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Ergebnisse für Ausdruck
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  1. 100%

    ... die Suche nach einem eigenen künstlerischen Ansatz auf. Aber in der Überzeugung, diesem am dichtesten dort auf der Spur zu sein, wo ihre Arbeiten am stärksten vom persönlichen Ausdruck geprägt sind, beschäftigen sie sich nicht primär mit der Kunst, sondern mit sich selbst. Da für sie der eigentliche Zweck der Kunst die durch Selbstausdruck zu erreichende Selbstverwirklichung ist, betrachten sie die künstlerischen Ausdrucks-formen als bloße Mittel, die verfügbar sind und nicht eigens entwickelt werden müssen. Gerade so, wie es die vom Zeitgeist beleuchtete Gegenwartskunst suggeriert, werden diese Formen mehr oder ... unentbehrlich ist, um die intuitive, vor allem aber die ethische Dimension der künstlerischen Praxis zu erschließen. "Nachfolge, die sich auf einen Vorgang bezieht, nicht Nachahmung ist der rechte Ausdruck für allen Einfluß, welchen Produkte eines exemplarischen Urhebers auf andere Personen haben können; welches nur soviel bedeutet, als: aus denselben Quellen schöpfen, woraus jener selbst schöpfte, und seinem ... ihr auch und gerade unter den meisten Studierenden ein ungebrochenes, sich ganz und gar irrational gebärdendes künstlerisches Produzieren entgegensteht. Diese Praxis operiert und argumentiert mit einem Begriff von Ausdruck, der gesellschaftlich wohl insofern zeitgemäß sein mag, als er einem heute offenbar zutiefst unbefriedigten Bedürfnis entspringt. Künstlerisch aber ist er antiquiert, da er sich durch nichts von der ... des künstlerischen Produzierens herrscht gegenwärtig vor. Wie historisch bedingt sie ist, machen sich ihre Anhänger oft entweder nicht bewußt, oder ignorieren das einfach. Manchmal verkennen sie gar solchen "Ausdruck" als anthropologische Konstante des Schöpferischen oder stilisieren ihn auch, ganz im Gegenteil, zum Signum der Postmoderne. Als notwendige, wenn auch nicht hinreichende Voraussetzung zur Rückgewinnung des Rationalen ... >>

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    ... Verwirklichung und deren Bedingungen in den Blick genommen werden – eine Forderung, die eng verknüpft ist mit der Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit. Die Menschenrechtsidee ist, neben der Demokratie, ein elementarerer Ausdruck politischer Normativität. Das bedeutet jedoch nicht, dass für das Verständnis der Menschenrechte eine einheitliche Akzeptanz besteht. Oft treten die unterschiedlichen politischen und weltanschaulichen oder kulturellen Auffassungen in Form ... Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."20 Der Ausdruck ‚Universalität der Menschenrechte’ trifft keine Aussage über die tatsächliche Gültigkeit der Menschenrechte, sondern bezeichnet einen Geltungsanspruch mit doppeltem Sinn. Der universelle Geltungsanspruch der Menschenrechte bringt zum einen die Forderung zum Ausdruck, dass es weltweit allgemein gültige und allgemein verbindliche Standards der Menschenrechte gibt beziehungsweise geben muss. Jeder Mensch soll sich auf dieselben Menschenrechte berufen können, um seine elementaren Bedürfnisse ... sich in der menschlichen Vielfalt Gemeinsamkeiten in Form von wiederkehrenden Strukturen und Mustern finden lassen, die es Menschen ermöglichen, auf ihre Umwelt und Lebensbedingungen zu reagieren und sich Ausdruck zu verschaffen. Allerdings müssten, je nach Lebensweise, die Gewichtungen und Hierarchisierungen der damit verbundenen Werte als unterschiedlich angenommen werden. Dennoch wird ein gemeinsamer moralischer Gehalt in vielen vergangenen ... Anspruch auf universelle Geltung von Menschenrechten zurückgewiesen werden. Menschenrechte sind aus kulturrelativistischer Perspektive nicht als dem Individuum auf Grund seiner menschlichen Natur unveräußerliche Rechte zu verstehen, sondern als Ausdruck spezifischer kultureller, historischer und sozialer Umstände. Rechte können demnach nur aus der Konvergenz in konkreten Fällen ermittelt werden. Die unterschiedlichen Erfahrungen der einzelnen Kulturen und die so ... >>

