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Ergebnisse für Clegg
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  1. 100%

    Michael Lingner Kunst als Medium der Selbstbestimmung Die Erlangung ästhetischer Autonomie ist nicht nur eines ihrer Hauptmotive, sondern bildet den kulturellen Kern der modernen Kunstentwicklung. Wie sehr Clegg & Guttmann dieser aufklärerischen Tradition der Selbstbestimmung verpflichtet sind, hat gerade ihr jüngstes Projekt in Basel* erneut verdeutlicht, das sie wesentlich aus Interesse am Zionismus als einer "politischen Emanzipations ... in ihr Frankfurter Projekt "Museum for the Workplace" zentrale Aspekte der Autonomisierung moderner Kunst in den Blick zu nehmen. Auf dieser Grundlage läßt sich die künstlerische Position von Clegg & Guttmann besser verstehen und diskutieren. I. Die durch die Französische Revolution verursachten gesellschaftlichen Umbrüche, die zur Befreiung der Kunst aus der Vorherrschaft von Kirche und Adel führen, sind ... der liefert damit sich selbst und die Kunst letztlich der mittelalterlichen Mystik und ihrem Credo "Du wirst, was Du siehst" aus. II. Ein entscheidender, unmittelbar zur Vorgeschichte von Clegg & Guttmanns Arbeit gehörender Schritt zur Weiterentwicklung der Autonomisierung erfolgt erst in der Kunst der 60er Jahre. Daß nach den endlosen avantgardistischen Experimenten die künstlerischen Möglichkeiten der unwahrscheinlichen Formung ... und nicht eigentlich praktiziert. Was als Medium zur Autonomisierung des Publikums gedacht war, hat sich in Wirklichkeit auch nur als Autonomiesymbol - in zeitgemäßerer Fassung - erwiesen. Davon unbeirrt, haben Clegg & Guttmann Anfang der 90er Jahre die selbst von den damaligen Protagonisten als utopisch abgetane Handlungsidee wieder aufgenommen. Aus der Überzeugung, daß größere Selbstbestimmung - im Sinne von P. Sloterdijk ... versuchen sie, in der Kunst die große aufklärerische Tradition der Autonomisierung fortzusetzen. Im Unterschied zu den von ihnen als "etwas naiv" charakterisierten Arbeiten der 60er Jahre konzentrieren sich Clegg & Guttmann bei allen ihren gemeinschaftsorientierten Projekten, die sie seit 1991 durchführen, von vornherein auf die pragmatische Dimension. Es kommt ihnen vor allem darauf an, die optimalen Voraussetzungen ... >>

  2. 100%

    Michael Lingner Es gehört zu den Vorzügen der "Offenen Bibliothek" von Clegg & Guttmann, daß sich das Publikum daran unvorbelastet von irgendeinem Kunstanspruch beteiligen kann. Die Motivation zur Teilnahme muß nicht auf einem besonderen "Kunstwollen" gründen, sondern das verbreitet vorkommende Bedürfnis nach einem nicht mit Kaufzwängen einhergehenden Besitz von Büchern ist durchaus hinreichend. Dieser kunstlose Zugang ist möglich, da den von Clegg & Guttmann geschaffenen Objekten keine eindeutig kunstspezifischen Attribute zukommen: Weder sind solche von den Künstlern intendiert noch vom Publikum erkennbar, sondern im Vordergrund steht zunächst der außerästhetische Gebrauchswert als Bibliothek, der die Einstellungen zu der Arbeit bestimmt. Insofern das Projekt von Clegg & Guttmann nicht nur avantgardistische Kunst-, sondern auch allgemeine Bildungsinteressen anspricht und sich darüber hinaus auch mit einer Vielzahl anderer Ambitionen verbinden läßt, ist an ihm seine systematische Doppel ... künstlerischen Aspekte des Projekts" (2) bedeuten können, wie sie von einem nicht unerheblichen Teil der Befragten geäußert wurden, sind insofern nicht unbegründet. Bei einem Projekt wie dem von Clegg & Guttmann läßt sich weder voraussetzen, daß es als Sozialsystem, noch erst recht nicht, daß es als Kunst eine fixe Größe ist, von der einfach als gegeben auszugehen wäre ... art" galt, daß sie "ohne [...] Diskussion [...] rein und einfach 'Erfahrung'" sind und "nur zur 'Kunst' [werden], wenn man sie in den Bereich eines Kunstzusammenhanges bringt," (5) trifft für Clegg & Guttmanns "Offene Bibliothek" allemal zu. Eine derartige Diskussion zu fundieren und mit der Absicht der Konstruktion einer ästhetischen Differenz zu führen, macht den Kern der Kunsttheorie aus. ... >>

