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Ergebnisse für Handeln, soziales
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    ... menschenrechtlichen Geltungsanspruch zu begründen, sondern es müssen auch die konkrete Verwirklichung und deren Bedingungen in den Blick genommen werden – eine Forderung, die eng verknüpft ist mit der Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit. Die Menschenrechtsidee ist, neben der Demokratie, ein elementarerer Ausdruck politischer Normativität. Das bedeutet jedoch nicht, dass für das Verständnis der Menschenrechte eine einheitliche Akzeptanz besteht. Oft treten ... auf der anderen Seite geführt wird. Es betrifft auch den vormals durch den Ost-West Konflikt ausgetragenen Streit über Relation und Gewichtung zwischen liberalen Freiheitsrechten, politischen Mitwirkungsrechten und sozialen Rechten.4 Lässt sich eine Gesamtheit von liberalen Freiheitsrechten und sozialen Rechten begründen? Eine klassisch-liberale Auffassung, wie sie beispielsweise in der naturrechtlichen Auffassung Lockes und der vernunftrechtlichen Auffassung Kants vertreten wird, versteht die Menschenrechte als gleiche negative Freiheitsrechte ... Pflichten Menschenrechte den Adressaten auferlegen und wie sich dies auf den menschenrechtlichen Geltungsbereich auswirkt. Es ist anzunehmen, dass vor allem die Rechte auf positive Leistungen, wie beispielsweise die sozialen Menschenrechte, keine hinreichende Beachtung finden würden, wenn ihre Realisierung dem mehr oder weniger moralischen Verhalten jedes Einzelnen überlassen bliebe. Sinnvoll ist eher eine beziehungsabhängig gedachte Verantwortlichkeit und hier ... wechselseitiger Abhängigkeit von einander oder in Kooperation zueinander stehen.8 Mit der weltweiten Verbreitung der Menschenrechte und der Ausweitung ihres Geltungsumfangs sind nicht nur hohe Anforderungen an die soziale, sondern auch an die staatliche Ordnung verbunden. Menschenrechte sind, noch bevor sie als Rechte garantiert werden, moralische Rechte jedes Einzelnen. Menschliche Moral erfordert wirksame rechtliche Mittel, um ... >>

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    ... für' oder 'gegen' Autonomie immer schon mitsuggeriert. Wer stattdessen ein 'Sowohl-als-auch' für erwägenswert hält, hat die gesellschaftspolitische Logik des Kulturbetriebes gegen sich, der von simplen, auf "soziale Akzeptanz" berechneten Kontrastierungen lebt. (42) Auch wissenschaftliche Kunsttheorien können sich offenbar nur schwer solchen eigentlich kulturpolitischen Vorstrukturierungen ihres Themas entziehen. Sie neigen darum entweder dazu, den Betrieb der ... zu kritisieren und mit dem Anspruch auf Fortentwicklung theoretischer Reflexion zur produktiven künstlerischen Kraft neu zu konzipieren; und zwar in einer Weise, die es der Kunst erlaubt, ,,die soziale mit der ästhetischen Forderung in Einklang zu bringen und nicht in Gegensatz". 8) Soweit dieses gelänge, könnte die künstlerische Praxis ein Modell der Transformation von Fremdbestimmung in eine ... Wahrnehmungsprozesses von äußeren Sinnesreizen gleichsam das Diktat der unmittelbar bewirkten Empfindungen zu brechen, um eine rezeptiv-mentale, wirklichkeitserzeugende Aneignung der ,,Natur subjektiv" zu leisten, die sein Erleben und Handeln sinnhaft fundiert. (45) So gewiß einem jeden zwischen Mensch und Natur vermittelnden Prozeß beide Aneignungsformen innewohnen und aufeinander dialektisch bezogen sind, wurden sie in der Moderne doch je ... Praxis zur Unterwerfung des schöpferischen Aktes unter das Diktat externer Fremdbestimmung, indem sie aus der utopischen Idealität und Fiktionalität des 'als ob' in den Anspruch unmittelbaren Einwirkens auf soziale Realität verfällt und sich der Gesellschaft mit kritischen oder affirmativen Funktionen andient. (58) Indessen erkauft jede dieser beiden Kunsttendenzen den Versuch der Auflösung des Widerspruches zwischen Selbst- und ... und Rezeption als Modellbegriff dienen kann, da er einem vergleichbaren Problem entspringt: nämlich der "Revision der ... Trennung von Wissenschaft und Gesellschaft" 34), die durch einen ,,engen Bezug auf soziale ... Zwecke gekennzeichnet ist, ohne doch mit der überkommenen Kategorie der 'angewandten Forschung' adäquat beschreibbar zu sein" 35). (76) Die Kategorie der "Finalisierung" soll danach jenen Entwicklungsschritt in ... >>

