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Ergebnisse für Erfahrung
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    ... mag Adorno trösten: «Die Emanzipation des Individuellen ... gelänge einzig, wofern sie das Allgemeine ergriffe, von dem alle Individuen abhängen». (Ästhetische Theorie, Frankfurt/Main 1970, S. 452) Spuren ästhetischer Erfahrung Iris Pompesius im Gespräch mit Michael Lingner und Rainer Walther über ihren «Paradoxien»-Aufsatz I.P. So wie ich Euren Aufsatz verstanden habe, geht Ihr davon aus, dass ... bei der Frage nach der gesellschaftlichen Funktion der Kunst, ob sie als Kunst gesellschaftlich wirkt, also als ästhetisches Phänomen, als Bereich, in dem es möglich ist, spezifisch ästhetische Erfahrungen zu machen. Gewirkt, schlechthin gewirkt hat Kunst, auch autonome Kunst, nämlich eigentlich immer. Aber als Kunst mit ihren ureigensten ästhetischen Intentionen hat sie wirklich gesellschaftlich nur ausnahmsweise gewirkt ... ist ihr als Kunst völlig inadäquat und ausserdem unvereinbar mit ihrer grossen Tradition. R.W. Unser Gedanke dagegen ist, dass die Kunst als Kunst d. h. als ästhetische Erfahrung vor allem dort anzutreffen ist, wo der Künstler selbst tätig ist. Kunst ist ganz Kunst vor allem in den Ideen der Künstler, in der an seine Person gebundenen ... an verstaubte Genietheorien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. M.L. Mit einer genialischen Auffassung des künstlerischen Tuns hat das nicht viel zu tun. Bevor man sich um die ästhetische Erfahrung des einzelnen Betrachters kümmern kann, gilt es, sich zunächst einmal der Quelle der ästhetischen Erfahrung zu versichern. Denn bevor ästhetische Erfahrung überhaupt vermittelbar sein kann, muss sie der Künstler selbst ja erst einmal besitzen. Es klingt tautologisch, aber: Die ästhetische Erfahrung des ... >>

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    ... h. Überlagerung des Gegenstandes von Elementen der Persönlichkeitsstruktur vermittelt, wobei die Persönlichkeitsstruktur - in den bisherigen Beispielen klang dies bereits an - von den im Verlauf der Individualgeschichte erworbenen subjektiven Erfahrungen repräsentiert wird. In der Bezogenheit auf den der Wahrnehmung gegenwärtigen Gegenstand werden diese Erfahrungen zu Erinnerungen und als solche projiziert. (C) Für die Projektion der Erinnerungen wirkt der in der Wahrnehmung gegebene Gegenstand als Reiz und trifft aus dem subjektiven Erfahrungsbestand die Auswahl der Erfahrungen, die, als Erinnerungen projiziert, konstituierend für die Beschaffenheit der subjektiven Wirklichkeit des jeweiligen Gegenstandes sind. Die Entscheidung über die das Image bildenden Elemente und folglich auch die Entscheidung über das Image selber trifft also der Gegenstand - wenn sich nicht der Wahrnehmende die Verfügung über seine Erfahrungen, d.h. über seine Erinnerungstätigkeit verschafft. Nun ist mit dem Wort "Projektion" die Gefahr gegeben, daß sich hinsichtlich der Vermittlung von Gegenstand und Wahrnehmendem zu einem Image, eine ... werden: Ein in der Wahrnehmung gegebener Gegenstand fungiert als Reiz für die Projektion von Erinnerungen auf eben diesen Gegenstand. Diese Erinnerungen sind eine Auswahl aus den individualgeschichtlich erworbenen Erfahrungen des Wahrnehmenden, repräsentieren also seine Persönlichkeitsstruktur und bestimmen weitgehend die subjektive Wirklichkeit eines Gegenstandes. Dabei hängt das Ausmaß dieses Einflusses der Persönlichkeitsstruktur davon ab, wie stark der ... >>

