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Ergebnisse für Autonomie
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    ... Folgen einer zunehmend diktatorischen Verwirtschaftlichung der Welt auf exemplarische Weise an der weitgehenden Eliminierung der Kunstautonomie deutlich. In der Moderne schien es so, als ob das Ideal absoluter Autonomie erreichbar sei Als Kontrastmittel zu dieser Beschreibung des Zustands einer zum „Cluster der Kreativwirtschaft“ (2) degenerierten Kunst sei kurz an die historische Bedeutung ihrer Autonomie erinnert: Was ursprünglich als "Autonomie der Kunst" bezeichnet worden ist, meinte ihre auf die Französische Revolution zurückgehende Befreiung von klerikaler und feudalistischer Fremdbestimmung. Mit der Durchsetzung der ökonomischen, rechtlichen und ideologischen Unabhängigkeit von ... den ihr eigenen Qualitäten abhängig. Worin diese bestehen, ist von den nun ganz auf sich gestellten Künstlern allererst zu erfinden und zu behaupten. Eben dies macht die künstlerische Autonomie aus, dass die der Kunst politisch gleichsam geschenkte, nur formelle und zunächst ganz abstrakte Freiheit dann inhaltlich durch die Selbstbestimmung der zum Werk führenden künstlerischen Entscheidungen konkretisiert werden muss. Ein möglichst hohes Maß an Autonomie für den Künstler, das Werk und auch den Betrachter zu erlangen, war wesentliches Motiv und Ziel für die Kunst in der Moderne. Nicht zuletzt aufgrund der Attitüden ... >>

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    Michael Lingner Krise, Kritik und Transformation des Autonomiekonzepts moderner Kunst Zwischen Kunstbetrachtung und ästhetischem Dasein Für die Entwicklung der modernen Kunst sowie für ihre Deutung und Bedeutung ist Autonomie der entscheidende Faktor. Was ursprünglich als "Autonomie der Kunst" bezeichnet worden ist, meinte ihre auf die Französische Revolution zurückgehende Befreiung von klerikaler und feudalistischer Fremdbestimmung. Die ökonomische, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den kirchlichen und ... bürgerlichen Verfassungen fixiert und verallgemeinert worden: Fortan sollte die Kunst vor allen äußeren Eingriffen und gegen jegliche Instrumentalisierbarkeit geschützt sein. Durch diese zunächst bloß formelle Freiheit war die Autonomie der Kunst zwar abstrakt ermöglicht, aber noch längst nicht in substantieller Weise eingelöst worden. Denn Freiheit als Recht zur Abwehr oder als Zustand der blossen Abwesenheit von Fremdbestimmung ... der Kunst sein. Erst wenn die konkreten künstlerischen Entscheidungen sich auch tatsächlich selbstbestimmt treffen lassen und getroffen werden, vermag sich jene theoretisch mögliche Freiheit auch praktisch als ästhetische Autonomie verwirklichen. Sie erfüllt sich eben nicht schon in der Freiheit von Bestimmungen, sondern erst in deren selbstbestimmter Setzung. I. KRISE a) Kunstentwicklung Die Autonomie des Ästhetischen ist zuerst durch I. KANT als eine neben dem Erkenntnismäßig-Wahren, dem Moralisch-Guten und dem Sinnlich-Angenehmen ganz eigene und gleichwertige Erfahrungsweise des Menschen ... >>

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    ... Zunächst folgt also in aller Kürze dieser Rekonstruktionsversuch. I. Es ist keine Frage, daß die Geschichte der modernen Kunst nach der französischen Revolution untrennbar mit dem Begriff der Autonomie und dem künstlerischen Streben nach immer größerer Selbstbestimmung verbunden ist. Die durch die bürgerlichen Verfassungen als Freiheit der Kunst verbürgte politische Autonomie, nämlich die soziale, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den alten Auftraggebern Kirche und Hof, brachte der Kunst allerdings auch ein hohes Maß an Bestimmungslosigkeit. Der Verlust ihres traditionellen ... sich als andauernde Um- und Neudefinition dessen, was Kunst an der Kunst sein soll. Entweder etwas erweist sich dabei als Kunst oder fällt ins Nichts. Während die politische Autonomie der Kunst ein gesellschaftlich fest- und vorgeschriebener Bedingungsrahmen ist, hängt die ästhetische Autonomie von der Selbstbestimmung der künstlerischen Setzungen ab. Um diese vornehmen zu können, hat die Kunst, die trotz aller politisch verbürgten Unabhängigkeit in ästhetischer Hinsicht sehr wohl weiter bestimmten überkommenen gesellschaftlichen Interessen, Erwartungen und Ansprüchen ausgesetzt ist, sich von diesen zu emanzipieren. Dabei ist die ästhetische Autonomie in dem Maße substantiell zu steigern, wie es gelingt, die außerkünstlerischen Einflüsse auf die kunstpraktischen Entscheidungen zu reduzieren. Welche gesellschaftlichen Fremdbestimmungen von der Kunst jeweils problematisiert und ... >>