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    ... Wenn man diese Zeilen liest, scheint es, dass der Autor die Vertretung des Volkes durch Deputierte befürwortet. Rousseau sieht die Fähigkeit des Volkes, im Sinne des Gemeinwohles zu handeln, durchaus skeptisch. Dieser Skepsis bleibt er auch im „Contract social“ treu. Doch ist dort die Ausübung des Gemeinwillens durch das Volk selbst Grundvoraussetzung eines legitimen Staates. Bei Heranziehung der späteren Überlegungen Rousseaus zur Kontrolle der Exekutive im „Contrat social“ und „Emile“19 überrascht das Vertrauen des Autors in das gerechte Handeln der Regierung. Erklären lässt sich das damit, dass Rousseau dabei eine Regierung innerhalb seiner Konzeption einer idealtypischen Republik meint, in der der Gemeinwille als „oberstes Prinzip der Volkswirtschaft ... sein. Sowohl die Regierung als auch die Bürger sind gleichermaßen auf das republikanische Gemeinwohl verpflichtet. Aus diesem Grund scheint eine faktische Zustimmung des Volkes in Bezug auf das Handeln der Regierung nicht unbedingt notwendig. Gegenüber den zeitgenössischen Regierungen ist Rousseau aber auch in dieser frühen Schrift schon sehr kritisch. Aufgabe des Staates muss es sein, die Sitten ... müssen die Bedingungen für die gemeinsame Willensbildung dergestalt beschaffen sein, dass keines der abstimmenden Gemeinschaftsmitglieder übervorteilt wird und keines ein anderes übervorteilt. Darin ist aber nicht nur ein sozialer Ausgleich zu sehen, vielmehr ist durch die Teilhabe aller Gemeinschaftsmitglieder gewährleistet, dass jeder seine individuelle Autonomie bewahrt. Dies hängt direkt mit dem dargelegten Freiheitsbegriff von Rousseau zusammen. Nach dieser Konzeption werden seine Vorgänger Hobbes und Locke zu Autoren „politischer Heteronomie“49 degradiert. Bürgerliche Freiheit setzt unmittelbare Teilhabe an der Politik voraus. Das Handeln der Abstimmenden muss sich dabei an der Maxime des Gemeinwillens orientieren. „Wenn man in der Volksversammlung ein Gesetz einbringt, fragt man genau genommen nicht danach, ob die ... >>