  3. 100%

    Michael Lingner One of the many positive aspects of Clegg & Guttmann's "Open Public Library" projects is that the public can participate in them uninhibited by any art-related requirements. The motivation to become involved is not based ... artistic will"; rather, the widespread need to have books without being forced to buy them is quite sufficient. This "artless" form of access is feasible because the objects Clegg & Guttmann create do not possess any qualities specific to art: none which the artists intend, and none which the public can recognize. The initial emphasis lies on the extra-aesthetic utility value of the work as a library, and this is what shapes people's attitudes towards it. Clegg & Guttmann's project appeals not only to those interested in avant-garde art but also to those interested in education in general, and moreover lends itself to being ... a fear also voiced by a substantial number of those interviewed - are by no means unfounded. One can neither assume that a project such as that conceived by Clegg & Guttmann constitutes a social system nor even less so that it is art with a fixed dimension from which one can proceed as from a given. In post ... i.e. that "without [...] discussion [...] they are pure and simple 'experience'" and "only [become] 'art' when they are placed in a context with art," (5) applies unequivocally to Clegg & Guttmann's "Open Public Library." Debating this issue with the intent of positing an aesthetic distinction constitutes the nucleus of art theory. Given this artistic self-conception, ... >>

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    Clegg & Guttmann Die Offene Bibliothek / The Open Public Library Herausgegeben von Achim Könneke im Auftrag der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum der Universität Lüneburg INHALT / CONTENTS Achim Könneke Clegg & Guttmann: Die Offene Bibliothek. Beispiel einer erweiterten Kunst im öffentlichen Raum 7 Clegg & Guttmann: The Open Public Library. An Extension of Art in Public Spaces 12 Claus Friede Interview mit Clegg & Guttmann 17 Interview with Clegg & Guttmann 22 Clegg & Guttmann: Bemerkungen zur Offenen Bibliothek 27 Notes on the Open Public Library 30 Beatrice von Bismarck Eine Arena des Machtspiels. Zum Porträt-Begriff bei ... >>

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    Michael Lingner «Metaphorische Selbstverwaltung» Strategien ästhetischen Handelns IV: Clegg & Guttmann Die vielfältigen, in der Kunst der 60er Jahre erfolgten Grenzüberschreitungen haben auch vor dem Medium «Buch» nicht haltgemacht. Es ist zu einer eigenständigen, neuen künstlerischen Form entwickelt ... Wahrnehmung bei einem Buch unweigerlich verzeitlicht wird, war dieses Medium für den intendierten ästhetischen Handlungs-Prozeß des Rezipienten besonders förderlich. Von den beiden jungen (*1957) amerikanischen Künstlern Michael Clegg und Martin Guttmann, die seit 1980 zusammenarbeiten und mit ambivalent inszenierten Portraitfotos bekannt geworden sind, wird das «Buch» erneut in den Mittelpunkt künstlerischer Arbeit gestellt. Zwar wollen sie ... Bücher auszustellen. Ihm kam es darauf an, bereits den elementaren Akt der Auswahl als eine persönliche Ausdrucksmöglichkeit und somit als konstitutives Moment jeder künstlerischen Arbeit zu thematisieren. Auch Clegg & Guttmann geht es ganz wesentlich um die Bedeutsamkeit des Auswahlprozesses. Mit der Absicht, die überkommene Exklusivität des Künstlertums zu durchbrechen, stellen sie mit ihrer «Offenen Bibliothek» ein allgemein zugängliches System bereit, das die Präferenzbildungen eines jeden Beteiligten organisiert. Die von Clegg & Guttmann projektierte und erstmals (25.05.-25.08.91) in der ländlichen Peripherie von Graz realisierte Arbeit besteht aus insgesamt drei frei in der Natur aufgestellten Büchervitrinen. Jede ... von gewaltlosen Sanktionen gegen die Verletzung des richtigen Gebrauchs der Bibliothek ... zu einer Übung in metaphorischer Selbstverwaltung werden» (C & G 1990) kann, ist eine der wesentlichen Ideen von Clegg & Guttmann. Ihnen liegt an der «Herausbildung von Kommunikationsformen und Formen gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung ..., die auch in anderen Bereichen» (C & G 1990) anzuwenden wären. Als Institution könnte die «Offene ... >>