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    Michael Lingner Vermittelte Unmittelbarkeit Die Arbeiten von Kai Sudeck als Ausgangspunkt zur Untersuchung der Sprachabhängigkeit ästhetischer Erfahrung. Im Gespräch mit Kai Sudeck sind immer wieder dessen Bedenken spürbar, daß sich die sprachlichen Ausdrucksformen vorschnell der bildnerischen bemächtigen könnten. Wenn Sudeck dennoch seine Arbeiten in diesem ... entdecken, daß kein bestimmter Begriff auch nur irgendeiner der realisierten Bedeutungen wirklich entspricht und diese folglich durch keine Sprache völlig zu erreichen und verständlich zu machen sind. Ästhetische Erfahrung vollzieht sich hier als begriffliches Vagabundieren, das seinen Sinn im Bild sucht, doch nur in sich selbst finden könnte. Aber: Gefährdet nicht gerade solches Sprechen über die Funktion, welche Sprache hierfür die ästhetische Erfahrung hat, daß diese Erfahrung überhaupt noch gemacht werden kann? - Die Unabweisbarkeit dieser Befürchtung ist der Grund für meine folgenden grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Sprache. Auch eine Weise der Kunstbetrachtung, der es nicht um wissenschaftliches Verstehen, sondern um ästhetische Erfahrung geht, ist abhängig von begrifflichem Wissen. Obgleich diese Abhängigkeit in der Kunst des 20. Jahrhunderts gewiß größer geworden ist, betrifft sie doch prinzipiell auch schon die aus ... >>

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    ... 57 § 3. Der Leib als das ursprünglichst Meine. Einigung des Ich mit dem Leibe in der solipsistischen Selbsterfahrung ..................... 57 § 4. Die Beeinflussung der Selbsterfahrung des Leibes durch die Erfahrung des Anderen. Das Primat der somatologischen Wahrnehmung gegenüber der physischen Wahrnehmung meines Leibes........ 60 § 5. Die Mittelbarkeit der Erfahrung des eigenen Leibes als eines physischen Dinges. Die Konstitution der Allnatur bzw. der objektiven Subjektivität..... 63 § 6. Die Verbindung von Leib und Seele........ 66 § 7. Die Regelungen in ... Beilage V. Subjekt als Objekt und fungierendes Subjekt (St. Märgen, September 1921)................ 74 Beilage VI. Das Problem der Konstitution des Leibes als eines physischen Dinges in der solipsistischen Erfahrung (1921 oder etwas später)...................... 75 Beilage VII. Als Deskription: der Mensch in reiner Erfahrung, als Objekt in der objektiven Welt (um 1921)......... 78 Beilage VIII. Stufen der Konstitution der Seele als naturale Einheit, ebenso der solipsistischen Person und der menschlichen Person und ... und die solipsistische Umwelt) und die Stufen der Objektivierung des Solipsistischen. Die Konstitution einer kommunikativen Subjektivität, die da Objektivität, objektives Sein etc. heisst. Die kategoriale Form der objektiven Erfahrung (St. Märgen, September 1921) ......... 105 Nr. 6. Unterschiede in der ontologischen Struktur der Umwelten verschiedener Subjekte. Einftijujrrig in Kinder und Tiere als Interpretation durch Abbau (St. Märgen, ... >>

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    ... und Grund so vieler seltsamer Eigenheiten der modernen Poesie ... erklärbar" (12) gemacht werden sollen, begründet F. Schlegel die konstitutive Bedeutung der Kunsttheorie für die moderne künstlerische Praxis: "Die Erfahrung belehrt uns" zwar, so Schlegel, "daß unter allen Zonen, in jedem Zeitalter, bei allen Nationen und in jedem Teil der menschlichen Bildung (= Kultur) die Praxis der Theorie voranging ... nur als Kunst wirken kann. Die Werke tragen nun immer auch rationale Momente der Aufklärung über Kunst in sich und machen, nur noch gebrochen durch diese Selbstreflektiertheit, ästhetische Erfahrung möglich. Aber das bedeutet nicht nur für die Kunst einen wesentlichen Wandel, sondern dadurch wird auch der Charakter der rationalen Vernunft ganz wesentlich verändert. Das in der Romantik ... dabei zum bloß Rationellen verkommen ist. Statt dieses aber bloß als einen möglichen und nicht einmal besonders entwickelten Typus des Rationalen anzusehen, hat es keineswegs eine derartige Relativierung erfahren, sondern ist ganz im Gegenteil schließlich mit Rationalität schlechthin identifiziert worden, die als solche freilich völlig zu Recht in der Kunst als Unmöglichkeit gilt. Dieses Zerrbild von vernünftiger ... wesentliche Grund dafür, daß die Idee einer gegenseitigen Durchdringung von rational-begrifflicher und sinnlichästhetischer Sphäre bisher keine paradigmatische Geltung erlangt hat, liegt in der andauernden Reduzierung der ästhetischen Erfahrung auf das, was als unmittelbare sinnliche Wirkung erlebt wird. Solange Schönheit noch als etwas angesehen wurde, was ganz von gewissen Werkstoffen und ihren Bearbeitungsweisen sowie von der Darstellung bestimmter Inhalte abhängig war, welche - wie die biblischen Geschichten - zum gleichsam natürlichen Bestand des allgemeinen Bewußtseins gehörten, wurde das Ästhetische als unmittelbar erfahren. Seit der um 1800 beginnenden Autonomisierung, in deren Verlauf sich die Kunst von außerkünstlerischen Inhalten und damit von den bestehenden allgemeinverbindlichen kulturellen Kontexten mehr denn je löste, ... >>