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    ... Wenn man diese Zeilen liest, scheint es, dass der Autor die Vertretung des Volkes durch Deputierte befürwortet. Rousseau sieht die Fähigkeit des Volkes, im Sinne des Gemeinwohles zu handeln, durchaus skeptisch. Dieser Skepsis bleibt er auch im „Contract social“ treu. Doch ist dort die Ausübung des Gemeinwillens durch das Volk selbst Grundvoraussetzung eines legitimen Staates. Bei Heranziehung der späteren Überlegungen Rousseaus zur Kontrolle der Exekutive im „Contrat social“ und „Emile“19 überrascht das Vertrauen des Autors in das gerechte Handeln der Regierung. Erklären lässt sich das damit, dass Rousseau dabei eine Regierung innerhalb seiner Konzeption einer idealtypischen Republik meint, in der der Gemeinwille als „oberstes Prinzip der Volkswirtschaft ... sein. Sowohl die Regierung als auch die Bürger sind gleichermaßen auf das republikanische Gemeinwohl verpflichtet. Aus diesem Grund scheint eine faktische Zustimmung des Volkes in Bezug auf das Handeln der Regierung nicht unbedingt notwendig. Gegenüber den zeitgenössischen Regierungen ist Rousseau aber auch in dieser frühen Schrift schon sehr kritisch. Aufgabe des Staates muss es sein, die Sitten ... müssen die Bedingungen für die gemeinsame Willensbildung dergestalt beschaffen sein, dass keines der abstimmenden Gemeinschaftsmitglieder übervorteilt wird und keines ein anderes übervorteilt. Darin ist aber nicht nur ein sozialer Ausgleich zu sehen, vielmehr ist durch die Teilhabe aller Gemeinschaftsmitglieder gewährleistet, dass jeder seine individuelle Autonomie bewahrt. Dies hängt direkt mit dem dargelegten Freiheitsbegriff von Rousseau zusammen. Nach dieser Konzeption werden seine Vorgänger Hobbes und Locke zu Autoren „politischer Heteronomie“49 degradiert. Bürgerliche Freiheit setzt unmittelbare Teilhabe an der Politik voraus. Das Handeln der Abstimmenden muss sich dabei an der Maxime des Gemeinwillens orientieren. „Wenn man in der Volksversammlung ein Gesetz einbringt, fragt man genau genommen nicht danach, ob die ... >>

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    ... Beobachter" verkennt. Der empirischen Sozialforschung droht dann die Gefahr, ihre eigene Involvierung zu übersehen und die Auswirkungen davon, wie sie mit ihren standardisierten und normierenden Fragestellungen in die sozialen Prozesse selbst eingreift, deren Untersuchung sie gerade vornimmt. Die Bedenken, daß solche wissenschaftlichen Einflüsse "eine Gefährdung der künstlerischen Aspekte des Projekts" (2) bedeuten können, wie sie von einem ... des Geistes aufgefaßt, obliegt es also den kunstbezogenen Wissenschaften selbst, die ästhetische Differenz sprachlich zu konstituieren und - etwa im Fall der Soziologie - eine Unterscheidung zwischen ästhetischem und anderem sozialen Handeln einzuführen. Was bereits für die Phänomene der "conceptual art" galt, daß sie "ohne [...] Diskussion [...] rein und einfach 'Erfahrung'" sind und "nur zur 'Kunst' [werden], wenn man sie in ... bearbeitende Aufgaben: l. die historische Unterscheidung zwischen Clegg & Guttmanns Kunstkonzeption und deren kunstgeschichtlichem Kontext; 2. die philosophische Unterscheidung zwischen Handlungsmöglichkeiten bei der "Offenen Bibliothek" und anderen Modi des Handelns. Ob dabei hinreichend künstlerisch relevante bzw. ästhetisch konstitutive Unterscheidungen herauskommen, sollte nicht nur unter theoretischen, sondern auch nach pragmatischen Gesichtspunkten beurteilt werden: Ob sich dadurch die Wahrscheinlichkeit erhöht ... Unterscheidungen zu realisieren. Denn der eigentliche Sinn der Formulierung ästhetischer Differenzen wird nicht darin gesehen, hierarchisierende Wertzuschreibungen vorzunehmen oder wissenschaftliches Methodenbewußtsein zu demonstrieren. Vielmehr kommt es auf das Handeln des Publikums an: daß es durch eine Erweiterung um die künstlerische Dimension zusätzliche Perspektiven und tatsächlich ästhetische Qualitäten gewinnen kann. Davon hängt nach dem Ende des ontologischen ... >>