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    Michael Lingner Clegg & Gutmanns »Offene Bibliothek« In Assoziation mit der Kulturbehörde und dem Kunstverein in Hamburg, 10.9. - 30.10.1993 Obwohl die "Offene Bibliothek" von Clegg & Gutmann zur Ausstellung "BACKSTAGE" im Hamburger Kunstverein dazugehört, ist gerade die Kontrastierung beider Projekte erhellend. Zunächst einmal zeigt sich, daß "BACKSTAGE" dem vielversprechenden Titel nicht gerecht wird: Weder ... Darum muß die Ausstellung als "show" im besten Sinn, d. h. als Ort, wo Kunst authentisch sich ereignet, scheitern. Abgesehen von Gerwald Rockenschaub gelingt es bei "BACKSTAGE" allein Clegg & Gutmann, die Ausstellungsproblematik wirklich zu überwinden. Vielleicht ist es eine exemplarische Strategie, von vornherein auf die Präsentation von Objekten zu verzichten, die in irgendeiner Weise selbst beanspruchen, Kunst sein zu wollen. Clegg & Gutmann jedenfalls nutzen den ihnen in der Ausstellung überlassenen Raum für ihr in drei Hamburger Stadtteilen laufendes Projekt der "Offenen Bibliothek" als Informations- und Dokumentationsort. Es werden dort ... verständliche Forderung, daß "ein im öffentlichen Raum arbeitender Künstler den Punkt anstreben [müßte], in welchem sein Werk als solches gar nicht mehr in Erscheinung tritt" (J. C. Ammann). Clegg & Gutmanns Bibliotheken müssen ohne Bibliothekare oder irgendeine andere Beaufsichtigung auskommen. Lediglich Hinweistafeln sind angebracht, auf denen die Bibliotheksordnung erläutert wird: Jeder kann aus dem Bestand wann immer ... >>

  7. 74%

    ... importance. III. In this third part, I would like to present some examples of this new post-autonomous and communicative type of art in the public sphere: the CLEGG AND GUTTMANN OPEN-AIR LIBRARY, a project realized last year in Graz (1991), and two other projects. With the intention of manifesting that art's autonomy and exclusiveness has been overcome, CLEGG AND GUTTMANN supplied a system - an open-air library accessible to the general public - that organizes a network of communication between all participants. Set up in rural areas ... of books whenever he wants and is then supposed to return them after the set time. By exchanges or donations, the libraries can also be enlarged. One of CLEGG AND GUTTMANN's essential ideas is that setting up and carrying out sanctions without physical impostion ... becomes an exercise in self-administration. [...] The development of forms of communication ... areas is important here. As an institution, OPEN-AIR-LIBRARY could substantially 'contribute to a self-defintion of community'. (C & G, 1990) A very important part of the CLEGG AND GUTTMANN project is the documentation collected on the actual use of the library. Personnel for this purpose have been hired to supply regular reports that are kept ... These together make up a portrait of a community. This portrayal function, once delegated to painting and photography, is here fulfilled by other means. At its present stage, CLEGG AND GUTTMANN regard their library project as a prototype. For this reason the documentation serves not least of all as a basis for evaluating the actual feasibility ... >>