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    ... W.: Ja, das glaube ich. Ich konnte die Entwicklung des Informel ja nicht wirklich miterleben. Aber in fremden und eigenen Arbeiten habe ich die Ausläufer noch sehr intensiv erfahren, und vor allem sind mir einige wichtige Autoren des Informel persönlich begegnet, wie z.B. mein Düsseldorfer Lehrer K. O. Götz, der mit seiner intellektuellen Veranlagung allerdings eher eine Ausnahme ist. Doch insgesamt bestätigen meine Erfahrungen mit den Künstlern und die Anschauung der Arbeiten deine Feststellung. M.L.: Worin siehst du - hinsichtlich des Verhältnisses zum Sprachlichen - den Unterschied zwischen dem Informel und der abstrakten ... sind zerschlagen, es gibt keine Formen mehr, die Bauten sind vernichtet, zerstört ist der Mensch, den gibt's gar nicht mehr - was soll ich noch? Auf diese existentielle Erfahrung reagiert Wols nur. Registriert, notiert sie in Aufzeichnungen, die Spuren seiner Nerven sind. Ohne die surrealistische Formel der "écriture automatique", des automatischen Schreibens, wäre diese Haltung freilich nicht ... geschieht. F.E.W.: Bei Wols sehe ich so etwas wie Resignation: der Einzelne vermag nichts, er wird zerbrochen, wenn er Widerstand leistet. Das ist halt die europäische Erfahrung der Zeit, die Pollock als Amerikaner so nicht gemacht hat. Wie sehr auch seine Bilder gewaltsam sind und mit Zerstörung zu tun haben, es ist doch noch eine ... und von der Geste, die ist königlich. Pollock benutzt die Formel des Automatismus ganz anders, registriert und reagiert in völlig verschiedener Weise als Wols. Ihm fehlt einfach die Erfahrung eines kollektiven moralischen und physischen Zerbrechens, wie es sich in Europa, vor allem in Deutschland, aufgrund politischer Umstände vollzogen hat. Er kennt jedoch sehr wohl die Gefahr ... >>