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    ... den "sozialistischen Aufbau". Vielmehr entspringen beide Bemächtigungsweisen der Kunst auch einem gleichermaßen primitiven Materialismus und bedeuten eine skandalöse Missachtung ihrer Freiheit. Unzählige Einzelfälle von eklatanten Eingriffen in die Autonomie der Kunst finden sich fortwährend in den Feuilletons und Fachzeitschriften. Weniger repressiv, kleinbürgerlich und uniform als unter der "Diktatur des Proletariats", dafür umso cleverer, arrogant und gleichermaßen brutal ... Artotainment, also "expansiven Leerlauf" (E. Beaucamp) in Form von bizarrem Nonsens, extravangantem Dekor oder narzisstischen Kuriositäten begünstigen. Denn wie ohne wirkliche Selbstbestimmung wahre Demokratie undenkbar ist, so hat Autonomie für die Qualität und Fortsetzbarkeit der Kunst eine gleichermaßen entscheidende Funktion und ist kein überkommenes Relikt der aufklärerischen Moderne von bloß noch nostalgischem oder symbolischem Wert. Wenn Kunst als Inbegriff des Schöpferischen begriffen und dieses ohne alle Mystifizierung danach bemessen wird, ob es gelingt, etwas von höchster - formal ausgedrückt - Unwahrscheinlichkeit hervorzubringen, dann ist dafür größte Autonomie die unabdingbare Voraussetzung. Wie sonst sollte es zu künstlerischen Entscheidungen kommen können, die sich über konventionelle gesellschaftliche Ansprüche, Interessen und Erwartungen an Kunst hinwegsetzen, um im Experimentieren mit ... umgekehrt war und ist in der Moderne keine Kunst von Rang vorstellbar, die nicht dem Kriterium der Unwahrscheinlichkeit genügte und eben darum bei der Produktion und Rezeption weitestgehender Autonomie bedarf. Was ursprünglich als "Autonomie" der Kunst bezeichnet worden ist, meinte ihre auf die Französische Revolution zurückgehende Befreiung von klerikaler und feudalistischer Fremdbestimmung. Die ökonomische, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den kirchlichen ... >>

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    ... daraufhin aussterben können" (61), wenn sie es nicht verstanden hätte, gerade die Zweckfreiheit als Voraussetzung der höchsten Entfaltung ihrer ästhetischen Qualitäten zu behaupten. Die Befreiung, welche die gesellschaftliche Autonomie, d.h. die funktionale, institutionelle, ökonomische Unabhängigkeit der Kunst einerseits bringt, hat für sie auf der anderen Seite ein hohes Maß an Bestimmungslosigkeit zur Folge. Der einstigen Autorität ... traditionellen Bindungen und Notwendigkeiten, muß sie alles, was sie sein und werden will, allein aus sich heraus erfinden und begründen. Ihre durch die revolutionären politischen Veränderungen ermöglichte gesellschaftliche Autonomie macht es erforderlich, diese ihr zugefallene formelle und zunächst bloß abstrakte Freiheit nun auch inhaltlich durch die Selbstbestimmung ihrer künstlerischen Entscheidungen zu konkretisieren. Dazu hat sich die Kunst - bei aller sozio-ökonomischen Unabhängigkeit - von den in ästhetischer Hinsicht sehr wohl noch an sie gerichteten gesellschaftlichen Ansprüchen und Erwartungen zu emanzipieren. Diese ästhetische Autonomie ist im Unterschied zur politischen Autonomie, die in der Freiheit von Bedingungen besteht, allein durch deren selbstbestimmte Setzung zu erlangen. Auf eine sehr grundsätzliche, geschichtsphilosophische Weise hat es Schlegel mit dem Scheitern der "natürlichen ... Kunst das Begriffliche eine "dirigierende" Funktion übernehmen muß. (62) Doch ist rückblickend die dafür wohl realhistorisch entscheidende Ursache im Zwang der Kunst zur ästhetischen Autonomisierung zu sehen. Denn Autonomie läßt sich nie anders als in einem Prozeß der "Selbstgesetzgebung durch Vernunft" (63) verwirklichen, so daß die Kunst umso stärker eine rationale und begriffliche Struktur entwickeln, d. ... >>