  8. 70%

    ... II.) Das zweite Beispiel, das den eigentlichen Ausstellungsbereich fast schon überschreitet, ist die 1991 vom Grazer Kunstverein als Modellversuch organisierte "Open Air Library". Mit ihr stellten die Künstler Clegg & Guttmann ein allgemein zugängliches System bereit, an dem sich jeder Interessierte beteiligen konnte. Die in der ländlichen Peripherie von Graz plazierte Arbeit bestand aus drei frei aufgestellten, mit ... Bibliotheksbestände aber auch veränderbar. Daß "die Findung und Ausübung von gewaltlosen Sanktionen gegen die Verletzung des richtigen Gebrauchs der Bibliothek ... zu einer Übung in metaphorischer Selbstverwaltung" wird, formulierten Clegg & Guttmann als eine ihrer wesentlichen Absichten. Zur Institution geworden, sollte die "Open Air Library" substantiell "zu einer Selbstdefinition" der Gemeinschaft beitragen können. Als wichtige Komponente gehört zu dem ... wiederum dokumentiert wurde. Diese Dokumentation, und erst recht die Bibliotheken selbst spiegeln die Auswahl- und Nutzungsweisen der Beteiligten wider, deren Lesegewohnheiten sowie intellektuellen Vorlieben. Sie stellen insofern - so Clegg & Guttmann - "eine Art Porträt einer Gemeinschaft" dar, das durch Kommunikationen und Formen gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung in einem sich selbst organisierenden Prozeß entstanden ist. Einstige Funktionen von Malerei und Fotografie werden so mit anderen Mitteln wieder erfüllbar. Im gegenwärtigen Stadium fassen Clegg & Guttmann ihr Projekt der "Offenen Bibliothek" modellhaft auf. Darum soll die Dokumentation nicht zuletzt auch als Bewertungsgrundlage für die tatsächliche Durchführbarkeit eines solchen Vorhabens dienen. Dem Modellcharakter entsprechend haben Clegg & Guttmann ihr Grazer Projekt als eine regelrechte Versuchsanordnung konzipiert. Als deren Bestandteil sind die Benutzungsregeln der Bibliothek anzusehen, vor allem aber ist jede der drei Bibliotheken mit ... >>

  9. 70%

    ... und zeige dabei die Entwicklungslinie auf, die Kunst im Außenraum wieder möglich und sogar notwendig gemacht hat. Schließlich stelle ich im dritten Teil ein konkretes Projekt der Künstler Clegg & Guttmann vor, welches mir für das, was Kunst außerhalb ihrer üblichen Institutionen sein könnte, beispielhaft scheint. (I.) Daß die "Kunst im öffentlichen Raum" heute eine solche Bedeutung erlangt ... Beispiel für diesen neuen, postautonomen und kommunikativen Typus von Kunst im öffentlichen Raum möchte ich - und komme damit zum letzten Teil meines Vortrages - das im vergangenen Jahr von Clegg und Guttmann in Graz realisierte Projekt der "open air library" vorstellen. In der Absicht, die überkommene Autonomie und Exklusivität des Künstlertums zu durchbrechen, stellen sie mit ihrer open ... von gewaltlosen Sanktionen gegen die Verletzung des richtigen Gebrauchs der Bibliothek ... zu einer Übung in metaphorischer Selbstverwaltung werden" (C & G 1990) kann, ist eine der wesentlichen Ideen von Clegg & Guttmann. Ihnen liegt an der "Herausbildung von Kommunikationsformen und Formen gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung ..., die auch in anderen Bereichen" (C & G 1990) anzuwenden wären. Als Institution könnte die "Offene Bibliothek" substantiell "zu einer Selbstdefinition der Gemeinschaft beitragen" (C & G 1990). Als sehr wichtige Komponente gehört zu dem Projekt von Clegg & Guttmann eine Dokumentation der erfolgten Bibliotheksnutzung. Eigens engagierte Mitarbeiter sollen darüber regelmäßige Berichte liefern, die zentral an einer öffentlich zugänglichen Stelle gesammelt werden. Hier (z. Z. im Grazer ... stellen somit "eine Art Porträt einer Gemeinschaft" (C & G 1990) dar. Einstige Funktionen von Malerei und Fotografie werden so mit anderen Mitteln wieder erfüllbar. Im gegenwärtigen Stadium fassen Clegg & Guttmann ihr Projekt der "Offenen Bibliothek" modellhaft auf. Darum soll die Dokumentation nicht zuletzt auch als Bewertungsgrundlage für die tatsächliche Durchführbarkeit eines solchen Vorhabens dienen. Dem Modellcharakter ... >>

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    Alltägliches: Kunst am Arbeitsplatz Museum for the Workplace Clegg&Guttmann Hrsg. Luminita Sabau Inhalt 6 Einleitung 10 Projektbeschreibung: Museum for the Workplace. Claus Friede im Gespräch mit Clegg & Guttmann 18 Ein Kunstprojekt von Clegg & Guttmann. Ein Brief an alle Mitarbeiter 20 Museum for the Workplace I - IV. Bildübersicht 38 Das Vertraute als Fremdes. Interviews zum „Museum for the Workplace" Iris Cramer 80 Kunst als Medium der Selbstbestimmung. Michael Lingner 90 Biographie Clegg & Guttmann >>

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