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    ... der Argumentation Lipps' gegen den Analogieschluss auf das fremde Ich. Die Mittelbarkeit der Fremdleibapperzeption. Die Wahrnehmung des psychophysischen Selbst. Die Kompräsentation als Wahrnehmungsfunktion. Die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung eines fremden Bewusstseinsstromes ....... 21 b) Die Konstitution des Leibes als solchen nach seiner ästhesiologischen Schicht. Die Kompräsenz in der Leibapperzeption................ 30 Beilage VIII. Bessere Terminologie: Appräsenz als reproduktiv ... 5. Das Raumphänomen und die Entsprechung der Erscheinungen verschiedener Subjekte in der Normalität .....................116 § 6. Rekapitulation der vorangegangenen Ausführungen 118 § 7. Die natürliche Einstellung als die Einstellung der Erfahrung. Das Problem der Evidenz der Erfahrungsurteile ..................120 § 8. Die Erfahrungswissenschaften: physische Naturwissenschaft und Psychologie. Der natürliche Weltbegriff ..................... 122 § 9. Empirische oder natürliche Einstellung und apriorische Einstellung. Ontologie der Natur und formale Ontologie...................125 § 10. Das Apriori der Natur, der natürliche Weltbegriff und die Naturwissenschaft. Avenarius' „Kritik der reinen Erfahrung"............... 131 II. Kapitel: Fundamentalbetrachtung: Die phänomenologische Reduktion als Gewinnung der Einstellung auf das reineErlebnis.................. 138 § 11. Die Sphäre der Erkenntnis im subjektiven Sinne und die empirische und rationale ... Täuschung. Umwandlung empirischer Erinnerung in phänomenologische Erinnerung 162 § 27. Die Möglichkeit der phänomenologischen, aber nicht absoluten Zueignung des gesamten Gebietes der Empirie. Die Erwartung..............164 § 28. Die phänomenologische Erfahrung. Ihre „Transzendenz in der Immanenz" und die Möglichkeit der Täuschung. Einfühlung und Selbsterfahrung ........ 165 § 29. Das Hinausgehen über den Bereich absoluter Gegebenheit als notwendige Bedingung der Möglichkeit einer ... phänomenologische Reduktion auf das reine Bewusstsein als individuelles Sein und die Probleme der Reichweite der reduzierten Bewusstseinswelt und der Möglichkeit phänomenologischer Wissenschaft........ 173 § 33. Die Erstreckung der phänomenologischen Erfahrung über den ganzen einheitlichen Bewusstseinsstrom . 175 § 34. Aufhebung einer künstlichen Einschränkung. Die Gewinnung des phänomenologischen Bewusstseinsstromes im Ausgang von der natürlichen Reflexion auf den Bewusstseinsstrom und die ... >>

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    ... Vorstellung aber völlig verfehlt, die Qualität von Kunst könne durch eine noch so scharfsinnige Argumentation je beweisbar werden. Denn zur Kunstbeurteilung bedarf es vor allem auch der sinnlichen Erfahrung des konkreten Werkes und nicht nur eines (kunst)wissenschaftlichen Erkenntnisurteils. Dass es anders als bei diesem möglich sei, ästhetische Erfahrungen auf unvermittelte, quasi voraussetzungslose Weise zu machen, ist eine bis heute verbreitete Idee, die bereits im 19. Jahrhundert entstand als sich die Kunst im Verlauf ihrer zunächst erdachten ... vollbrachten Autonomisierung von allen kunstfremden Inhalten zu lösen suchte und somit jegliche weitere Kenntnisse (wie etwa die Biblische Geschichte) überflüssig zu machen schien. Tatsächlich aber ist auch die Erfahrung autonomer Kunst nicht unmittelbar gegeben, sondern erfordert nur andere, ihr gemäße Wissensgrundlagen. Diese sind freilich im Unterschied zu den von der früheren Kunst dargestellten mythischen oder religiösen Überlieferungen ... dem zu entgegnen, dass dies nicht etwa vor, sondern - wenn überhaupt - im Überschreiten aller Begrifflichkeit zu erlangen ist. Nichts führt an der Paradoxie vorbei, dass die Unmittelbarkeit ästhetischer Erfahrung bestenfalls als vermittelte möglich ist. Mit dem Hinweis, dass die Möglichkeit ästhetischer Erfahrung begriffliche Voraussetzungen hat, geht oft genug das Missverständnis einher, die ästhetische Erfahrung selbst könne oder solle sprachlich vermittelt werden. So verkennt etwa die Kunstkritik immer wieder ihren ... >>

