ebenen repräsentative Züge auf: Im Zentrum Berlins situiert, wurde es vom Chefarchitekten des sozialistischen Wiederaufbaus entworfen und als zentrale Institution staatlicher Bildungsideologie betrieben ... selbstorganisierten Mieterschaft aus Kunst, Multimedia, Architektur zwischengenutzt und diente als markante Kulisse für Videoclips, Mode-, Film- und Werbeaufnahmen. Als kultur- und politnostalgisches Ambiente geschätzt, wurde das »Haus des Lehrers« jedoch besonders als größter Bildschirm der Welt populär. Von Herbst 2001 bis Februar 2002 und nochmals im Oktober 2005 hatte »blinkenlights«, eine Aktion des Hackervereins Chaos Computer Club ... Fassade selbst zum temporären Ort einer sozialen Aktion im Sinne einer gestalterischen Intervention zu machen. Das Projekt »Bilderbucharchitekturen« nun wirft aus den Beobachtungen rund um das »Haus des Lehrers« die Frage auf, inwiefern sich auch im Dekor soziale Relationen ausmachen lassen. Hier setzt auch die Forderung des Projekts an, anhand des »Hauses des Lehrers« »das Verhältnis ... >>

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    ... ist der hohe Rang seiner künstlerischen Leistung auch allgemein erkennbar geworden. Immer schon unumstritten war dagegen seine zuletzt an der Stuttgarter Akademie unter Beweis gestellte überragende Befähigung als Lehrer (etwa von Baumeister, Itten, Meyer-Amden, Schlemmer) und seine außerordentliche Bedeutung als Künstler-Theoretiker (insbesondere aufgrund seiner Farb- und Kompositionslehre). Über die eigene Kunst- und Unterrichtstätigkeit hinaus, hat ... Phänomene aufzuzeichnen. Aus ihnen besteht im wesentlichen sein "Theoretischer Nachlass", bei dem es sich insofern - trotz aller kunsttheoretischen Substanz - nicht im herkömmlichen Sinne um eine Theorie oder gar Lehre handelt, sondern um eine ganz eigene, andersartige Ausformung künstlerischer Praxis. (12) Ohne sich einer "Verleugnung" schuldig zu machen, wie es Derrida von Bourdieu vorgeworfen wird, weil er die ... wie sich in die künstlerische Praxis das Denken immer stärker hineinbildet, verwarfen darum Hölzel und die Bauhäusler die mimetischen Lehrprogramme als akademisch antiquiert. (24) Heute wird zwar von Lehrern kaum noch direkt in die Arbeiten ihrer Schüler hineinkorrigiert. Aber unterscheidet sich davon das stattdessen weiter gepflegte Hineinreden tatsächlich auf eine wesentliche Weise? Die Unangemessenheit des mimetischen Lehrens und Lernens offenbart sich erneut und erst recht durch die konzeptuelle Kunst der 60er Jahre, als die begriffliche Reflexion zum Programm, ja sogar zu einer Art Stilmittel erhoben ... Venzmer, a.a.O., S. 95. (7) E. Kretzer / R. Zander: Über das Lernen an Kunsthochschulen. Hamburg 1990. Siehe ihren Beitrag in dieser Broschüre: "Die Diskussion über die Lehre an der Hochschule (hat) ... ein Abstraktionsniveau erreicht, auf dem man leicht vergessen kann, daß Studieren und Lehren, Forschen und Ordnen im Grunde Lebensformen sind, die ... erst erspielt ... >>

  8. 65%

    Michael Lingner Theoriebildung als Praxisform Über die Unentbehrlichkeit begrifflichen Denkens im künstlerischen Studium heute Lehren und Lernen lassen sich als Momente eines an sich unwahrscheinlichen, im Erfolgsfall aber besonders gelungenen Kommunikationsprozesses auffassen. Welche wesentliche Bedeutung für dessen positiven Verlauf gerade der Sprache zukommt ... wird künstlerische Praxis weiterhin durch ihre Sprachferne und Sprachlosigkeit geradezu definiert. Auf dieser Zuschreibung, die sich wie jeder Mythos hartnäckig hält, beruht die anachronistische Auffassung, daß auch das Lehren und Lernen im Kunstbereich nicht auf eine sprachabhängige kommunikative, sondern besser auf eine mimetische Weise erfolgen sollte. Auch wenn jene die künstlerische Ausbildung im 19. Jahrhundert beherrschenden Vorbilder ... bis heute überwiegend nonverbal und praktisch, auf dem Wege des Vormachens bzw. durch "Nachfolge" tradiert (vgl. Kant, S. 132 f). Schulen und Akademien streben als Organisationsform für das Lehren und Lernen im Kunstbereich möglichst individualistische Betreuungs- sowie Meister-Schüler-Verhältnisse an. Es wird auf das produktive Klima, auf die Vorbildlichkeit "ästhetischer Lebensformen" (Otto 1993, S. 18) gesetzt ... des "bildnerischen bzw. künstlerischen Denkens" es auch, eine Perspektive für die Entwicklung gegenwärtiger Denkformen in der Kunst zu gewinnen. Hölzels Bedeutung wurde zunächst in seiner überragenden Befähigung als Lehrer (etwa von Baumeister, Itten, Schlemmer) sowie in seiner außergewöhnlichen Begabung als Künstlertheoretiker gesehen, dessen Farb- und Kompositionslehre große Wirkung hatte. Für Hölzel selbst war freilich bei allem pädagogischen ... verglichene Training keineswegs bloß zur technischen Perfektionierung. Vielmehr bildete es in vielfältiger Weise die Grundlage und gleichsam das Herzstück seiner Kunst: Sowohl seine praktische Arbeit als Künstler und Lehrer sowie überraschenderweise auch sein Theoretisieren haben in dieser schlichten Schulung ihren gemeinsamen und eigentlichen Ursprung. Die anfänglich nur in der Absicht manueller Ausbildung betriebenen "Exerzitien" Hölzels bestanden ... >>