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    ... seinen lebensweltlichen Interessen absehen und sich kontemplativ der ästhetischen Erfahrung hingeben. Im folgenden wird in Radikalisierung dieser Tradition sogar vorgeschlagen, über die Betrachtung hinaus den Rezipienten mit seinem Handeln in den Kunstprozeß zu involvieren. Wenn selbst vom Handeln der Laien erwartet wird, daß es von ästhetischen, kunstinternen Motiven bestimmt wird, sollte dies allemal für die professionell am Kunstsystem Beteiligten gelten. Aber besonders seitdem die privatwirtschaftliche Ideologie ... dem Begriff der Autonomie und dem künstlerischen Streben nach immer größerer Selbstbestimmung verbunden ist. Die durch die bürgerlichen Verfassungen als Freiheit der Kunst verbürgte politische Autonomie, nämlich die soziale, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den alten Auftraggebern Kirche und Hof, brachte der Kunst allerdings auch ein hohes Maß an Bestimmungslosigkeit. Der Verlust ihres traditionellen Bezugsrahmens beraubte sie ... liegt der Brennpunkt allen Begehrens, das von den Begrenzungen des Daseins nichts wissen will. Anstelle des Notwendigen fungiert überall der Genuß als entscheidender Attraktor für das Erleben und Handeln. Unsere "Erlebnisgesellschaft", wie sie Schulze in seinem gleichnamigen Buch klassifiziert hat, bildet die Drift aus, möglichst alles als dem Belieben des einzelnen überlassene Geschmackssache anzusehen. Sogar die ökologischen ... muß, sozusagen als Konstrukte subjektiver Motive ansehen, von denen die ästhetische Produktion und Rezeption getragen wird. Die reine, zweckfreie Kunst vermag heute weder Künstler noch Publikum zu ästhetischem Handeln zu motivieren und zu befähigen. Vor allem aber gibt es zur heautonomen Finalisierung der Kunst keine Alternative nach meiner Auffassung. Rein ökonomische Interessen haben die Kunst längst ... >>

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    Inhaltsverzeichnis Erster Abschnitt Einleitende Untersuchungen 1. Vorbemerkungen zur Problemstellung....... 11 2. Der Begriff des sinnhaften Handelns bei Max Weber ......... 24 3. Die Vorgegebenheit des alter ego und das Postulat der Erfassung des subjektiven Sinns.......... 28 4. Kritik der Begriffe »aktuelles« und »motivationsmäßiges« Verstehen bei ... Dauer 7. Das Phänomen der inneren Dauer. Retention und Reproduktion ..................62 8. Die »sinngebenden Bewußtseinserlebnisse« bei Husserl und der Begriff des Sich-Verhaltens........ 71 9. Der Begriff des Handelns. Entwurf und Protention .............. 74 10. Das »bewußte« Handeln und seine Evidenz.....83 11. Das willkürliche Handeln und das Problem der Kür ............. 88 12. Zusammenfassung: Klärung des ersten und ursprünglichen Sinnbegriffes...............93 13. Erweiterung des ersten Begriffes von Sinn: A. Die attentionalen Modifikationen des Sinns ... und objektiver Sinn. Erzeugnis und Zeugnis ........... 186 28. Exkurs über einige Anwendungen der Theorie vom subjektiven und objektiven Sinn in den Geisteswissenschaften ...................191 Vierter Abschnitt Strukturanalyse der Sozialweh. Soziale Umwelt, Mitwelt, Vorwelt A. Einleitung 29. Vorblick auf die weitere Problemstellung......198 B. Soziales Verhalten, soziales Handeln, soziale Beziehung 30. Max Webers Begriff des »sozialen Handelns«. Fremdeinstellung ... >>