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    Michael Lingner Verständigung über Kunst Zum Problem des »Ausdrucks« in Kunst und Therapie Die Beschäftigung mit der »Bildnerei der Geisteskranken« (1), der sich um 1920 H. Prinzhorn erstmalig systematisch widmete, hat als wesentliches Motiv die Frage zum ... die nicht allein das eigentliche Durchhalte- und Gestaltungsvermögen der Patienten weit übersteigen, sondern sogar bestimmte anerkannte künstlerische Leistungen relativieren, weil nichts Artifizielles, sondern ganz unbedingter, zum Extrem getriebener Ausdruck sie prägt: »Das von keinem Geschmack, keinem künstlerischen Verstand gebändigte Ausdrucksbedürfnis konvergiert mit der Nacktheit rationaler Objektivität.« (3) Wer an dem vom Kubismus und von der »absoluten Malerei ... festhält, demzufolge der Inhalt der Kunst »die Gefühle des Künstlers (sind), die er malerisch ausdrückt« (5), der wird in den »Kleinmeistern des Irrsinns« (J. Cocteau) die Großmeister des Ausdrucks finden, an die kein professioneller Künstler heranreichen kann. Denn gerade dieser Zustand, von einem Gefühl oder einer Vorstellung beherrscht zu sein und beispielsweise »einfach« malerisch zu wüten, ist dem durch Tradition und Bewußtsein kultivierten Künstler verwehrt, der stattdessen versuchen müßte, Wut mit dem Mittel der Malerei zum Ausdruck zu bringen. Da »Ausdruck kaum anders sich vorstellen (läßt) als der von Leiden - Freude hat gegen allen Ausdruck sich spröde gezeigt ... und Seligkeit wäre ausdruckslos« (6) -, herrscht wirklicher Ausdruckszwang allein bei ... >>

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    ... entweder eine soziologistische Überidentifikation der Kunst mit der Gesellschaft oder aber ein Ästhetizismus absoluter Gesellschaftsferne als Vormeinung zugrundeliegt. Ein wissenschaftlichen Ansprüchen genügender Theorieansatz hätte dagegen zuerst diese ,,Vormeinungen ausdrücklich auf ihre Legitimation und das ist: auf Herkunft und Geltung" 4) zu prüfen. Gewiß, das zentrale Problem solcher Legitimation: die Autonomie des Ästhetischen - wird in seiner Bedeutung für ... vollkommenen Autonomie willen sogar jeder inhaltlich-gegenständlichen Sinndeutung, so daß ihr in der Gegenwart - sofern sie denn überhaupt noch einem kunstübergreifenden Lebenssinn nachhängt - beschieden ist, Sinn nurmehr im Ausdruck der Sinnverneinung zu verheißen. (46) Dem ganz offenkundigen Sinnbedürfnis der von einer ,,umfassenden Sinnkrise" 11) betroffenen industriellen Gesellschaften vermag die Kunst daher jedenfalls nicht zu genügen, solange sie ... der freien Verfügung entzogen sind. Arbeit definiert sich also durch das Kriterium der Fremdbestimmung der Motivation sowie der Zeit und/oder des Ortes. Wer indes in seiner Tätigkeit ausdrücklich der Selbstbestimmung entsagt, indem er seine subjektiven Motive und Empfindungen zurückstellt und auf die freie Disposition über Ort und Zeit verzichtet, hat Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Insofern ist ... die Prinzipien in sich selbst zu suchen und so ihren eigenen, oft besseren Gang zu nehmen. ... Nachfolge, die sich auf einen Vorgang bezieht, nicht Nachahmung, ist der rechte Ausdruck für allen Einfluß, welchen Produkte eines exemplarischen Urhebers auf andere haben können; welches nur soviel bedeutet, als: aus denselben Quellen schöpfen, woraus jener selbst schöpfte, und seinem Vorgänger ... sie unter dem Aspekt der Steuergesetzgebung nur diejenige Tätigkeit als künstlerisch gelten läßt, "bei der eine schöpferische Leistung vollbracht wird, in der die individuelle Anschauungsweise des Künstlers zum Ausdruck kommt und die eine künstlerische Leistungshöhe erreicht" (b). Was aber ist, wenn Künstler diese Voraussetzung nicht teilen und statt (oder sogar im Namen!) der Notwendigkeit künstlerischer Leistungen ... >>