  9. 65%

    ... bereits zu Beginn unseres Jahrhunderts von Hölzel geforderte, doch erst vom Bauhaus eingeführte Pflicht, daß die Studierenden eine "Grundlehre" absolvieren. An die Stelle dieser Einführung in all dasjenige Lehr- und Lernbare, was für das Studium des Künstlerischen als grundlegend gilt, ist unterdessen eine Orientierungsphase getreten, für die - wenn auch nicht überall im Gebrauch - der Name Anfänger-"Betreuung ... einlassen: Bislang noch eher die extreme Ausnahme bilden kleine Gruppen zumeist in der "Freien Kunst" eingeschriebener Studenten, die sich vor allem um die maßgeblich an der Gegenwartskunst beteiligten Lehrer scharen. (5) Schnell, spekulativ und mit oft erstaunlicher Perfektion reagieren diese Studenten sehr sensibel auf die aktuelle Kunstpraxis. Diese wird von ihnen aufgegriffen und in der Absicht fortgeführt ... Haltung in den vergangenen Jahren gleichermaßen das Geschehen an den Kunsthochschulen und in der Kunstszene beherrscht - ein Zustand, der sich fortzusetzen droht, weil Protagonisten des Neoexpressionismus inzwischen als Lehrer an die Hochschulen zurückkehren. Der Satz: "Wir malen keine Bilder - wir studieren" (7), den Willi Baumeister für seine Studenten zur Maxime erhoben hat, bezeichnet genau das Problem, das ... Studieren immer mehr unterbleibt. Zu diesem Urteil muß jeder kommen, der auch das Kunststudium als einen Prozeß versteht, in dem zunächst eine umfassende Aneignung und systematische Erprobung des Lehr- und Lernbaren erfolgen muß, bevor dessen Grenzen forschend und experimentierend überschritten werden können und etwas daraus entsteht, das dann nicht mehr nur als Lernschritt, sondern als eigenständiges künstlerisches ... zur Grundlehreproblematik theoretisch äußert. Seitz schlägt vor (9), das Künstlerische ganz aus dem als "Grundlagenbereich" umschriebenen Zweig der Hochschule herauszuhalten und sich in diesem ausschließlich auf den zweifellos lehr- und lernbaren Umgang mit den bildnerischen Mitteln zu beschränken. Durch den vorübergehenden Verzicht auf künstlerische Ansprüche, den unerläßlichen Rest des schulischen Charakters der Kunsthochschule zu retten - ein ... >>

  10. 62%

    Das nachfolgende, unverändert gelassene Gespräch über die Grundlehre ist 1990 anlässlich des von den Autoren vorbereiteten und durchgeführten ersten gesamtdeutschen Symposions "Zur Lehre an den Kunsthochschulen" entstanden. Die vorab in der Broschüre "Con-Texte" erschienene Textfassung war für die eingeladenen ReferentInnen und das interessierte Publikum der seinerzeit durch die Hamburger Wissenschaftsbehörde ... waren und sind alle Überlegungen vor allem im Hinblick auf deren praktische Konsequenzen wichtig. Aber zu nennenswerten, über die bloße Diskussion hinausgehenden produktiven und zukunftsweisenden Folgen für die Lehr- und Studienpraxis ist es bisher an keiner Kunsthochschule und auch an der HfbK - trotz mancher, u.a. mehrjähriger Bemühungen des Senats-Ausschusses für "Lehre und Studium"- nicht gekommen. Statt dessen waren alle, unter den bestehenden (hochschul)politischen Rahmenbedingungen nicht geringen Anstrengungen auf die mühselige Erhaltung des status quo gerichtet. Wenn nun aber ... hierarchischen Ordnung der künstlerischen Kenntnisse und Fertigkeiten...die Grundlagen der künstlerischen Arbeit (wie noch in der Grundlehre) durch das Unterrichten in ganz bestimmten handwerklichen Fertigkeiten und durch das Lehren von scheinbar allgemein gültigen ästhetischen Kategorien"(1), also "in Form eines kanonisierten Katalogs von Pflichtveranstaltungen"(2) zu vermitteln. Dabei wird vergessen, dass es weder in den vor 1968 ... sie sich in der Praxis und durch den Zeitgeist ohnehin einschleichen, generell gefeit.(3) Dabei sind gerade die latenten Dogmatisierungen, wie etwa auch die beinahe zwanghafte Ignorierung der Lehren des Bauhauses, besonders tückisch, weil durch die dann fehlende Auseinandersetzung der Blick auf die Vergangenheit leicht ebenso verzerrt wie die Zukunftsperspektive verengt zu werden droht. Sowohl die ... >>

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