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    ... 4) auf die das 18. Jahrhundert prägende Philosophie des Rationalismus und die daraus entstandenen aufklärerischen Bestrebungen. Je mehr sich die Aufklärung von einer zunächst rein geistigen auch zur sozialen Bewegung wandelte, umso entschiedener hat sie die "feudale Unvernunft und die Dogmen der orthodoxen Glaubenslehre" (5) nicht mehr nur theoretisch kritisiert, sondern auch politisch bekämpft. Das Ringen um ... zur Französischen Revolution von 1789, die freilich realpolitisch zunächst eher schlimme Folgen hatte. Sie brachte Frankreich nach der Guillotine die Restauration und Europa den Krieg, was ihren eigentlichen sozialen Zielen und aufklärerisch-humanistischen Idealen aber nicht anzulasten ist. Dennoch erschüttern die verheerenden Auswirkungen der Französischen Revolution den Glauben an die Vortrefflichkeit einer Herrschaft der Vernunft zutiefst. In ... in erster Linie nicht auf den immer schon bestehenden künstlerischen Unabhängigkeitsdrang zurück, sondern auf die der Romantik vorhergehenden revolutionären gesellschaftlichen Veränderungen. Denn auch wenn die Revolution mit ihren sozial-politischen Zielsetzungen zunächst scheiterte und ihre aufklärerisch-humanistischen Ideale selbst grausam verriet, hat sie die angestammte weltliche und geistige Vorherrschaft von Adel und Klerus endgültig gebrochen. Der völlige ... menschlich(en) Geschlecht(s) zum Besseren" (71) keinesfalls als Gewißheit an. Vielmehr ist es als eine niemals endende Aufgabe zu betrachten, welche erfordert, die Vernunft zur Maxime des Handelns zu machen - und sei es nur, um im Wandel der Zeiten moralisch zumindest den Status quo zu erhalten. Es ist kein Zufall, daß die Verwirklichung des derart als Bestimmungsgrund und nicht als Endziel des Handelns gemeinten Ideals der Vervollkommnung des Menschen immer wieder gerade in der Kunst gesucht wird. Denn dieses Ideal gleicht der "ästhetischen Idee" zum Verwechseln, da es genauso unerreichbar ... >>

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    Inhalt Einleitung............................... 9 Kapitel 1: Soziales Handeln oder Verhalten?......... 12 Kapitel 2: Soziales Handeln in Rollen............. 29 2.1 Rolle als Kategorie der Sozialstruktur (Linton, Parsons, Merton) ............................ 30 2.1.1 Rolle und Position...................... 31 2.1.2 Modell des Rollen-Sets ... Tenbruck, Mead) ...... 45 2.2.1 Rolle als Grundkategorie der Soziologie ........ 45 2.2.2 Identitätsbildung durch Rollenübernahme ....... 49 2.2.3 Theorie symbolvermittelter Interaktion ......... 56 Kapitel 3: Soziales Handeln im Alltag............. 66 3.1 Dramaturgie des sozialen Handelns (Goffman) .... 67 3.1.1 Das Individuum als Bezugssystem............ 68 3.1.2 Individuum und Rolle ................... 76 - ... >>

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    ... anderen Kunstvorstellungen unterscheidet. Als die entscheidende Differenz wird angesehen, daß für Walther »das Werk« nicht schon in seinen eigenen Hervorbringungen existent ist, sondern zu allererst durch das tatsächliche Handeln von anderen entsteht. Die radikale Andersheit der Waltherschen Kunstkonzeption, die sich allemal auch an den »Objekten« zeigt, ist eigentlich offensichtlich. Doch statt die Differenz suchen vor allem die ... bloßen Historiker der Kunst lieber nach Übereinstimmungen mit der Tradition. Sie lassen sich nicht beirren, Walthers Arbeiten weiterhin schlicht der Bild-Kategorie zu unterwerfen und erklären Kontemplation - nicht Handeln -zur angemessenen Rezeptionsform. Da diese Interpretation bei dem inzwischen schon klassisch gewordenen »1. Werksatz« unübersehbar völlig verfehlt ist, wird er kurzerhand zu einem »Sonderfall« des Waltherschen Schaffens erklärt ... aus vielen Bildern der Moderne sowie aus Umberto Ecos Theorie wohlvertraute Konzept des »offenen Kunstwerkes« wird im Sinne Walthers erst dort überschritten, wo seine »Objekte« als Instrumentarien zum Handeln angeschaut werden. Die Vorstellungskraft ist dann darauf gerichtet, mögliche Handlungen zu entwerfen, die mit dem jeweiligen Objekt und für die jeweilige Person verwirklichbar wären. Infolgedessen verliert das, was imaginiert wird, nicht nur an Beliebigkeit. Vielmehr gewinnt es -selbst wenn das Handeln faktisch unterbleibt - allein schon durch die Perspektive, daß es über die Sphäre der Vorstellung hinaus durch Handeln wirklich werden konnte, an Intensität. Das gilt erst recht für die Imagination desjenigen Handlungsentwurfes, der schließlich ausgewählt wird, um auch tatsächlich realisiert zu werden - und allemal für ... >>

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