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    ... ausgesprochen hat? Soll man die ganze Nation bei jedem unvorhergesehenen Ereignis zusammenrufen? Man braucht sie umso weniger zusammenzurufen, wenn es nicht sicher ist, dass ihr Beschluss auch der Ausdruck des Gemeinwillens ist; wenn dieses Mittel in einem großen Volk undurchführbar ist oder wenn es selten notwendig ist, weil die Regierung gutwillig ist.“16 Rousseau weist darauf hin ... durchaus den Fall geben kann, dass das Volk gar nicht zusammengerufen werden muss. Die Abstimmung durch das Volk ist gerade nicht uneingeschränkter Garant dafür, dass der „volonté générale“ Ausdruck verliehen wird. Rousseau unterscheidet zwischen einem tatsächlichen und einem vernünftigen Volkswillen. Der vernünftige Volkswille kann somit den „faktischen Ausdruck des Volkes relativieren“17, da er die Regel des Gerechten und Ungerechten liefert. Die „volonté générale“ ist folglich noch nicht an die „volonté de tous“ gebunden, sondern kann ... es auch keine Regierung geben, die dem Gemeinwillen am Volk vorbei zur Herrschaft verhilft. Somit wäre es auch inkonsequent, eine Repräsentation des Volkes durch Abgeordnete unbedenklich anzuerkennen. Die ausdrückliche Befragung des Volkes wird nun unumgänglich. In der Rousseauschen Konzeption der Republik ist daher die unmittelbare Ausübung der Souveränität durch das Volk die Grundregel jeder legitim regierten Gesellschaft ... der Rousseauschen Staatskonzeption kann nur derjenige frei sein, der keinem anderen als dem eigenen Willen unterworfen ist. Der Mensch kann daher nur dann ein Gesetz befolgen, wenn dieses Ausdruck seines Willens ist45. Das hat zur Folge, dass die reale Teilhabe bei der Gesetzgebung Voraussetzung ist, um die individuelle Selbstbestimmung in der Gesellschaft zu gewährleisten. Um am ... >>

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    ... ausgesprochen hat? Soll man die ganze Nation bei jedem unvorhergesehenen Ereignis zusammenrufen? Man braucht sie umso weniger zusammenzurufen, wenn es nicht sicher ist, dass ihr Beschluss auch der Ausdruck des Gemeinwillens ist; wenn dieses Mittel in einem großen Volk undurchführbar ist oder wenn es selten notwendig ist, weil die Regierung gutwillig ist.“16 Rousseau weist darauf hin ... durchaus den Fall geben kann, dass das Volk gar nicht zusammengerufen werden muss. Die Abstimmung durch das Volk ist gerade nicht uneingeschränkter Garant dafür, dass der „volonté générale“ Ausdruck verliehen wird. Rousseau unterscheidet zwischen einem tatsächlichen und einem vernünftigen Volkswillen. Der vernünftige Volkswille kann somit den „faktischen Ausdruck des Volkes relativieren“17, da er die Regel des Gerechten und Ungerechten liefert. Die „volonté générale“ ist folglich noch nicht an die „volonté de tous“ gebunden, sondern kann ... es auch keine Regierung geben, die dem Gemeinwillen am Volk vorbei zur Herrschaft verhilft. Somit wäre es auch inkonsequent, eine Repräsentation des Volkes durch Abgeordnete unbedenklich anzuerkennen. Die ausdrückliche Befragung des Volkes wird nun unumgänglich. In der Rousseauschen Konzeption der Republik ist daher die unmittelbare Ausübung der Souveränität durch das Volk die Grundregel jeder legitim regierten Gesellschaft ... der Rousseauschen Staatskonzeption kann nur derjenige frei sein, der keinem anderen als dem eigenen Willen unterworfen ist. Der Mensch kann daher nur dann ein Gesetz befolgen, wenn dieses Ausdruck seines Willens ist45. Das hat zur Folge, dass die reale Teilhabe bei der Gesetzgebung Voraussetzung ist, um die individuelle Selbstbestimmung in der Gesellschaft zu gewährleisten. Um am ... >>