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    ... den „sozialistischen Aufbau". Vielmehr entspringen beide Bemächtigungsweisen der Kunst auch einem gleichermaßen primitiven Materialismus und bedeuten eine skandalöse Mißachtung ihrer Freiheit. Unzählige Beispiele für eklatante Eingriffe in die Autonomie der Kunst finden sich fortwährend in den Feuilletons und Fachzeitschriften. Was ursprünglich als „Autonomie" der Kunst bezeichnet worden ist, meinte ihre auf die Französische Revolution zurückgehende Befreiung von klerikaler und feudalistischer Fremdbestimmung. Diese ökonomische, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den kirchlichen und ... bürgerlichen Verfassungen fixiert und verallgemeinert worden: Fortan sollte die Kunst vor allen äußeren Eingriffen und gegen jegliche Instrumentalisierung geschützt sein. Durch diese zunächst bloß formelle Freiheit war die Autonomie der Kunst zwar abstrakt ermöglicht, aber längst noch nicht in substantieller Weise eingelöst worden. Denn Freiheit als Recht zur Abwehr oder als Zustand der bloßen Abwesenheit von Fremdbestimmung ... Selbstbestimmung der Kunst sein. Erst wenn die konkreten künstlerischen Entscheidungen sich tatsächlich selbstbestimmt treffen lassen und getroffen werden, vermag sich jene theoretisch mögliche Freiheit auch praktisch als ästhetische Autonomie verwirklichen, was zur Entstehung von Kunst im neuzeitlichen Sinn führt. Trotz ihrer formellen Freiheit ist die tatsächliche Autonomie der Kunst davon abhängig, wie diese mit äußeren Einflüssen, wie etwa bestimmten gesellschaftlichen Ansprüchen, Interessen und Erwartungen, umzugehen vermag. Absolute ästhetische Autonomie zu erlangen, war ein wesentliches ... >>

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    ... den "sozialistischen Aufbau". Vielmehr entspringen beide Bemächtigungsweisen der Kunst auch einem gleichermaßen primitiven Materialismus und bedeuten eine skandalöse Mißachtung ihrer Freiheit. Unzählige Beispiele für eklatante Eingriffe in die Autonomie der Kunst finden sich fortwährend in den Feuilletons und Fachzeitschriften. Was ursprünglich als "Autonomie" der Kunst bezeichnet worden ist, meinte ihre auf die Französische Revolution zurückgehende Befreiung von klerikaler und feudalistischer Fremdbestimmung. Diese ökonomische, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den kirchlichen und ... bürgerlichen Verfassungen fixiert und verallgemeinert worden: Fortan sollte die Kunst vor allen äußeren Eingriffen und gegen jegliche Instrumentalisierung geschützt sein. Durch diese zunächst bloß formelle Freiheit war die Autonomie der Kunst zwar abstrakt ermöglicht, aber längst noch nicht in substantieller Weise eingelöst worden. Denn Freiheit als Recht zur Abwehr oder als Zustand der bloßen Abwesenheit von Fremdbestimmung ... Selbstbestimmung der Kunst sein. Erst wenn die konkreten künstlerischen Entscheidungen sich tatsächlich selbstbestimmt treffen lassen und getroffen werden, vermag sich jene theoretisch mögliche Freiheit auch praktisch als ästhetische Autonomie verwirklichen, was zur Entstehung von Kunst im neuzeitlichen Sinn führt. Absolute ästhetische Autonomie zu erlangen, war ein wesentliches Motiv für die Kunst in der Moderne, und es konnte nicht zuletzt aufgrund der Hermetik ihrer Werke und der Proteste des Publikums ... >>