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    ... DASS DER KÜNSTLER EIGENTLICH ARBEITET. 2. Paradoxie Künstlerische Praxis, die aufgrund ihres selbstbestimmten Charakters gesellschaftliche Wertschätzung nicht unmittelbar an sich selbst, sondem allein im realisierten Tauschwert ihres Produktes erfahren kann, muß um der Weiterexistenz willen nach Einzigartigkeit ihrer Werke streben. Denn während für Arbeit sonst - vorausgesetzt, sie ist eindeutig als solche ausgewiesen - die Bezahlung weitgehend unabhängig von ... verdrängt, so daß dem schöpferischen Akt der eigentliche Quell ingeniöser Innovationen verschlossen bleibt. Hingegen verspielt der dem Diktat externer gesellschaftlicher Fremdbestimmung gehorchende heteronome Realismus den spezifischen Erkenntniswert ästhetischer Erfahrung, so daß die virtuell universale kulturelle Wirksamkeit des Ästhetischen zu einem bloß partikularen, ausschließlich didaktischen oder dekorativen Mittel verkommt. (59) Weder durch Steigerung der (autonomen) ästhetischen Selbstbestimmung noch ... stets gegen die Gesellschaft sich meinen selbst bestimmen zu müssen und infolgedessen ihre Selbstbestimmung und die gesellschaftliche Fremdbestimmung immer nur als einander absolut ausschließende Momente in ihrer Praxis erfahren können. Erst wenn dieser überkommene Autonomiebegriff revidiert wird, so daß die Künstler nicht mehr Selbstbestimmung nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft, d.h. als verallgemeinerbare beanspruchen ... des Werkes zu erfüllen. Kann demnach das klassische, autonome Werk keinesfalls als externer, 'kunstfremder' Zweck dienen, so bleibt das Kunstwerk an sich als Garant für die Möglichkeit ästhetischer Erfahrung unersetzlich und ist eingedenk dessen, daß ,,die Kunst im Werk west" 27), als der eigentliche Zweck jeder autonomen Kunstpraxis unbedingt zu wahren ist. Doch wenn es Ertrag künstlerischer ... verschiedenster Vorstellungen in der Totalität einer einzigen Anschauung - bedarf zwar noch des Künstlerspezialisten gleichsam als eines spiritus rector, aber es existiert ausschließlich in und durch die eigene ästhetische Erfahrung des Rezipienten. Da die Werkproduktion dann nicht mehr ausschließlich dem Künstler, sondern prinzipiell jedermann möglich ist, wird der kunstexterne, gesellschaftliche Anspruch der Verallgemeinerung des Ästhetischen tatsächlich erfüllbar, ... >>

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    ... diese als Utopie angesehen wird. Was soll die Alternative zum menschenrechtlichen Universalismus sein? Die stärksten Argumente für eine universelle Geltung und eine globale Verwirklichung liegen in der alltäglichen Erfahrung von Unrecht und Ungleichheit. Doch auch wer die Ansicht vertritt, dass, wer sich für Menschenrechte entscheidet, sich auch für ihre Universalität entscheiden muss, kommt an einer Bestimmung der ... Menschenrechte wird die christliche Herkunft und Deutung ebenfalls als konstitutiv für Menschenrechte angesehen. Heiner Bielefeldt sieht in den Menschenrechten, die seit Ende des 18. Jahrhunderts gegen immer neue Erfahrungen von Unrecht eingefordert wurden – unter anderem im Kampf für Glaubens- und Gewissensfreiheit – historische Konkretionen der allgemeinen menschenrechtlichen Idee.32 Bielefeld weist darauf hin, dass an der Geschichte um ... zu. Achtung kann als eine bestimmte empathische Haltung dem Anderen gegenüber aufgefasst werden. Eine reine Berufung auf Moral als Grund der Einhaltung von zwischenmenschlichen Regeln ist, wie die Erfahrung zeigt, nicht sinnvoll, weil sie nicht ausreicht. Thomas Pogge hält das westliche moralische Gerechtigkeitskonzept weder für fundiert noch für zuverlässig. Er beklagt zu Recht, dass es den Menschen ... werden, dass Menschenrechte sowohl moralische als auch rechtliche Komponenten beinhalten und vielfältig begründet werden können. Hierüber wurden die Veränderungen gezeigt, die die Herleitung menschenrechtlicher Gültigkeit mit der Zeit erfahren hat. Deutlich wurde auch, warum in der Universalitätsfrage nicht einheitlich argumentiert wird. Kapitel 1 hat die ständige Auseinandersetzung gezeigt, die Menschenrechte einfordern, weil sie nicht selbstevident wirken. Angenommen ... Natur unveräußerliche Rechte zu verstehen, sondern als Ausdruck spezifischer kultureller, historischer und sozialer Umstände. Rechte können demnach nur aus der Konvergenz in konkreten Fällen ermittelt werden. Die unterschiedlichen Erfahrungen der einzelnen Kulturen und die so entstandenen Differenzen zwischen den Gesellschaften verunmöglichen einen Konsens über universell gültige Rechte. Der Kulturrelativismus als eine Herangehensweise an außen- wie innenpolitische ... >>

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