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    ... 267 Zur Naturgeschichte der Angst (1967) I. Die Antriebsnatur der Angst ................ 272 II. Auslösung und Appetenz.................. 283 III. Die soziale Funktion des Angst-Aggressions-Antagonismus ........ 292 Biologie von Ausdruck und Eindruck (1967) I. Einleitung ........................ 297 II. Die Entstehung der Ausdruckserscheinungen.......... 300 1. Begründung der stammesgeschichtlichen Betrachtungsweise ....... 300 2. Ausdruck als Differenzierungsproblem .......... 303 3. Eindruck und Eindrucksfähigkeit.............. 309 4. Das Element der Zukunft im Ausdruck .......... 315 III. Die Entwicklung der Eindrucksfähigkeit............ 317 1. Der Angeborene Auslösemechanismus (AAM)........ 317 2. Die Entsprechung von Ausdruck und Eindruck........ 323 IV. Grundvorgänge des Ausdrucksgeschehens .......... 325 V. Die funktioneilen Besonderheiten der Angeborenen Auslösemechanismen .................... 331 1. Reizfilterung ...................... 331 2. Die Reizsummenregel .................. 332 3. Das supernormale Objekt ................ 333 4. Niveau-abhängige Auswertung der Sinnesdaten ...... 337 5. Afferente Drosselung .................. 341 VI. Die phylogenetische Anpassung von Ausdruck und Eindruck........ 342 1. Die »phylogenetische Plastizität« von Ausdruck und Eindruck....... 342 2. Eindrucksbedingte Züchtung von Ausdruckserscheinungen ........ 343 3. Auslöser und Ritualisierung................ 347 4. Die Ausdifferenzierung der ... >>

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    ... zuwiderlaufende Spezialaufgabe - stets versucht, am Horizont alle Fachbereiche im Auge zu behalten. Das war zwar meine persönliche, doch zugleich eine lange durchaus allgemein tolerierte Auffassung, die bewußt und ausdrücklich auf Ideen des Vorkurses basierte. M. L. Gerade diese Absicht der Integration des Künstlerischen und Gestalterischen scheint mir bis heute der Grundverfassung der Kunsthochschulen und erst recht der ... doch zwangsläufig, daß sich der regelhafte Kanon des Bildnerischen und zeitbedingte Subjektivität des Künstlerischen auseinanderentwickelt haben. F. S. Zunächst zum "ahistorischen Zug" der bildnerischen Grundlagen; ich habe den Ausdruck einst in die Diskussion gebracht und bin dankbar, darauf erneut eingehen zu können. Die Grundlehre hat mit elementaren Empfindungsqualitäten, wie etwa einer homogenen Rotempfindung, zu tun. Diese bedeutet ... eher ausgezehrt werden muß. Daß dies kurzschlüssig ist, weiß freilich jeder Kenner. M. L. Soweit das aus Ihren Schriften ersichtlich ist und ich Sie richtig interpretiere, liegt Ihrer ausdrücklichen Identifizierung mit dem Bildnerischen das Motiv zugrunde dadurch eine Gemeinsamkeit zwischen den "freien" und den "angewandten" Künsten zu stiften. Wie sympathisch und wünschenswert diese Absicht auch ist, so ... Kunst. F. S. Eine Gemeinsamkeit zwischen freien und angewandten Bereichen braucht man nicht zu stiften. Sie besteht, und zwar durch das Bildnerische. Allerdings habe ich auf diese Selbstverständlichkeit ausdrücklich hingewiesen. Das Bildnerische ist inzwischen als das einzige Moment übriggeblieben, das begründen könnte, inwiefern Freie Kunst und Designbereiche - hierzu zähle ich auch die Architektur - immer noch an den ... den künstlerischen Mitteln und meint sie nicht lediglich als "Träger" des Künstlerischen, sondern sieht in ihnen selbst, in ihrer "elementarsten Verwertung die größte Kraft und den stärksten künstlerischen Ausdruck". Nach Hölzel sind es die künstlerischen Mittel, die "so ureigentlich die reine Malerei selbst bedeuten". In der absoluten Malerei haben sich also die Mittel von ihrem gleichsam ... >>