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    ... Perspektiven postautonomer künstlerischer Praxis I. 1. Für das Verständnis moderner Kunst ist es besonders aufschlußreich, ihre Entstehungsgeschichte als einen Prozess aufzufassen, in dem die Werke eine immer größere Autonomie erlangen. Diese mit den Intentionen der Künstler übereinstimmend und den Werken adäquate Betrachtungsweise, macht indes nicht nur die der modernen Kunst zugrundeliegenden künstlerischen Entscheidungen erklärlicher; vielmehr kann diese ... auch um die Umrisse einer künftigen Kunst zu gewinnen. Der die moderne Kunst bestimmende Autonomisierungsprozess setzt in aller Deutlichkeit um 1800 mit der deutschen Frühromantik ein. Daß die Autonomie der Kunst eine völlig neue Qualität bekommt, geht indes nicht so sehr auf den schon immer bestehenden künstlerischen Unabhängigkeitsdrang zurück, sondern auf die der Romantik vorhergehenden revolutionären gesellschaftlichen ... endgültig brach, wurden die Voraussetzungen für die Befreiung der Kunst aus ihren religiösen und höfischen Fesseln geschaffen. Die durch die bürgerliche Verfassung als »Freiheit der Kunst« verbürgte politische Autonomie: die soziale, rechtliche und ideologische Unabhängigkeit von den alten Auftraggebern, brachte der Kunst allerdings ein hohes Maß an Bestimmungslosigkeit. Der Verlust ihres traditionellen Bezugsrahmens beraubte sie jeder außerästhetischen ... vollzieht sich als andauernde Um- und Neudefinition dessen, was Kunst an der Kunst sein soll. Entweder etwas erweist sich als Kunst, oder fällt ins Nichts. Während die politische Autonomie der Kunst ein gesellschaftlich fest-und vorgeschriebener Bedingungsrahmen ist, dessen Grenzen den Künstler in der Regel nicht tangieren, hängt die ästhetische Autonomie von selbstbestimmten künstlerischen Setzungen ab. Um diese vornehmen zu können, hat sich die Kunst, die trotz aller politisch verbürgten Unabhängigkeit in ästhetischer Hinsicht sehr wohl weiter bestimmten ... >>

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    ... läßt. Gerade, wenn sowohl das öffentlich plazierte Kunstwerk und die es umgebende Architektur zu den besten Beispielen aus ihrem Praxisbereich gehören, kommen ihre ästhetischen Qualitäten nur in äußerster Autonomie zur Wirkung. Moderne, das heißt auch: Autonome Kunst und Architektur sind beide nicht nur nicht aufeinander angewiesen, sondern relativieren einander künstlerisch um so mehr, je besser es gelingt ... Arbeiten sind. Die entscheidende, hinter allen anderen verborgen liegende strukturelle Schwierigkeit moderner Kunst im öffentlichen Raum besteht darin, so lautet meine These, daß sie bisher ausschließlich auf ihre Autonomie bedacht war. (II.) Wenn ich nun im zweiten, entwicklungsgeschichtlichen Teil meines Vortrages von der Autonomie der Kunst spreche, meine ich nicht ihre gesellschaftliche, politische Autonomie, die ja durch die bürgerliche Verfassung als Freiheit der Kunst verbürgt ist. Gemeint ist vielmehr die künstlerische, ästhetische Autonomie, welche die Kunst erst selbst erringen mußte. Seitdem in der französischen Revolution die Macht von Adel und Kirche gebrochen und damit die Voraussetzung für die gesellschaftliche Autonomie ... >>

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    Paradoxien künstlerischer Praxis Die Aufhebung der Autonomie des Ästhetischen durch die Finalisierung der Kunst "Man muß den Begriff künstlerische Tätigkeit als eine konterrevolutionäre Auffassung des Schöpferischen ausmerzen." El Lissitzky Einleitung Die 'Erweiterung des Kunstbegriffs', die ... genügender Theorieansatz hätte dagegen zuerst diese ,,Vormeinungen ausdrücklich auf ihre Legitimation und das ist: auf Herkunft und Geltung" 4) zu prüfen. Gewiß, das zentrale Problem solcher Legitimation: die Autonomie des Ästhetischen - wird in seiner Bedeutung für die Möglichkeiten heutiger Kunst und Kunsttheorie erkannt. (41) Doch führt der vieldeutig gewordene, mehrdeutig gebrauchte und häufig polemisch benutzte Begriff der Autonomie nur zu leicht in Konfusionen, die den Zugang zu einer problemadäquaten, nicht vorab immer schon dualistisch gedachten Bestimmung des Verhältnisses von Kunst und Gesellschaft verhindern. Indem Autonomie entweder zum Symbol kulturell errungener Rechte (Freiheit der Kunst) oder zum Symbol kultureller Illegitimität (Funktionslosigkeit der Kunst) stilisiert wird, ist die Option entweder 'für' oder 'gegen' Autonomie immer schon mitsuggeriert. Wer stattdessen ein 'Sowohl-als-auch' für erwägenswert hält, hat die gesellschaftspolitische Logik des Kulturbetriebes gegen sich, der von simplen, auf "soziale Akzeptanz" berechneten ... >>

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