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    ... zwischen beiden Sphären zu vermitteln. III. In Wagners theoretischen Schriften ist die Begründung der Idee, eine totale Versinnlichung des dramatischen Inhalts seiner Musikdramen bewirken zu wollen, mit einer ausdrücklichen Absage an die Einbildungskraft verbunden, die er an etlichen Stellen, aber im Zusammenhang seiner Auseinandersetzung mit Lessings "Laokoon" besonders deutlich und ausführlich formuliert: "Überall da, wo Lessing der ... erfaßt nur der Gedanke, nur das Gegenwärtige aber das Gefühl" (7), verschmäht Wagner die rein musikalische Logik der "absoluten Musik", um Musik wieder ganz in den Dienst des Ausdrucks bestimmter Gefühle zu stellen, die durch den dramatischen Inhalt wortsprachlich vorgegeben sind. Bereits Nietzsche kritisiert mit äußerster Scharfsichtigkeit die Absicht und die aus ihr folgenden Konsequenzen, daß Wagner ... genügen, den Schein seiner ideellen Einheit zu sprengen." (20) IV. Wenn Wagner - wie gesehen - die Einbildungskraft als das zwischen Sinnlichkeit und Geist vermittlungsfähige Vermögen in seiner ästhetischen Funktion ausdrücklich aufheben will, um die Kunstrezeption allein auf die Sinnlichkeit zu gründen, und wenn Nietzsche und Adorno als Repräsentanten zutiefst musikalisch inspirierter Philosophien des 19. und 20. Jahrhunderts diese ... auf Schönberg - als die "heute unmaterielle Kunst" (25) betrachtet wurde. Wagner dagegen hat den Begriff "absolute Musik" für Beethovens Neunte Symphonie zwar geprägt und sie als deren Höhepunkt ausdrücklich anerkannt, aber sie bedeutet ihm zugleich jenen Scheitelpunkt, an dem mit einer weiteren Autonomisierung, d.h. immanent musikalischen Weiterentwicklung, "kein Fortschritt (mehr) möglich" (26) ist. Denn da "durch den rein musikalischen Ausdruck das Gefühl wohl anregt, nicht aber bestimmt werden" (27) könne, müsse "absolute Musik" sich "nothwendig in das Meer des Unbestimmten, Unverständlichen, Unfreien verlieren" (28), sofern ihr nicht " ... >>

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    ... Wie“ der Werkproduktion, –präsentation und –rezeption, weswegen sie stets mehr und anderes ist, als Werke der Kunst verkörpern können, auch wenn in ihnen zweifellos eine bestimmte Kultur ihren Ausdruck finden kann. So wurde gerade die nach der französischen Revolution sich entwickelnde moderne Kunst trotz aller Anfeindungen immer als ein unvergleichlicher Ausdruck der Möglichkeit von Autonomie und Freiheit des Menschen gesehen und als solche geschätzt oder gefürchtet. Zu Recht konnte etwa jahrzehntelang die freie Kunst des Westens gegen die sozialistische ... Sujet, Thema oder Gestus und wird – der Nachfrage entsprechend – nur mehr simuliert. Indem Autonomie so einen rein fiktiven Charakter bekommt, verliert die Kunst ihre Bedeutung und Kraft als Ausdruck und Potential von Freiheit und Schöpfertum. Auch wenn die Autonomie der Kunst, der KünstlerInnen, der Werke und ihrer Rezipienten fast verloren zu sein scheint und nicht einmal mehr ... zu bilden. Derrida geht es in seinem Text um die Auseinandersetzung mit dem Unterschied zwischen Recht, wie es etwa in Gesetzesform existiert und der Gerechtigkeit, wie sie als Ausdruck einer Rechtskultur auf dieser Basis verwirklichbar ist. Würden die Rechtsprechungen, so Derrida, „einfach in der Anwendung einer Regel, in der Entfaltung eines Programms, in der Durchführung einer Berechnung ... Derridaschen Anwendungsbegriffs zu wecken versuchen: So möchte ich im Sinne einer ersten Annäherung vorschlagen, dass Gesetz bzw. das in Gesetzesform existierende Recht, von dem Derrida spricht, durch die Ausdrücke Kunstwerk bzw. Kunstobjekt gedanklich zu ersetzen. Des weiteren wäre es ein Versuch wert, die in der Anwendung von Recht und Gesetz zu verwirklichende Gerechtigkeit mit einer spezifischen ... >>

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